Salam aleikum, Pax vobis, Shalom!

2. Februar 2016

Rund 400 Teilnehmer nahmen heute Abend an dem Friedensgebet teil, das vom Forum Juden Christen im Kulturforum St. Michael organisiert und von christlichen, jüdischen und muslimischen Geistlichen getragen wurde; musikalisch wurden die insgesamt sechs Gebete von Joachim Diedrichs, Maria Tillmann-Bürger und Steffi Heider umrahmt. Das Fazit: Die Teilnehmerzahl spricht sicherlich für die Veranstaltung, mehr aber noch für die Gesellschaft unserer Stadt. 

Der Vorsitzende des Forums, Dr. Heribert Lange, eröffnete das Gebet mit diesen Worten:

Friedensgebet„Erlauben Sie mir, Sie alle, die unserer Einladung zum gemeinsamen Friedensgebet hier im Kulturforum der Stadt Lingen gefolgt sind, herzlich zu begrüßen und ebenso herzlich willkommen zu heißen.

Wir: Das sind das Forum Juden Christen im Altkreis Lingen, die christlichen Kirchen Lingens mit den Pastoren Thomas Burke und Dieter Grimmsmann, die Jüdische Gemeinde Osnabrück mit ihrem Gemeindevorsteher Michael Grünberg und die Moscheegemeinde der Sultan Achmed Moschee Nordhorn mit ihrem Imam Fedai Ar.

Ich freue mich sehr, dass Sie so zahlreich gekommen sind, um heute mitzutun bei unserem gemeinsamen Vorhaben, für den Frieden in unserem Land und den Frieden unter den Menschen und für den Frieden überall in der Welt zu beten. Wir wollen damit zugleich ein Zeichen setzen: Ein Zeichen gegen Terror, Krieg, Mord, Gewalt und Intoleranz. Denn der Gott Abrahams, den wir alle hier, wenn auch jeder auf seine Weise, als den Gott unserer Religionen anerkennen und an den wir glauben, hat seinem Volk ausdrücklich den Frieden aufgetragen: den Frieden, der von der Achtung der Menschen voreinander ausgeht.

Aus dem Koran kennen wir den Satz: „Niemand von Euch hat den Glauben erlangt, wenn er nicht für seine Brüder liebt, was er für sich selbst liebt.“ Und aus der Thora, dem 3. Buch Mose und der christlichen Bibel, dem Evangelium des Matthäus kennen wir die wortgleichen Sätze: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst!“

Krieg, Terror, Gewalt, aber auch die Mißachtung oder gar Ächtung von Menschen, ihrer Kulturen und ihrer Lebensweisen, können darum vor dem Gott Abrahams weder Gefallen noch Rechtfertigung finden.

Dem Glauben an die Friedensidee und dem Auftrag der Friedensstiftung fühlen wir alle uns hier verpflichtet, und sind heute zusammengekommen, um diesen Glauben gemeinsam zu bekennen, uns im Vertrauen darauf zu begegnen und Gemeinsamkeit und Gemeinschaft zu erleben und zusammenzustehen, und für ein friedliches Zusammenleben mit allen Menschen Zeichen zu setzen und Beispiel zu geben.

Sie sind eingeladen, nun den Texten aus den heiligen Schriften, der Musik und den Gebeten zu folgen, die unsere Friedenswünsche und unseren Friedenswillen vor Gott tragen und den Menschen nahebringen sollen.

Salam aleikum, Pax vobis, Shalom!“      

 

update 3.2.

 

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