mein Kind

24. September 2016

bildschirmfoto-2016-09-23-um-22-52-58

HRS

24. September 2016

correctivBevor Sie heute ein Hotel über HRS buchen, sollten Sie diese Recherche von Leonie Weigner auf correctiv.de über die Praktiken von HRS lesen und sich überlegen, ob damit ein Alleinstellungsmerkmal von HRS beschrieben wird oder ob auch die anderen Hotelplattformen vorn beim Beschiss dabei sin; die Leserkommentare lassen dies naheliegend erscheinen

Im August 2016 klingelt das Telefon von Robert Schaller*, Inhaber eines Hotels in Nordrhein-Westfalen. Schaller hebt ab. Am anderen Ende ist – wieder einmal – ein Mitarbeiter der Hotelbuchungsplattform HRS. Schaller kennt den Mann, er sei sein „persönlicher Betreuer“, rund alle zehn Tage melde er sich mittlerweile. Mit dem immer gleichen Vorschlag, den er laut Schaller auch an diesem Tag wieder vorgetragen habe: Schaller solle HRS für ein Wochenende nicht 15, sondern 19 Prozent des Zimmerpreises als Provision überweisen. Dafür stehe sein Hotel dann weiter oben in der Liste seiner Stadt.

Oder, in der Sprache von HRS: Schaller solle das „Ranking“ seines Hotels „boosten“. Ankurbeln. Steigern. In die Höhe treiben…

[…weiter bei correctiv]

Die Recherche von coorect!v erscheint gleichzeitig bei deren Kooperationspartnern im „Tagesspiegel“, im „Kölner Stadtanzeiger“, im „Mannheimer Morgen“, in der „Mittelbayerischen Presse“, den „Nürnberger Nachrichten“, der „Sächsischen Zeitung“, der „Badischen Zeitung“ und im WDR

(*Name geändert…)

update am 25.9.

Vor März

23. September 2016

Im März nächsten Jahres wird in den Niederlanden ein neues Parlament gewählt. Die Parteien scheinen sich auf einen Wahlkampfmarathon vorzubereiten. Ein halbes Jahr bevor die Niederländer zu den Wahlurnen gebeten werden, laufen die Wahlkampagnen schon an. Die Strategien der Parteien fallen dabei sehr unterschiedlich aus.

WahlNiederlandeWenn heute Wahlen wären würde die VVD, laut Umfragen des Meinungsforschungsinstituts IPSOS, von gegenwärtig 41 Sitzen im Parlament auf 28 Sitze abrutschen. Bei Koalitionspartner PvdA sieht es noch düsterer aus, die Sozialdemokraten würden von der Zeit 38 Sitzen auf nur noch 11 Sitze fallen. Die Nichtregierungs-Parteien würden sich hingegen allesamt steigern. So käme die Partei von Geert Wilders, die PVV, von jetzt 15 auf 24 Sitze. Dieses Umfrageergebnis fällt für die rechtspopulistische PVV allerdings noch moderat aus. Laut den Umfragen von Maurice de Hond, einem bekannten und häufig zitierten Meinungsforscher in den Niederlanden, bildet die PVV seit Monaten die stärkste Kraft innerhalb des niederländischen Parteienspektrums. Insgesamt lässt sich mit Blick auf das Stimmungsbarometer feststellen: Die großen Parteien verlieren zu Gunsten der kleineren Parteien.

Im politischen Den Haag dürften die jüngsten Zahlen den Politikern und Spin-Doktoren nicht entgangen sein. Jetzt heißt es sich ins Gespräch zu bringen. Denn nur derjenige, der von der Bevölkerung gekannt wird, wird auch gewählt. Schon seit geraumer Zeit betrachten die Parteien darum nicht mehr nur inhaltliche Wahlpräferenzen als entscheidenden Faktor bei Umfragen, sondern auch die Bekanntheits- und Sympathiewerte der Politiker, die ins Rennen geschickt werden sollen, spielen eine entscheidende Rolle.

Schon diese Woche, wird es mit dem Prinsjesdag, bei dem traditionell der Haushalt für das nächste Jahr vorgestellt wird und den anschließenden Algemene Politieke Beschouwingen, der dazugehörigen Debatte mit dem Ministerpräsidenten, eine solche Gelegenheit geben, sich selbst ins Rampenlicht zu bringen. Aber auch inhaltlich hat es bereits ein „stormpje“, also ein Stürmchen, wie es die Zeitung NRC-Handelsblatt ausdrückt, gegeben. So fordern unter anderem GroenLinks, PVV, SP und 50Plus die Abschaffung des eignen Beitrags zur Versicherung. Das sogenannte Eigenrisko wird jedes Jahr am Prinsjesdag neu bestimmt. Dieses Jahr sieht es so aus, als steige der Beitrag zum ersten Mal seit Jahren nicht.

