wahrnimmt

9. Mai 2017

Ein bisschen lokale Ärgerlichkeiten: Nein, ich schreibe nicht über den alten Pkw-Reifen, der seit 10 Tagen vor dem Eingang der Sparkasse an der Schlachterstraße liegt. Denn den werde ich, wenn er heute früh immer noch da ist, eigenhändig vors Rathaus rollen und dort ablegen. Im Übrigen finde ich, eine Stadtverwaltung kann einen 8 Kubikmeter großen Papiermüllberg wirklich einmal übersehen. Vielleicht nicht unbedingt, wenn er eine ganze Woche da herumliegt und vielleicht noch weniger, wenn der Papiermüll direkt unter dem Fenster des Oberbürgermeisterzimmers (Foto) liegt bzw. direkt gegenüber der LWT-Touristinformation – sofern man sich in seiner Stadt umsieht jedenfalls.

Hier prollt der Papiermüllberg dort seit dem 2. Mai, weil an dem Tag die Meppener Firma Augustin den Papiermüll nicht abholte, wiewohl das sinnvoll ist und sie sich extra dafür bezahlen lässt. Ob sie heute -am Tag des traditionellen Lingener Pöttemarktes- tatsächlich im Stadtzentrum das Papier abfährt, erscheint mir eher zweifelhaft. Dann bleibt der Müllberg dort – vielleicht gar die nächste Woche. Falls aber  das gesammelte Altpapier wirklich einmal aus der Lingener Hinterstraße entfernt werden sollte, kommt ein schmutzig-schimmerndes Hellbraun auf der vormals weißen Wand zutage. Der Farbton belegt, dass diese Art der Müll-Dauerablagerung dort nicht zum erstem Mal praktiziert wird.

Man erkennt jedenfalls zwanglos, wie manche Zeitgenossen ihre direkte Umgebung wahrnehmen…