Darf man, soll man, muss man das?

13. November 2016

bildschirmfoto-2016-11-13-um-00-07-48Mit dem Stück „Über meine Leiche“ hat der Schauspieler Stefan Hornbach den 2. Osnabrücker Dramatikerpreis gewonnen. Marlene Anna Schäfer hat es jetzt schlüssig inszeniert.

Die taz berichtet: „Darf man, soll man, muss man das? Ein schweres Thema leicht, die schlimmste Art der Fremdbestimmung mit einem Lächeln nehmen – und Humor auf Tumor reimen? Galgenhumor zum Totlachen: Aber nicht respektlos und mit immer absurder werdenden Komikmitteln versucht Stefan Hornbach der ohnmächtig empörten Verzweiflung eines jungen Krebspatienten dramatischen Ausdruck zu verleihen. So dass eben nicht deprimierendes Mitleidstheater entsteht, sondern überhaupt erst mal eine Möglichkeit für Patienten und Publikum, einen Umgang mit der Krankheit zum Tode zu finden.

Die Uraufführung dieses Stückes – „Über meine Leiche“ – hatte Hornbach als 1. Preisträger des 2. Osnabrücker Dramatikerpreises gewonnen. Den Preis überreichte nun Regisseurin Marlene Anna Schäfer. Mit federleichtem Sarkasmus, unzimperlich fidelen wie sinnkräftigen Bildern in formschönem Setting findet ihre Inszenierung einen schlüssigen Zugriff auf den Text.

Der eher zufällig entstanden ist. Denn der 30-jährige Hornbach ist Schauspieler, hat 2015 das Studium an der Akademie für darstellende Kunst in Ludwigsburg abgeschlossen und einen Teilzeitspielvertrag am Theater Heidelberg unterschrieben. Dort steckt er gerade in den Endproben zum Weihnachtsstück. Die böse Frau Prysselius, die Pippi Langstumpf in ein Heim einweisen will, ist seine Rolle. Hornbach: „Die Kinder im Publikum werden mich fertig machen.“ Und was die nicht schaffen, erledigen die Arbeitsbedingungen. Zweimal täglich wird gespielt, insgesamt 70 Aufführungen sind angesetzt. Hornbach ist jung und braucht das Geld? „Nein, das ist meine Stadttheaterabgewöhnung“, sagt er. Literatur sei angesagt.

Hornbach plünderte unveröffentlichte Kurzgeschichten und komponierte aus all dem eine Textbruchstückcollage

Drauflos formuliert hat er schon immer. Song-Lyrics, Rap-Poesie, Gedichte, Prosaminiaturen. Auch an Kursen für „Kreatives Schreiben“ hat er teilgenommen, während der Ausbildung auch die Wechselbeziehung vom Verfassen und Spielen eigener Texte erkundet. Eine zehnseitige Ideenskizze entstand, Hornbach schickte sie nach Osnabrück – und wurde als einer von sechs aus 100 Bewerbern eingeladen zu Workshops, Gruppen- und Einzelgesprächen.

Das Preisträgerstück soll …“

[weiter bei der taz

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