Remarque

6. Juni 2017

Krieg, Diktatur, Vertreibung und Exil sind Zentralthemen in den Romanen von Erich Maria Remarque, der am 22. Juni 1898 in Osnabrück geboren wurde. Einige Zeit lang unterrichtete Remarque als Volksschullehrer im emsländischen Klein-Berßen und auch im benachbarten Lohne; dessen Kirchgänger lehnten  vor einigen Jahren in einer Versammlung ihrer Kirchengemeinde den Vorschlag ihres damaligen Pfarrers Reinhard Trimpe ablehnten, auf dem Kirchplatz an den großen deutschen Schriftsteller zu erinnern. Angesichts dieser Peinlichkeit entschlossen sich die Nachbarn später eine _immerhin 50m lange- Straße nach ihrem Volksschullehrer zu benennen. Nun, damit müssen sie selbst klarkommen.

Remarque sprach sich zeitlebens konsequent gegen den Krieg als Mittel der Politik und  gegen jegliche Heldenverehrung aus. Der durch Krieg, Vertreibung und Verfolgung entwurzelte Mensch beschäftigte ihn in seinen Romanen bis zu seinem Tode 1970. Die Ausbürgerung machte den Schriftsteller 1938 „zum Weltbürger wider Willen“. Zuvor war sein Buch  „Im Westen nichts Neues“ 1933 in Berlin bei der Bücherverbrennung dem Feuer preisgegeben worden, die Nazis entfernten es aus den öffentlichen Bibliotheken.

Nach diesem Wochenende ist Zeit, daran zu erinnern. Denn kein geringerer als Friedensnobelpreisträger Bob Dylan hat in seiner „Nobel Lecture“ – der Vorlesung, die jeder Nobelpreisträger hält – über Songs und Literatur gesprochen, die ihn beeinflusst haben. Vorn dabei und ausführlich gewürdigt: Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues.“

Guckst und hörst Du hier auf der Seite der Schwedischen Nobelakademies.

update, 14.6.17:
Abgeschrieben?

Wetter

6. Juni 2017

Es soll heute regnen, etwa von 12 bis 15 Uhr. Der traditionelle Frühschoppengänger des noch traditionelleren Kivelingsfestes wird also ab mittags unter dem sich über den britischen Inseln eindrehenden Tiefdruckwirbel einige Millimeter regennass werden, sagt Kachelmannwetter vorher. Das ist bedauerlich, aber offenbar typisch für unseren Landstrich. Allaa, den das Schicksal aus Aleppo zu uns in Deutschlands Norden verschlagen hat, sieht das jedenfalls so; er preist den Wert der Wetter-Apps, die es heute allerdings auch nicht trockener sein lassen.

Wir erkennen zugleich, dass Integration funktioniert – sogar schneller als erhofft, wie das Beispiel des jungen Syrers in Hamburg zeigt. Das ist doch schön.

(Quelle Blogrebellen)