Tränen im Bundestag

28. Januar 2017

Gestern, am 27. Januar: Tränen im Bundestag:

„Bundestagspräsident Norbert Lammert setzt sich. Er zieht ein Taschentuch aus der Hosentasche, wischt sich ein paar Tränen aus den Augenwinkeln. Er hat gerade gesprochen. Es ist der 27. Januar, Holocaust-Gedenktag. Der Tag, an dem vor 72 Jahren das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit wurde. Seit 1996 wird an diesen Tag und den mit ihm verbundenem Schrecken auch im Bundestag erinnert. Seit 2005 unter dem Vorsitz von Norbert Lammert. Der 27. Januar ist kein x-beliebiger Tag im Gedenkkalender der Bundesrepublik.

Die Geschichte habe gezeigt: „Die Würde des Menschen ist antastbar“, sagt Lammert am Ende seiner Rede. „Nirgendwo wurde dieser Nachweis gründlicher geführt als in Deutschland.“ Gerade deshalb müsse der Artikel 1 des Grundgesetzes die „kompromisslose Richtschnur unseres Handels sein und bleiben, kategorischer Imperativ.“ Um nie wieder zuzulassen, dass Menschen in ihrem Lebensrecht beschnitten werden.

Die Tränen kommen Lammert, als er die Namen derer aufzählt, um die es heute hier beispielhaft gehen wird. „Das schulden wir Ernst Putzki, Norbert von Hannenheim, Anna Lehnkering, Benjamin Traub. Das schulden wir allen Opfern, derer wir heute gedenken.“ “


Quelle: tagesschau.de

(Textauszug aus der Süddeutschen)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s