Dass der Wahlkampf bereits begonnen hat steht für fast alle Parteien fest. Nur die PvdA schlägt andere Töne an. Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Diederik Samson, sagte mit dem Hinweis darauf, dass sich von den Bürgern im Moment noch keiner ernsthaft mit den Wahlen beschäftige: „Ich gönne den Niederlanden noch ein paar Monate Ruhe bevor das Wahlfieber ausbricht.“ Die PvdA scheint im Gegensatz zu anderen Parteien mehr auf einen Wahlsprint als auf einen Marathon hinzuarbeiten. Das kann insofern wenig verwundern, als dass die Partei erst im Dezember ihren Spitzenkandidaten wählen wird.

Anders hingegen argumentieren D66 und GroenLinks: Gerade weil die Niederländer sich momentan noch nicht übermäßig mit Politik beschäftigten, müsse man schon jetzt ihre Aufmerksamkeit gewinnen. GroenLinks organisiert deswegen zahlreiche meet-ups mit ihrem Vorsitzenden Jesse Klaver. Die Demokraten von der D66 haben sich zu diesem Zweck bereits mehr Space auf Facebook erkauft. Auch die VVD setzt beinahe fanatisch auf Social Media, um potentielle Wähler zu erreichen. Ansonsten scheint es aktuell das wichtigste Ziel der VVD zu sein, der PVV den Wind aus den Segeln zu nehmen. Dabei arbeitet die Partei mit einer Doppelstrategie: Einerseits nimmt sie die ureigenen Themen der PVV auf, andererseits stellt sie Wilders als einen gefährlichen Radikalen dar, der wegläuft, wenn es ernst wird. Etwas anderes als das Fischen am rechten Rand, um zu verhindern, dass die PVV tatsächlich stärkste Kraft wird, fällt der VVD im Moment scheinbar nicht ein. Unvergessen ist in dieser Hinsicht Parteichef Ruttes Auftritt bei Zomergasten, bei dem er türkischstämmigen niederländischen Jugendlichen „verzieh dich“ entgegengeschleudert hatte und sie als „Pöbel“, bezeichnete.

Dass der Wahlkampf gerade erst anläuft, merkt man daran, dass persönliche Angriffe vorerst noch ausbleiben. Auch kann momentan noch nicht die Rede von Polarisierung sein. Die Niederländer schätzen es, wenn ein Kabinett seine Arbeit tut. Um das leisten zu können, muss die Koalition zusammen arbeiten. Das wird sich sicherlich in den nächsten Monaten ändern, aber noch arbeiten VVD und PvdA einträchtig zusammen. Ebenso verhält es sich auch mit anderen Parteien, die davon überzeugt sind, dass die Wähler es gerne sehen, wenn zusammengearbeitet wird. Es gibt gegenwärtig allerlei kleine parteiübergreifende Zusammenschlüsse. So stellten beispielsweise SP und Groenlinks einen Plan vor, um zukünftig die Einkommen anzugleichen. Noch etwas früher taten sich PvDA und Groenlinks zusammen, um ein neues Klimagesetz auszuarbeiten.

Die Niederlande sind das Land mit der höchsten Volatilität in Europa. Welche Strategie sich am Ende tatsächlich auszahlen wird, wird sich wohl erst am Wahlabend des 17. März 2017 zeigen.

 

(Quelle: Niederlande.Net)

scheitern

22. September 2016

bildschirmfoto-2016-09-21-um-22-32-282010 erließ die vor knapp vier Jahren abgewählte CDU-FDP-Regierung Niedersachsens unter Protest von Bürgerinitiativen und Sachkundigen das Niedersächsische Versammlungsgesetz. Dessen Fehler versprach die 2013 neu gewählte rot-grüne Landesregierung zu beseitigen und das Versammlungsgesetz mit einem neuen, „bürgerfreundlichen“ Charakter auszustatten.

Dass die niedersächsische Regierung mit diesem Ziel gerade scheitert, belegt die Stellungnahme zur geplanten Gesetzesreform, die die „Initiative Versammmlungsfreiheit für Niedersachsen“ heute, anläßlich der morgen am 22.9.2016 anstehenden Sitzung des Landtags-Innenausschusses, veröffentlicht.

