Banana

24. Oktober 2017

„Dies ist ein Apfel. Einige Leuten mögen dir erzählen, es sei eine Banane. Sie mögen immer wieder Banane, Banane, Banane schreien. Sie mögen BANANE in Großbuchstaben schreiben. Ihr fangt vielleicht sogar an zu glauben, dass dies eine Banane ist. Ist es aber nicht. Es ist ein Apfel“, lautet der Text des 30-sekündigen TV-Spots von CNN, der auf Donald Trumps rhetorisches Muster der Faktenverdrehung anspielt, ohne den US-Präsidenten zu nennen.

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Die Prozesse des Abraham Abraham
Einblicke in das 18. Jahrhunderts
Herbstvortrag des Stadtarchivs von Madeleine Gänge
Lingen (Ems) – Professorenhaus, Universitätsplatz 5/6
Heute, 24. Okt. – 19 Uhr

Eintritt frei

Zum Auftakt der Herbstvorträge des Lingener Stadtarchivs spricht die angehende Kulturwissenschaftlerin Madeleine Gänge über jüdisches Leben im 18. Jahrhundert. Ihr Thema sind „Die Prozesse des Abraham Abraham“

1763 kam Abraham Abraham – ein sog. „Schutzjude“ – nach Lingen (Ems) und starb hier 1807 in hohem Alter. Abraham, der im Hause Burgstraße 14 wohnte (auf dem Foto das rechte Gebäude), war ein Bürger, der besonders häufig verklagt wurde und noch häufiger eigene Klagen einreichte. „Wir sind in der glücklichen Situation, dass zahlreiche Akten der in Lingen geführten Zivilprozesse noch heute erhalten sind. Diese Akten erzählen von den konkreten Lebensumständen der Kläger und der Beklagten“, berichtet Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus. „Seine Akten vermitteln ein sehr lebendiges Bild vom Alltag eines Lingener Juden im 18. Jahrhundert“, erläutert Madeleine Gänge, die Abrahams Akten im Lingener Stadtarchiv eingehend ausgewertet hat. In seinen Gerichtsverfahren sei es um unbezahlte Rechnungen, aber beispielsweise auch um Beleidigungen gegangen. „In all den Berichten werden auch die schwierigen Rahmenbedingungen sichtbar, mit denen ein Jude im Preußen des ausgehenden 18. Jahrhunderts zu kämpfen hatte“, verrät Madeleine Gänge.


Die Vortragsreihe wird am Dienstag, 28.11. 2017 im Professorenhaus mit einem Reisevortrag von Ulli Brinker über „Namibia“ fortgesetzt.

(Foto: Stadtarchiv Lingen)