Monster

21. Dezember 2017

Facebook ist marktbeherrschend und weite Teile seiner Datensammlung sind unrechtmäßig. Das Bundeskartellamt will dem Unternehmen jetzt klare Grenzen aufzeigen. Doch das Verfahren kann erst der Auftakt des Unterfangens sein, die Macht des Konzerns zum Wohle der Gesellschaft zu brechen. Ein Netzpolitk-org-Kommentar. von

CC-BY-NC-ND 2.0 lincolnblues

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Facebook ist in Deutschland ein marktbeherrschendes soziales Netzwerk. Und das Unternehmen überschreitet mit seiner unbegrenzten Datensammelei Grenzen, die das Bundeskartellamt nicht mehr hinnehmen will. Denn überall dort, wo ein Like-Button lauert, da werden durch den Konzern heute Daten abgegriffen, um die Schattenprofile seiner Nutzer zu nähren. Das ist millionenfach auf Webseiten der Fall, die sich um Datenschutz einen feuchten Kehricht scheren, weil sie auf die Distribution ihrer Inhalte durch Facebook angewiesen sind. Neben den Webseiten synchronisieren auch die Facebook-Töchter Instagram und WhatsApp Daten mit dem Big-Data-Mutterschiff. Das wird zu Recht in Deutschland und nun auch in Frankreich unterbunden. Neben …

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Eine Antwort to “Monster”

  1. LuK said

    Die Problematik der Schattenprofile ist doch viel weitreichender.
    Personen, die niemals einen Facebook Account hatten, werden in geheimen Schattenprofilen zur Identifierzung von Nicht-Membern geführt (analog bei WhatsApp).
    Siehe z.B.: „http://derstandard.at/2000067496921/Geheime-Schattenprofile-Wie-Facebook-weiss-wen-wir-kennen“

    Ich stimme mit dem verlinkten netzpolitik.org-Kommentar nicht überein. Facebook ist nicht mehr zu bändigen – es kann nur durch Verzicht eingedämmt werden.

    Wie wäre es denn z.B., wenn dieser Blog auf die Social Media Buttons verzichten würde? Immer nur kritische Kommentare verlinken hilft auch nicht weiter.

    Weiterhin sollten alle öffentlichen Institutionen und die Öffentlich-Rechtlichen mit gutem Beispiel vorangehen und all ihre Facebook-Auftritte beenden.
    Auch Verlage agieren doppelzüngig. Einerseits beschweren sich die Verlage darüber, dass Facebook den Verlagen die Werbegelder abgräbt, anderseits gibt es keine Verlage ohne Facebook-Präsenz.

    Ein Hoffnungsschimmer zum Schluß:
    In der letzten Woche ist der AOL Messenger endgültig abgeschaltet worden.
    Es gab eine Zeit in der AOL für viele DAS INTERNET war.
    Times are changing ;-).

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