Tammo Jansen – Negative Dialektik 
Philosophie in der Kunsthalle
Lingen (Ems)  – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Di 31. Mai 16  –  19.30
Karten: 8 Euro, Mitglieder 6 Euro

Tammo_Jansen„Anknüpfend an den letztjährigen Vortrag  über Kant und Hegel, soll dieses Mal in der Reihe Philosophie in der Kunsthalle die Idee von der Dialektik in den Mittelpunkt gerückt werden.
Meint Dialektik noch bei Kant die Selbstwidersprüche der menschlichen Vernunft, geht ihr Begriff bei Hegel über die Sache, ins Integral der Totalität selber.
Vor der Geschichte blamierte sich solcherlei Philosophie. Sie blamierte sich genau in dem Maße wie sie die einzige Grundlage ihrer Erklärung und zugleich Rettung bleibt.
Dialektik – die Darstellung des antithetisch Entfalteten – als philosophische Methode ist nur mehr möglich als negative, als kritische Darstellung der antagonistischen Gesellschaft, somit als kategorisches Existentialurteil.
Der Vortrag wird einen Überblick zur Dialektik bieten und den Versuch unternehmen, den auf Theodor W. Adorno zurückgehenden Terminus einer negativen Dialektik zu explizieren.“

Tammo Jansen ist Philosoph. Er lebt und arbeitet in Osnabrück.

Lehren

25. Mai 2016

“ Eine politische Linie, wie sie  in Österreich bei der Präsidentenwahl nur knapp scheiterte, würde zu einem autoritären Europa führen,

  • das Minderheitenschutz und Religionsfreiheit nicht mehr verteidigt, sondern einschränkt.  
  • Das Fremde für eine Bedrohung statt für eine Bereicherung hält.
  • Das sich zu einem Wirtschaftsverbund von rivalisierenden Nationalstaaten zurück entwickeln würde. 
  • Das den Menschen vorgaukeln würde, sie vor der modernen Welt und der Globalisierung schützen und sie in die vermeintliche Idylle der fünfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückführen zu können.

Das ist natürlich eine große Illusion, aber eine, die bei verunsicherten und ängstlichen Menschen verfängt.
Die Illusionisten reden von Volk  und Vaterland, aber sie meinen die Abwicklung von 70 Jahren europäischer Geschichte. Rechtspopulisten werden sie genannt. Je häufiger der Begriff fällt, um so niedlicher, um so weniger bedrohlich wirken sie. In Wirklichkeit geht es um “weichen Rechtsextremismus”…“

Michael Spreng

wirklich jeder

25. Mai 2016

Ist ja schon gut. Wir sind ziemlich spät dran in dieser Woche und wissen: Dieses Interview ist von gestern. Aber gleichzeitig ist es auch gemacht für die Ewigkeit. Deshalb und weil Standpauken wie diese bitter nötig sind, kann gar nicht oft genug darauf verwiesen werden. Mit Sicherheit ist nicht jede Vokabel glücklich gewählt, aber erstens ist der Typ eben Rapper und zweitens geht es hier um die Haltung dahinter. Wir bedanken uns bei dem Rapper PA Sports für eine klare Ansage, die wirklich jeder verstehen sollte.


(gefunden bei Schlecky SIlberstein via @spiegeloffline)

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