AfD: First follower

30. April 2017

Die AfD ist auf Twitter nicht so stark wie auf Facebook. Anhänger der Partei betreiben allerdings ein inoffizielles Unterstützungsnetzwerk. Die AfD sagt auf Anfrage, dass es mit den Betreibern der entsprechenden Accounts keine regelmäßigen Absprachen gibt. Recherchen zeigen aber, dass das Netzwerk großen Einfluss auf die Kommunikation der AfD auf Twitter ausübt.

Seit Dezember 2016 hat netzpolitik.org zusammen mit Tagesspiegel DATA das Twitter-Netzwerk der AfD analysiert. Ausgangspunkt der Recherche war Balleryna, der vermeintlich reichweitenstärkste Account aus dem AfD-Umfeld, der sich bei näherer Betrachtung als Fake-Account und Scheinriese herausstellte. Im Laufe der Recherche konnten wir ein genaueres Bild davon zeichnen, worüber und wie genau die AfD twittert.

Bei der Recherche rund um Balleryna stießen wir auf ein gut organisiertes Netzwerk aus inoffiziellen Unterstützern der AfD. Balleryna ist dabei nur einer von etwa einem Dutzend inoffizieller Unterstützer-Accounts, die alle ähnlich agieren. Inhaltlich stehen die meisten dieser Accounts dem offiziellen Partei-Account @afdkompakt sehr nahe.

Wer folgt wem zuerst

Um die Nähe der Accounts zu belegen, haben wir jeweils die ersten zehn Follower der Accounts analysiert. In der Regel folgen Menschen denen zuerst, die sie kennen. Erfahrungswerte zeigen, dass Personen mit Zweit- und Drittaccount oder Fake-Accounts sich oft zuerst selbst folgen. Die Grafik „First-Follower-Twitter-Netzwerk der AfD“ verdeutlicht, wie eng die Unterstützer-Accounts beieinander liegen.

 

 

Es ist sichtbar, dass der Account @mundaufmachen jeweils zu den ersten Followern sowohl von @afdkompakt als auch den inoffiziellen Unterstützer-Accounts @AfdTweets, @IchwaehleAfD und @MutfuerWahrheit zählt.

Auf der Suche nach weiteren Indizien haben wir uns angeschaut, mit welchen Mailadressen die Accounts bei Twitter angemeldet sind. Die Mailadressen lassen sich durch eine „Passwort vergessen“-Abfrage teilweise rekonstruieren. Hierbei fiel uns auf, dass @Balleryna, @mundaufmachen, @2017_AfDwaehlen und @PinocchioPresse alle mit Mail-Adressen nach dem Muster twittername@gmail.com bei Twitter angemeldet sind.

Zeitanalyse des Unterstützer-Accounts @mundaufmachen: Es wird immer nur Montag bis Freitag zu Bürozeiten getwittert. Dass er von der Partei dafür angestellt sei, verneint der Betreiber des Accounts auf Nachfrage jedoch.

In anderen Punkten unterscheiden sich die Accounts stark. So twittert beispielsweise @mundaufmachen ausschließlich zu Bürozeiten von Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 18 Uhr, während andere Accounts die ganze Woche über…

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(Quelle: netzpolitik.org)

 

Tim Bendzko

30. April 2017

Tim Bendzko

Lingen (Ems) – EAmslandArena
Mi 03.05.17  – 19.30 Uhr

Karten ab 33,- € + VVK ausverlauft

Nach seinem Auftritt mit der Nationalhymne zum Bundesligastart hat das Warten jetzt ein Ende. Nach drei Jahren erscheint Tim Bendzkos drittes Album „Immer noch Mensch“ am 21. Oktober. 2017 folgt dann die große Tournee mit 19 Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz!

Erstmalig ist Tim Bendzko auf „Immer noch Mensch“ nicht nur Sänger, Texter und Musiker, sondern auch Produzent. In den Texten der 11 Titel reflektiert er über die kleinen zwischenmenschlichen Themen unserer Zeit und fasst sie als Sänger in klare, einfache Worte:

Ich bin im letzten Jahr nach ca. fünf Jahren des „Unterwegsseins“ nach Hause gekommen und hatte den großen Drang endlich wieder Songs zu schreiben. Ich hab‘ „alles auf Null“ gesetzt und, als wäre in den Jahren davor nichts passiert, versucht, leere Blätter mit Musik zu füllen.“

Tim Bendzko war es bei der Produktion ein Anliegen, echte Musik zu machen. Jeder Ton auf „Immer noch Mensch“ ist von einem echten Menschen an einem physisch existierenden Instrument eingespielt worden. „Immer noch Mensch“ ist vor allem ein organisch entstandenes Album, eingespielt von befreundeten Profi-Musikern in Tims Home-Studio in Berlin.

