Bernie

14. Februar 2016

Das Vorwahlsystem bei den US-Präsidentschaftswahlen ist schon faszinierend, und Senator Berni Sanders ist es allemal. Der Demokrat verkörpert etwas, das von komservativen US-Besitzwahrern á la  Trump & Co offenbar als das Schlimmste angesehen wird,  was dem Land widerfahren könne: Sozialdemokratisierung. Tatsächlich, analysiert die ZEIT (Lesebefehl!), hat der „demokratische Sozialist“ Sanders „keine Chance in’s Weiße Haus einzuziehen“, auch wenn der 74jährige mit seiner Kampagne bei jungen US-Bürgern punktet und jetzt auch bei den Schwarzen im Land: „I can’t breathe“ waren die letzten Worte von Eric Garner, der durch Polizisten zu Tode festgenommen wurde, sie wurden zum Schlachtruf schwarzen Protests in den USA. Seine Tochter Erica unterstützt seit vorgestern Bernie Sanders in den Vorwahlen mit einem eindrucksvollen Video. Guckst Du:

2 Antworten to “Bernie”

  1. Ziemlich schwache, oberflächliche und falsche Darstellung sowohl in diesem Beitrag, als auch in dem verlinkten „Zeit“ Artikel. Senator Sanders hat sich zu dieser Thematik ebenfalls eindeutig und realistisch geäußert. Er hat völlig richtig einen möglichen Sieg bei den Präsidentschaftswahl nur als „einen Schritt“ bezeichnet. Im November 2017 soll und wird es mit der „political Revolution“, mit den Wahlen zum US Congress, weiter gehen. Zum Ende einer ersten Amtszeit als US Präsident würden dann in 2020 die Neuwahlen zum US Senat anstehen.
    Ist das überhaupt realistisch?
    Ja, denn seine Kampagnen Basis, ist in der Geschichte der US Präsidentschaftswahlen sowohl einzigartig, als auch die Vorraussetzung für erfolgreiche Wahlkämpfe zum Congress und zum Senat. Diese Basis, die eben nicht aus wenigen Einzelspendern besteht, sondern aus einer riesigen Basis von ca. 4 Millionen begeisterten Einzelpersonen ist motiviert, vorbereitet und wie sich ja gerade gezeigt hat eine solide finanzielle Grundlage um diese Wahlkämpfe zu führen und zu gewinnen.

    Noch ein letzter Aspekt, der in dem „Zeit“ Artikel angesprochen wird und vor allem ein Zeugnis für eine maßlose realitätsferne darstellt, warum sollte Bernie Sanders denn überhaupt die „wohlhabende Bevölkerungsschicht“ für sich gewinnen müssen? Diese wohlhabende Schicht, die einmal die obere Mittelschicht darstellte, gibt es doch so gut wie nicht mehr, sie ist zahlenmäßig so gut wie unbedeutend oder kämpft massiv um die Erhaltung ihres Wohlstands, womit sie zwangsläufig zum Sanders Klientel zu zählen sind.
    Fazit:
    Die „politische Revolution“ hat in den USA gerade erst begonnen und wird mit den US Präsidentschaftswahlen einen ersten Schritt für weltweite Veränderungen darstellen.
    Und das ist auch gut so!

  2. […] Gerne wird der Kandidat der Demokraten zum US Präsidenten, Bernie Sanders als nett, sympathisch, vertrauenswürdig, aber ohne Aussicht auf Erfolg, dargestellt. Vor allem in Deutschland neigt die Medienlandschaft ziemlich eindeutig dazu das US Establishment zu unterstützen. Berichte und Artikel über diesen Bernie Sanders sind selten zu Indien und wenn wird Bernie Sanders darin eher als aussichtsloser Träumer dargestellt. Zum Beispiel hier: […]

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