AB 7001

17. Oktober 2017

Der letzte Air-Berlin-Langstreckenflug AB 7001 aus Miami endet heute früh in Düsseldorf mit einer Durchstarten-Geste des Piloten. Auch der Tower ist beeindruckt.

Jazz im Speicher

17. Oktober 2017

Wilfried Berghaus, 64, leitet bei der Stadt Leer die Abteilung für Kinder- und Jugendförderung und ist außerdem seit 25 Jahren Macher der Konzertreihe „Jazz live im Speicher“.

Diese Jazz-Reihe organisiert der Hobby-Triathlet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule so erfolgreich, dass das Projekt 2013 von der Bundesregierung mit dem Deutschen Spielstättenpreis ausgezeichnet wurde.

Am 16. November 1992 eröffnete der Saxofonist John Tchicai die Konzertreihe. Und nach 25 Jahren „Jazz live im Speicher“ mit über 200 Auftritten haben die Konzerte Kultstatus. Die Zuschauer und Zuschauerinnen reisen aus ganz Norddeutschland, den benachbarten Niederlanden und sogar aus dem Ruhrgebiet an. Künstler aus der ganzen Welt reißen sich darum, in Leer auftreten zu dürfen.

Zum 100. Konzert der Reihe Jazz live im Speicher erschien im September 2005 die Doppel-CD „THIS IS STOREHOUSE MUSIC“ mit Studio- und Live-Aufnahmen von Musikerinnen und Musikern. Konzipiert wurde sie von Fietje Ausländer und Wilfried Berghaus.

Ob, wie und mit wem „Jazz live im Speicher“ weitergeführt wird, ist noch offen; denn im Oktober 2018 geht Berghaus in Pension. Seit drei Jahren wohnt er bereits in einem Wohngemeinschaftsprojekt in Oldenburg.

Die taz hat jetzt ein Interview mit Wilfried Berghaus geführt.

taz: Herr Berghaus, können Sie nach über 200 Konzerten dem Free Jazz noch etwas Neues abhören?
Wilfried Berghaus: Mehr denn je! Wir finden immer wieder neue MusikerInnen mit neuer Musik. Weil wir den Begriff Jazz nicht eingeengt definieren, finden wir sozusagen eine Weitwinkel-Musik, die uns immer wieder überrascht.
Wie sind Sie eigentlich auf den Jazz gekommen?
Oh, das weiß ich genau. Ich habe mit 25 Jahren auf einer Party in Leers Nachbarstadt Bunde nachts auf der Hollywood-Schaukel im niederländischen Radio Hilversum eine Musik gehört und gedacht: Wow, was zum Teufel ist das? Ein gewisser Charlie Parker spielte Saxofon, absolut überirdisch. Am nächsten Tag hab ich mir seine Platte besorgt. Damals gab es in Leer…

[weiter bei der taz…]

Heute Abend spielen ab 20 Uhr im Leeraner Speicher beim 211. Konzert der endlosen Reihe
The Thing
Mats Gustafsson
– tenor sax & baritone sax
Ingebrigt Håker Flaten – double bass & electric bass
Paal Nilssen-Love – drums

Man nennt sie das »Great Scandinavian power trio«. Beschrieben wird ihre Musik als Freejazz aus der Garage oder auch als eine Verbindung von Jazzimprovisation, Punk und Rock. Keine Frage, der schwedische Saxofonist Mats Gustaffson und seine norwegischen Musikerkollegen und Freunde Ingebrigt Håker Flaten, Bass, und Paal Nilssen-Love, Schlagzeug, haben mit ihrem Trio The Thing die Wahrnehmung dessen, was Jazz ist und heute sein kann, ordentlich durchgeschüttelt.

Weiterlesen: The Thing


(Quelle: taz)