Silke Schatz

6. April 2016

Silke.Schatz

SILKE SCHATZ – HÄNDE HOCH!<

Im Obergeschoss und im Wasserturm:
CHARLIE JEFFERY – “I AM A BELIEVER, I AM OFTEN MISTAKEN”

Lingen (Ems), Kunsthalle, Kaierstr. 10a. April bis 5. Juni 2016

ERÖFFNUNG AM 8. APRIL 2016, 19 UHR

ÖFFNUNGSZEITEN

Di – Fr 10.00 – 17.00 Uhr
Sa, So 11.00 – 17.00 Uhr

Eintritt: 3 Euro / 1,50 Euro ermäßigt
Freitags Eintritt frei

Silke Schatz (geb. 1967 in Celle, lebt in Köln) fertigt Zeichnungen, Skulpturen und Installationen. Sie präsentierte ihre künstlerische Arbeit in Einzelausstellungen in der Kunsthalle Basel (2002), im Boomann Museum in Celle (2006) und im Kunstverein Mühlheim an der Ruhr (2012) sowie in Gruppenausstellungen auf der Manifesta 5 in San Sebastian (2004) und in der Saatchi Gallery in London (2013).

Silke Schatz’ Zeichnungen, Skulpturen und Gemälde erforschen architektonische Situationen als öffentliche und private Orte, als Träger historischer wie gegenwärtiger Sinnzusammenhänge. Die Künstlerin entwickelt ihr Werk in einem bewusst zeitgenössischen Kontinuum. Bezugspunkte ihrer Arbeit findet sie in der Ästhetik moderner Kunst und Architektur, in den Theorien von Literatur und Philosophie ebenso wie in der Reflexion des eigenen Lebens und in den Widersprüchen unserer Zeit und Gesellschaft. Bekannt geworden ist Silke Schatz durch ihre großen, häufig wandfüllenden perspektivischen Architekturzeichnungen, die wie äußerst akkurate Gebäudekonstruktionen wirken. Doch in das akribische Liniensystem schleicht sich Verwirrung ein. Die präzise Darstellung ist gar nicht so präzise, verhindert eine konkrete Raumvorstellung durch die vielen ineinander geschachtelten Schnitte und Ansichten. Innenräume, Fassaden, Querschnitte überlappen sich, formieren so Zonen der Undurchsichtigkeit in der transparenten Zeichnung. Die perspektivischen Fluchtlinien lassen den wiedergegeben Raum als virtuelles Informationsnetz erscheinen.

DSC05203Die Ausstellung in der Kunsthalle Lingen trägt den Titel „Hände hoch!“ und beinhaltet einerseits bereits bestehende Arbeiten zu gesellschaftlich relevanten Themen, beispielsweise ein Werk über das Konzentrationslager Theresienstadt und seinen Ort. Weiterhin entstehen eigens für die Kunsthalle Lingen neue Werke, die sich mit dem Lingener Kernkraftwerk sowie einem Bunker aus der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinandersetzen, so dass eine direkte Beschäftigung mit dem Ort der Ausstellung einen wichtigen Bestandteil der Präsentation bildet. (Quelle)

Charlie Jeffery (geb. 1975 in Oxford) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Reading, England. 2001 residierte er in der Fondazione Pistoletto, Cittadellarte in Biella in Italien. 2010 war er vom Mud Office für einen Künstleraufenthalt in der Synagoge in Delme eingeladen. Seit 1998 lebt er in Paris. Er präsentierte seine künstlerische Arbeit in Einzelausstellungen im Le Quartier, Centre d’art contemporain in Quimper und in Gruppenausstellungen in der Galerie Michel Rein in Paris, im Osan Museum of Art in Korea sowie im Kunstmuseum Olten. Er ist Dozent für Performance an der F+F Schule für Kunst und Design, Zürich, seine jüngste Performance wurde im Centre Pompidou in Paris aufgeführt. Die Kunsthalle Lingen richtet Charlie Jeffery die erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland aus.

Die künstlerische Arbeit von Charlie Jeffery ist häufig prozessual angelegt. Er arbeitet oft mit vor Ort gefundenen Materialien und lotet ihre Eigenschaften und unterschiedlichen Wertigkeiten aus. Objekte aus Materialien wie Gips oder Styropor sowie gefundene Kleidungsstücke flankieren die Schnittstelle zum Design, sie charakterisiert aber vielmehr eine surreale Formensprache, oft wirken die Arbeiten fragil und berühren die Grenze zum Scheitern. Weiterhin arbeitet Charlie Jeffery im Bereich Malerei und Performance, häufig im Kollektiv mit Künstlerkollegen. Die Ausstellung präsentiert einen retrospektiven Überblick über das jüngste Werk von Charlie Jeffery und beinhaltet Malerei, Objekte und Skulpturen. (Quelle)

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