statt Bauer und Vieh

1. September 2016

Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur geht dieses Jahr an das UNESCO Weltkulturerbe „Mariendom Hildesheim mit Dommuseum und Annexbauten“.

Der Staatspreis ist die höchste Architekturauszeichnung Niedersachsens und wird vom Land in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen vergeben. Dieses Jahr stand er unter dem Titel „Bauen für die Öffentlichkeit“.Die Jury hat den Preisträger aus 96 Bewerbungen  ermittelt. Alle Ergebnisse werden jetzt in einer Dokumentation veröffentlicht und in einer Wanderausstellung an verschiedenen Standorten Niedersachsens gezeigt.

Rathaus_Bissendorf2Sozusagen den 2. Preis, exakt: eine von zwei Nominierungen, erhielt in diesem Jahr das neue Rathaus in Bissendorf bei Osnabrück, also ein Bauvorhaben ganz in unserer  Nähe. Die Jury befand: „Durch die versetzte Anordnung der Baukörper gelingt es den Architekten beispielhaft, den öffentlichen Raum zu gliedern und neu zu definieren. Die herausgearbeiteten Freiräume des Kirchplatzes und des Bürgergartens bieten exzellente Orte öffentlichen Gemeindelebens. Mit seiner markanten Giebelform schiebt sich der Bürgersaal bis auf den Kirchplatz vor und formuliert zusammen mit dem Turmbau der St. Dionysius Kirche eine identitätsstiftende Silhouette. Aufgrund seiner exponierten Lage sowie des bis in den Dachraum offen gestalteten Innenraums wird der Bürgersaal zum Sinnbild eines offen-demokratischen Gemeindelebens.“

Jahrhundertelang wurde das niederdeutsche Hallenhaus („Niedersachsenhaus“) im ländlich-bäuerlichen Norddeutschland gebaut und prägt noch heute viele Gemeinden. In Bissendorf  kommt nun in einem modernen Hallenhaus mit Steilgiebel statt Bauer und Vieh der Gemeinderat zusammen. Die Stuttgarter Architekten Blocher Blocher Partners hatten 2013 den Wettbewerb mit 15 Teilnehmern zum Neubau dieses Rathauses gewonnen. Die Schwaben entwarfen das Ensemble aus Verwaltungsriegel und Bürgersaal in Form eines Hallenhauses, das nun in Nachbarschaft seiner historischen Vorgänger am Bissendorfer Kirchplatz steht. Statt als Fachwerk ist es in Beton konstruiert und verklinkert.

(Quelle und mehr…)

Foto: MirwaldM CC Attribution-Share Alike 4.0 International).

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