Vorwärts, und nicht vergessen

8. August 2016

WilliGernsDie taz berichtet: 60 Jahre nach dem Verbot der KPD treffen sich aufrechte Linke, Kommunisten und Freunde der DDR in Bremen. „Über die DDR fällt kein böses Wort in dieser Runde“. 

„Willi Gerns (Foto lks) ist der „Prototyp eines Revolutionärs“. Das hat ein bundesdeutsches Gericht entschieden, im Namen des Volkes. Drei Mal klagten sie ihn an, 30 Monate steckten ihn Richter ins Gefängnis, die zuvor den Nazis gedient hatten. Er hat seine Strafe abgesessen, bis zum Schluss, nichts bereut. Weil er Kommunist ist. Und sich für die seit 1956 verbotene KPD engagierte. An diesem Abend erntet der 85-Jährige noch einmal großen Applaus für seinen Kampf um die Arbeiterklasse.

„Weg mit dem schändlichen KPD-Verbot“ stand in der Einladung, in großen Lettern. Gut 60 Leute sind gekommen, viele ältere Herren, ein paar Frauen. Der große Saal im Bürgerhaus Weserterrassen ist voll. Fahnen haben sie keine gehisst, nur einen Gitarristen engagiert, der Arbeiterkampflieder singt. Als erstes, natürlich, Brechts Lied von der Einheitsfront: „Es kann die Befreiung der Arbeiter/Nur das Werk der Arbeiter sein.“ Doch hier singen sie alle sehr andächtig, es klingt ein wenig wie in der Kirche.

60 Jahre ist es her, dass das Bundesverfassungsgericht die KPD verboten hat. Das sind…“

[weiter bei der taz]

(Foto: Willi Gerns, DKP Bremen)

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