Nominiert

10. September 2017


Mit mehr als 600 eingereichten Projekten aus allen fünf Kontinenten verzeichnet der von der Initiative Bauen mit Backstein ausgelobte Fritz-Höger-Preis 2017 einen neuen Teilnehmerrekord – und unterstreicht damit seinen Stellenwert als einer der größten und renommiertesten Architekturpreise Deutschlands. In diesem Jahr wird er zum vierten Mal vergeben.

Unter den Nominierten in der Kategorie „Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte“ ist dabei das Lingener Architekturbüro Vickers Architekten, über das ich in diesem kleinen Blog schon früher ähnlich Bemerkenswertes und Ausgezeichnetes berichten konnte. Mit seinem Projekt „Neubau eines Einfamilienhauses in Lingen“ überzeugte Architekt Arnd Vickers jetzt die prominent besetzte Fachjury.

In einer Umgebung von einfachen Industriehallen und kleinteiliger Wohnbebauung nimmt das – bereits Anfang des Jahrzehnts und unter alten, zu einem Großteil erhaltenen (!) Eichen errichtete – Wohnhaus der Familie Schomaker die einfachen Geometrien der Umgebung auf. Eine zentrale Achse trennt Wohnhaus und Garage, bildet dadurch den Eingangsbereich aus und positioniert beide Baukörper auf dem Grundstück. Das vorherrschende Spiel von Licht und Schatten, Dichte und Transparenz des vorhandenen Eichenbestands wird zum entwurfsbestimmenden Element. Arnd Vickers: „Unterschiedlich tiefe Rücksprünge im MW-Verband bilden ein Ornament von Dichte und Transparenz, Licht und Schatten und lassen das Gebäude mit seiner Umgebung in einen Dialog treten.“

Mit der Nominierung zählt Vickers Architekten schon jetzt zu den erfolgreichen Teilnehmern des diesjährigen – von der „Initiative Bauen mit Backstein“ ausgelobten – Wettbewerbs. Die Preisverleihung mit der offizielle Bekanntgabe der finalen Sieger erfolgt am 6. Oktober 2017 im Deutschen Architekturzentrum (DAZ) in Berlin.

Der erstmals in 2008 ausgelobte Fritz-Höger-Preis für Backstein-Architektur ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre in Kooperation dem Bund Deutscher Architekten BDA verliehen. Ausgezeichnet werden Architekten und Planer, die das architektonische Potenzial des altbewährten Baufstoffes Backstein nutzen. Gesucht werden Bauten, deren gesamter planerischer Anspruch sowohl ökonomische, ökologische als auch gestalterische Aspekte in sich vereint und deren Architektur sich durch einen angemessenen Umgang mit dem Ort und seinem Bestand auszeichnet. Er wird von der Initiative „Bauen mit Backstein“ ausgelobt, in der 15 Hersteller de Baustoffs zusammengeschlossen haben.

Die Benennung des Preises erinnert an die Arbeiten des norddeutschen Baumeisters und Architekten Fritz Höger. Er gilt als einer der führenden Vertreter des norddeutschen Backsteinexpressionismus.

Der Fritz-Höger-Preis zeichnet Bauwerke aus, deren Realisierung ökonomische, ökologische wie auch gestalterische Aspekte in sich vereint und das Potenzial des Baustoffes Backstein nutzt. Ziel des Wettbewerbs ist es, sowohl Architekten als auch dem Produkt Backstein zu neuer Öffentlichkeit zu verhelfen. Backstein wird dabei als Oberbegriff für aus Ton gebrannte Fassadensteine verstanden, die auch als Vormauerziegel oder Klinker bekannt sind.

Quelle: Pressemitteilung, (Fotos oben: © Vickersarchitekten)

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