#EverybodyLovesBoobs

30. April 2017

#EverybodyLovesBoobs – Die beste Kampagne gegen Brustkrebs kommt aus Argentinien
Sie singen! Wer wollte nicht immer schon singende Brüste sehen? Eben. Und weil sich kein Mensch singenden und großartig inszenierten Brüsten entziehen kann, hören wir uns auch die Botschaft bis zum Schluss an. Besser kann man eine Awareness-Kampagne nicht aufziehen. Wer das sexistisch findet, möge von einem gigantischen Penis erschlagen werden.

via schleckysilberstein

datenschutzfeindlich

30. April 2017

Das Schlimmste wurde verhindert – so könnte ein Fazit zum Datenschutzgesetz lauten, das am Donnerstag vom Bundestag beschlossen wurde. Ein Trugschluss, findet Netzpolitk.org- Autor Ingo Dachwitz. Denn für den datenschutzfeindlichen Kurs von Innenminister Thomas de Maiziere ist das Ergebnis ein Erfolg – der schleichende Abbau von Grundrechten ist in vollem Gange.

Wer viel Datenschutzabbau fordert, bekommt trotz aller Nachbesserungen am Ende immer noch genug: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (Archivbild). CC-BY-SA 2.0 Christliches Medienmagazin Pro

Der Bundestag hat Donnerstag Abenddas Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz (DSAnpUG) beschlossen. Es  soll das deutsche Recht an die gemeinsamen Vorgaben aus der EU anpassen. Eigentlich. „Mit diesem Gesetz halten wir uns eins zu eins an die europarechtlichen Vorgaben“, sagt Innenminister Thomas de Maizière zu Beginn der Bundestagsdebatte. Nein, sagen dazu die Kabinettschefin der EU-Justizkommissarin Věra Jourovádie Sachverständigen bei einer Bundestagsanhörungdie Bundesdatenschutzbeauftragte und die Vorsitzende der Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern.

Drei Monate vom Kabinetts- zum Parlamentsbeschluss

„Verantwortungsvoll und selbstbewusst“ sei der Umgang der Großen Koalition mit den Gestaltungsspielräumen, die die europarechtlichen Vorgaben den nationalen Gesetzgebern ließen. Allein der Entwicklungsprozess des Gesetzes straft den Minister Lügen: Vom ersten von netzpüolitik.org veröffentlichten Referentenentwurf bis zur Kabinettsfassung sind mindestens vier Überarbeitungsstufen bekannt. Auch im Bundestag gab es – neben natürlich abgelehnten Anträgen der Opposition – nach einem ersten Änderungsantrag aus dem März nun auch noch einen umfänglicheren zweiten Änderungsantrag der Regierungsfraktionen. Ein Indikator für die bedenkliche Qualität der Vorlage aus dem Innenministerium.

Trotzdem wurde…

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Eumel

29. April 2017

Frühling, Du Eumel!

(gefunden bei Das Kraftfuttermischwerk)

Milky Way

29. April 2017

Der Schweizer Sales Wick ist nicht nur Pilot sondern nebenbei auch noch Fotograf. So hat er das Glück seine Kamera im Cockpit eines Flieger positionieren und beeindruckende Aufnahmen wie diese machen zu können.

Dabei sind die leuchtenden Städte von unten nicht mal das Schönste. Zumindest nicht im Vergleich zu dem, was da am Himmel passiert. Die Milchstraße leuchtet und wirft Sternschnuppen durch die Gegend.

