boshaft

28. November 2017

Jüngst ist mir durch Herrn Thomas Pertz („Lingener Tagespost“) u.a. dies vorgeworfen worden: 

„Der Fraktionsvorsitzende der Bürgernahen folgt beim Umgang mit ratsinternen Informationen häufig eigenen Regeln und legt diese mitunter so großzügig aus, dass dabei auch Vertraulichkeit verloren gehen kann. Dass er diese nun ausgerechnet in Abgrenzung zur eigenen Fraktion berücksichtigt haben will, hat deshalb in der Ratssitzung Kopfschütteln ausgelöst – zu recht.“

und:

„Koop hat, wie die anderen Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP auch, von der Verwaltung das Gutachten zum Turnhalleneinsturz an der Johannesschule bekommen – zur vertraulichen Verwendung.“

Dieser Kommentar mit seinen Unwahrhaftigkeiten ist boshaft. So setzt beispielsweise Verfasser Pertz „ratsintern“ (ein Wort, das die Nieders. Kommunalverfassung nicht kennt) flott mit „vertraulich“ gleich. Der Unterschied? Nun, zahlreiche „ratsinterne“ Schreiben und Informationen der Stadtverwaltung gehen mir zu. Nur sehr selten wird ihr Inhalt als „vertraulich“ bezeichnet -so aber in dieser E-Mail (unten) zum Kollaps der Turnhalle der Johannesschule. Lesen Sie selbst:

Dabei schickte das OB-Büro seine E-Mail mit Anlagen eben nicht  „zur vertraulichen Verwendung“ (Pertz) sondern nur zur (persönlichen) Kenntnis und eben mit der ausdrücklichen Bestimmung, die Gutachten vertraulich zu behandeln.

Nach dieser Festlegung habe ich die mir übersandten Gutachten vertraulich behandelt.

Dass es zulässig sein soll, eine Zuschrift trotz mitgeteilter Vertraulichkeit an wen auch immer weiterzuleiten und das dies auch noch „sachgemäß“ ist (Pertz), erschließt sich mir nicht, würde dies damit doch die zu beachtende Vertraulichkeit verletzen. Das wollte ich nicht. Dass ich mich nun vom Journalisten Thomas Pertz angreifen lassen muss, weil ich Vertrauliches vertraulich behandelt habe und er sozusagen fordert, Vertrauliches künftig nicht mehr vertraulich zu behandeln, betrachte ich als unbedachten, eiligen Fehlschluss des Mannes. Die weitere Darlegung des Redaktionsleiters

„Aus welchen Gründen auch immer er es [das ist die E-Mail nebst Gutachten] nicht an seine Fraktionsmitglieder weitergegeben hat, ist seine Sache. Jedenfalls aber sicher nicht deshalb, um Vertraulichkeit zu wahren.“

ist eine ins Bild einseitiger Wahrnehmung passende Bemerkung in einer Situation, in der seine „Lingener Tagespost“ täglich subtil  die Wiederwahl des jetzigen OB propagiert und dabei mit beeindruckender Einseitigkeit jegliches Maß journalistischer Distanz vermissen lässt. Das ist schade, passt aber zu meiner langjährigen Erfahrung mit dem Blatt.

ps:
Hab‘ ich es übersehen, oder hat die „Lingener Tagespost“ die Stellungnahme der panorama 3 -Redaktion zu der an deren TV-Beitrag geäußerten scharfen Kritik tatsächlich nicht erwähnt?

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