Heute findet bundesweit zum dritten Mal der Tag der Städtebauförderung statt. In Weser-Ems fällt er größtenteils leider aus (s. Kartenausriss links); denn nur Wilhelmshaven, Oldenburg und -man höre, staune und freue sich- Bad Bentheim sind engagiert. 2017 beteiligen sich bundesweit rund 450 Städte und Gemeinden mit über 600 Veranstaltungen. Neben Projektbesichtigungen, Ausstellungen und Führungen gibt es Baustellenrundgänge, Fußballturniere, Stadtspaziergänge und Gartenbauworkshops. Die Bürger sind eingeladen, sich über Projekte, Strategien und Ziele der Förderung zu informieren. Zugleich bietet die Veranstaltung den Kommunen die Möglichkeit, eigene Konzepte und Erfolge vorzustellen und somit auch die Bürgerbeteiligung zu stärken.

Die Städtebauförderung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen. Sie hilft dabei nachhaltige, städtebaulichen Strukturen zu schaffen, soziale Missstände zu beheben. Zur Verwirklichung der Förderziele hat der Bund im Laufe der vergangenen 45 Jahre mehrere Programme geschaffen: darunter „Soziale Stadt“ mit rund 780 Maßnahmen in 441 Städten und Gemeinden und einem Budget von 124 Mio. Euro im Jahr 2016 (2014 und 2015 waren es je 150 Mio. Euro) oder „Stadtumbau Ost“ rund 1100 Stadtumbaugebieten und je ca. 105 Mio. Euro für die Jahre 2014 und 2015. Für das Jahr 2017 sind im Bundeshaushalt für alle Förderprogramme insgesamt 790 Mio. Euro vorgesehen. Das ist nicht viel, kann aber manches bewirken. In Lingen natürlich nichts, weil man sich nicht um zukunftsorientierter Stadtentwicklung kümmert.

Anders in Bad Bentheim: Dort arbeitet die Stadt noch bis Ende September an der Fortschreibung ihres Stadtentwicklungskonzeptes aus dem Jahre 2008. Das bildete die Grundlage und war Voraussetzung für die Aufnahme in die Städtebauförderung. Nunmehr werden erneut Leitlinien für „Bad Bentheim 2035“ entwickelt. Im Mittelpunkt der ersten von insgesamt vier sonnabendlichen Veranstaltungen steht die städtebauliche Entwicklung der Stadt mit besonderem Augenmerk auf das derzeitige mit der Städtebauförderung belegte Sanierungsgebiet. In der Zukunftswerkstatt werden die Schwerpunkte zur Ausschöpfung des avisierten aber noch nicht verausgabten Budgets ebenso diskutiert wie diejenigen für eine spätere mögliche Ausweitung des Gesamtkostenrahmens. Daneben wird das Programm „Zukunft Stadtgrün“ vorgestellt mit Ideen für den dafür vorgesehenen Schlosspark sowie die nördlich angrenzenden Bereiche des barocken Forstparks.

Sie merken angesichts dessen, weshalb Lingen sich nicht beteiligt. Bei uns gibt es kein Stadtentwicklungskonzept, das man weiterentwickeln könnte. Statt dessen überlässt der Oberbürgermeister Investoren die Stadtentwicklung und kümmert sich lieber um fair gehandelten Kaffee…

Nachtrag: Allerdings gab es heute in der Lokalpresse -wohl eher zufällig- einen Leserbrief von einem Fachmann, der als lokaler Lingener  Beitrag zum Tag der Städtebauförderung sein könnte. Lest selbst:

 

 

43 Jahre alt und…

13. Mai 2017

„Running for those who can’t“ ist das Motto des Wings for Life World Run. Mit INTERSPORT macht Moritz auf der Heide – ultrarunner & triathlete daraus ein unvergessliches Erlebnis für Michael. Er leiht ihm seine Beine und sagt „Michi, I run VR you!“