The latter is the case for my todays flight across the Atlantic Ocean to South America. Our flight is packed and some 340 passengers are settling in for a long night flight. Its my turn to be at the flightdeck for the first part of the journey, as my other co-pilot gets the chance to rest in the crew bunk above the passenger cabin. We are heading our westbound, along the clearly visible Alps to our left. Just before reaching Geneva and the western tip of Switzerland we are making a shallow left turn to join the Rhone valley leading us to Marseille and onward onto the Mediterranean Sea. Our routing will bring us towards Algeria and on across the northwestern part of the vast Sahara. We will be flying past Dakar in Senegal where we will be heading out onto the Atlantic Ocean. Our south-westerly course will get us across the wide blue – in fact it was pitch-black during the night – to the north eastern shore of Brazil. Landfall is expected just north of Rio de Janeiro and the remaining few hundred miles will get us straight towards Sao Paolo. Our landing is expected around 6am local time, still before the sun will rise.

gefunden bei:
Das Kraftfuttermischwerk

nichts gemerkt

28. April 2017

Der Kölner Strafverteidiger Ulrich Sommer musste in eigener Sache bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Allen deutschen Gerichten, die mit seinem Fall befasst waren, ist nicht aufgefallen, dass es für das von Sommer beanstandete Verhalten der Bochumer Staatsanwaltschaft keine ausreichende Rechtsgrundlage gibt.

Es geht um die Überweisung von 1.500,00 Euro Anwaltshonorar. Diesen Betrag hatte Sommer nicht von seinem Mandanten erhalten, sondern über das Konto von dessen Partnerin. Weil die Bochumer Staatsanwaltschaft was in Richtung Betrug und Geldwäsche witterte, ermittelte sie gegen Sommers Mandanten und einige andere Personen. Bei dieser Gelegenheit besorgte sich die Bochumer Staatsanwaltschaft von Sommers Bank alle Kontoauszüge des Strafverteidigers für die letzten zwei Jahre, berufliche wie private.

Sämtliche Daten gelangten in die Ermittlungsakte, so dass neben den Strafverfolgern auch alle anderen beteiligten Anwälte über die Akteneinsicht sehen konnten, wer wann was an Sommer gezahlt hat. Der wirklich gruselige Sachverhalt lässt sich in dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nachlesen. [CASE OF SOMMER v. GERMANY Application no. 73607/13]

Gleiches gilt für die rechtlichen Schlussfolgerungen des Gerichts. Diese lassen sich so zusammenfassen:

Die deutsche Strafprozessordnung deckt ein so weitgehendes Vorgehen gegen einen Strafverteidiger nicht. Jedenfalls so lange nicht, wie kein konkreter Verdacht besteht, dass er an den möglichen kriminellen Handlungen als Täter oder Gehilfe beteiligt ist.

Aber selbst wenn die deutsche Strafprozessordnung anders verstanden werden könnte, müsste sie im Licht der Europäischen Menschenrechtskonvention ausgelegt werden. Diese sieht einen gewissen Schutz der Privatsphäre vor. Dieser Schutz dürfe nur beeinträchtigt werden, wenn es notwendig sei. Eine wie auch immer geartete Notwendigkeit für den umfassenden Finanzstriptease kann das Gericht in dem Fall aber beim besten Willen nicht erkennen.

Das Urteil ist eine gewaltige Klatsche für die deutsche Justiz. Alle nationalen Gerichte haben sich keinen Deut für Sommers Grund- und Menschenrechte interessiert, sondern die Maßnahmen vehement verteidigt. Darunter übrigens auch das Bundesverfassungsgericht, vor dem Sommer ebenfalls gescheitert war.

(gefunden bei Quelle)


Nachbemerkung zum Blogbeitrag von Udo Vetter:
Kollege Prof. Dr. Ulrich Sommer ist ein ausgewiesener Strafrechtler und ausgewiesener Experte für internationales Strafrecht.
Der EuGMR haz dem Kollegen für den erlittenen immateriellen Schaden 4.000,- € zugesprochen.

 

Foto: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte – Kleiner Verhandlungssaal, von DjtmCC BY-SA 3.0

Das Geheimnis der Emsauen

Themen-Stadtführung mit Dr. Eiynck über das Gelände der ehem. Scharnhost-Kaserne


Lingen (Ems) – Treffpunkt Linus-Bad, Teichstr. 18

Di 2. Mai 2017 – 16 Uhr
Kosten 2 €

Die Teilnehmer des zweistündigen Rundgangs erfahren bei dem Spaziergang über das frühere Kasernengelände unter anderem etwas über das Spannungsfeld zwischen moderner Architektur des Schöpfwerks am Mühlenbach und der ursprünglichen Natur am Schepsdorfer Ufer der Ems. Ein Höhepunkt des Rundgangs ist natürlich der Emsauenpark
(Foto: Emsauenpark im Frühling © milanpaul)

tut uns leid.

