G20-Protest

30. Juni 2017

die aktion: 1000 GESTALTEN entern die Stadt

Formationen verkrusteter Gestalten bewegen sich schweigend und lang­sam durch die Straßen Hamburgs. Sie haben an ihrer panzerhaften Klei­dung schwer zu tragen, sind ausdruckslos und wirken unangreifbar.

Sie stehen für eine Gesellschaft, die sich ihrer Hilflosigkeit vor den komplexen Zusammenhängen der Welt ergeben hat und nur noch für das eigene Vorankommen kämpft.

Der G20-Gipfel – ein Moment zu handeln

Am 7. und 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Welche Bilder werden um die Welt gehen? Bilder einer abgeschotteten Elite in einer belagerten Stadt, Bilder von Konfrontation und Gewalt? Bilder, die vielen Menschen auf der Welt ein Gefühl von Ohnmacht geben?

Wenn es nach uns ginge, dann würde von diesem Gipfel ein Signal gelebter Solidarität zwischen Menschen und Völkern ausgehen, ein Zeichen für ein neues Miteinander. Eine selbstbewusste Zivilgesellschaft, die sich kritisch, aber konstruktiv und ideenreich mit dem Gipfel auseinandersetzt.

Wer sagt, dass das nicht möglich ist? Die Performance „1000 GESTALTEN“ am Samstag ,5. Juli, zwei Tage vor dem Gipfel, ist die Chance, diese Bilder zu schaffen.

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Eine Antwort to “G20-Protest”

  1. Olaf Schnieders said

    Mir sitzt das schiere Entsetzen über das, was 2001 in Genua ablief, noch tief im Gedächtnis. In „Gipfelstürmer – die blutigen Tage von Genua“ (https://youtu.be/52kOAulA0LY) sind die Ereignisse aufgearbeitet. Ich hoffe, dass wir uns hier in Deutschland nicht dieselbe Schuld aufladen, wie Italien seinerzeit. Ist und bleibt mir völlig unbegreiflich und verschlägt mir auch so viele jahre später noch die Sprache.
    Wenn ich von Aktionen wie „1000 Gestalten“ höre, dann merke ich, wie mir der Puls schneller wird und sich Unbehagen breit macht – nicht wegen der tollen Aktion und ihrer positiven Ziele, nicht wegen des Engagements und der künstlerischen Umsetzung; sondern wegen der Angst, dass auch bei uns der Staat mit seinen Ordnungskräften irgendwann anfängt, auf friedliche Menschen einzuprügeln, um das irgendwie politisch auszuschlachten. Mulmiges Gefühl.

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