Die Initiative ist ein breites Bündnis aus Menschen- und Bürgerrechtler_innen und Bürgerinitiativen Niedersachsens, das eine (leider gescheiterte) Verfassungsbeschwerde gegen das 2010 erlassene Versammlungsgesetz organisiert hatte. Das Bündnis sieht sich in der Lage und in der Pflicht, die niedersächsische Regierung von SPD und Bündnis90/Grüne an das zu erinnern, was sie sich selber zum Ziel gesteckt und in den Zeiten ihrer eigenen Landtags-Opposition kritisiert hat.

Hier geht es zur Homepage der Initiative für Versammlungsfreiheit in Niedersachsen

#NichtEgal

22. September 2016

Flüchtling

21. September 2016

bachmannPegida-Anführer Lutz Bachmann hat keine Lust mehr auf sein Land, dessen „Islamisierung“ er so sehr fürchtet und legt sich nun lieber auf der sonnigen Insel vor der afrikanischen Atlantikküste in die Sonne.

Ob das wirtschaftliche oder klimatische Gründe hat, ist nicht bekannt. Hoffen wir mal, das man ihn dort gastfreundlicher empfängt, als er das Einwanderern hierzulande zugestanden hat. Nicht, dass man sich dort noch gegen die Sauerkrautisierung der Paella wehrt. Oder so. Aber schön, wenn man die Möglichkeit hat, sich aussuchen zu können, wo man denn leben möchte. Aber natürlich nur, wenn es um einen selber geht.

Festerling lässt die Katze in einem Kommentar bei Facebook aus dem Sack. Dabei geht es um den Demo-Streit zwischen Pegida und „ihrer“ Organisation „Festung Europa“ und die Spaltungsvorwürfe der Protagonisten. Sie schreibt: „Ich wollte Lutz Bachmann nie (!) die Führungsposition streitig machen, jedoch mit Sigi gemeinsam dafür sorgen, dass Pegida weiter kraft- und anspruchsvoll bestehen bleibt, wenn LB seinen Lebensmittelpunkt nach Tenerifa verlegt und nur noch alle 2 Wochen für seine Widerstands-Show einfliegt.“

(Quelle; Foto: Bachmann CC BY-SA 2.09)

medina markt

21. September 2016

BauerntanzstrDas Durchhalten war nicht ganz einfach: Keine Lounge, kein Billardcafé, kein Handyladen, keine Wettannahmestelle. Alles dankend abgelehnt, unter gleichermaßen wohlfeilen wie oberflächlichen Worten des Stadtoberhaupts über angeblich zu hohe Mieten (Hahaha!).

Mithilfe von Immobilien Kahle und einigen mutigen Zuwanderern gibt es jetzt endlich wieder einen günstigen Supermarkt in Lingens Innenstadt. Bei mir zuhause: medina markt.

Bleibt nur noch die Frage, was mein Vater wohl sagen würde, hätte er noch erlebt, dass aus seiner feinen Konditorei ein Geschäft für Lebensmittel, Obst und Gemüse mit hauseigener Fleischerei unter arabischem Namen geworden ist (geöffnet Mo-Sa 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr)…

*dass

20. September 2016

Bildungsauftrag erfüllt. Der deutsch-französische Fernsehsender ARTE hat mit nur einem Tweet bewiesen, dass die öffentlichen Gelder für die Finanzierung gerechtfertigt sind. ARTE 1:0 RTL. (Quelle)

dass

E-Mail an Petry

19. September 2016

emailanpetry

des Monats

18. September 2016

fckafdIch fürchte, dass heute bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin die Rückwärts-Rallye AFD weitergeht. Da hilft dann dies:

„So viel Witz und Statement gegen Hetze, Rassismus und Dummheit in gerade einmal drei Wörtern. Wir küren Liberté Égalité Fckafdé zum Sticker des Monats.

Die Idee des Stickers stammt aus Köln. Hier könnt ihr den Machern als Support und Zeichen der Anerkennung für die Arbeit gegen Hetze und Rassismus einen Like auf Facebook schenken. Die erste Auflage der Aufkleber ist bereits so gut wie vergriffen. Eine Neuauflage der Sticker ist aber bereits in Planung. Wir halten euch auf dem Laufenden und sagen Bescheid, so bald es neue Sticker gibt.

Mittlerweile haben mehrere Leute den Sticker nachgebaut. Ein druckfähiges PDF gibt es hier zum Download (vielen Dank an Uwe für die Datei). Ein weiteres gibt es hier (vielen Dank an Alter, Naive für Deutschland?).“

(via URBANSHIT)