27. April 2017

Seit gestern Abend macht das European Media Art Festival (EMAF) in Osnabrück  bei seiner 30. Ausgabe die Reizüberflutung der Medien zum Thema. Die Veranstaltung wurde in der Osnabrücker „Lagerhalle“ eröffnet.

Im Foyer begrüßt seither ein Maschinenwesen das Publikum. „The Reader“ heißt die Skulptur des in London lebenden Künstlers Stanza, einem Pionier der Medienkunst. Die Figur wurde mit einem 3-D-Scan Stanza selbst nachempfunden. Jetzt steht sie da: im Hoodie und den Kopf über ein Buch gebeugt, während Wörter und Satzfetzen auf die über 100 Displays ihres Körpers laufen.

Einen Sinn ergeben die Sprachfetzen nicht. Zwar sind sämtliche digitalisierte Bücher der British Library seit 1952 im „Reader“ gespeichert. Allerdings in fragmentierter Form. Ausstellungsbesucher können so lange auf die Displays starren, wie sie wollen. Klüger werden sie nicht.

Der elektronische Leser gehört zur Ausstellung der 30. Ausgabe des European Media Art Festivals (EMAF) in Osnabrück. Bis Sonntag erobern Medienkünstler mit Filmen, Musik- und Performanceprogrammen, Vorträgen und dem Media Campus als Forum für Studierende wieder die 160.000 Einwohner große Stadt. Die Ausstellung mit 36 Beiträgen in der Kunsthalle Osnabrück ist noch bis Mitte Mai zu sehen.

Alles weitere gibt es hier. Das Programm hier.

Gern hätte ich den Trailer des EMAF eingebettet. Man ihn auf vimeo anschauen, aber einbetten in dieses kleine Blog ging nicht, weil … sehn Sie selbst. Auch so kann man sich mit der Reizüberflutung auseinandersetzen…

(Quelle: taz)

31.

26. April 2017

Heute jährt sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 31. Mal. An diesem Tag verseuchte der zuvor von den Befürwotern der sog. „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ für möglich gehaltene atomare Super-GAU nicht nur die unmittelbare Umgebung in der Ukraine, sondern verteilte radioaktive Strahlung weit über unseren Kontinent hinaus hinaus und kostete Tausende Menschen das Leben. „Tschernobyl erinnert an die Gefahren von reiner Technikgläubigkeit. Atomkraft ist eine unberechenbare, unkontrollierbare Risikotechnologie mit verheerenden Folgen bei Störfällen und Fehlern“, sagte dazu am Dienstag Stefan Körner, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen, in Hannover.

Bei uns in Lingen läuft das Atomkraftwerk immer noch, und die Brennelementefabrik schickt Brennstäbe zu Atomkraftwerken, die nach Ansicht der deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks so marode sind, dass sie schon deshalb sofort abgeschaltet werden müssten. Zu den Abnehmern der Lingener Brennelemente gehören nicht nur die belgischen Atomkraftwerke in Tihange und Doel. Sogar die CDU und FDP in NRW fordern von der Bundesumweltministerin den Stopp der Lieferung Lingener Brennelemente an diese Atomkraftwerke. Die Atomkraftgegner aus dem Dreiländereck Belgien-Niederlande-Deutschland fordern mit allem Nachdruck die Stilllegung der Schrottmeiler. Daher rufen sie auf zu einer Menschenkette am Sonntag, den 25. Juni 2017 auf. Zugleich erinnern sie daran, dass trotz Atomausstiegs-Beschluss auch in Deutschland noch acht AKW-Meiler in Betrieb sind.

Dabei ist auch wegen der nicht lösbaren Entsorgungsfrage mit einer unerhörten Hypothek von 1.000.000 Jahren klar: Alle AKW auf Erden müssen abgeschaltet werden.

An all dies gilt es zu erinnern. Der Elternverein, der BUND und das Antiatomforum rufen aus Anlass des Tschernobyl-Gedenktages zu einem Schweigekreis auf – heute um 18 Uhr vor dem Historischen Rathaus in Lingen (Ems). Initiator Gerd Otten: „Wir gedenken der Opfer der Atomkatastrophe und wiederholen unsere Forderung, so schnell wie möglich aus der Atomenergie auszusteigen, in Deutschland, Europa und überall. Nie wieder Tschernobyl! Atomkraft – nein danke!“