Bürgerwehr

21. Januar 2016

„Bürgerwehren“ erfreuen sich gerade unter den Besorgten auch hierzulande neuerlich steigender Beliebtheit. Ich weiß, dass es im ländlichen Bereichen seit Jahren sogenannte Sicherheitspartnerschaften gibt, die abends und nachts nach dem Rechten sehen. Bei den selbst ernannten Bürgerwehren allerdings wollen auch gerne Rechte nach dem Rechten sehen. Das verschafft offenbar nicht nur mir Unbehagen. In Finnland haben ein paar Clowns jetzt mal bei der Bürgerwehr „Soldiers of Odin“ nach den Rechten gesehen.

(Quelle)

[ps. Was da in Tampere läuft, versteht man auch ohne Finnisch-Kenntnisse; zumal Finnisch für Mitteleuropäer sowieso kaum zu lernen ist, aber Clowns verszeht man überall Rosenmontag ist dieses Jahr am 08. Februar. ]

immer öfter

21. Januar 2016

„Meine Kollegin war schon auf dem Weg nach Hause, als einer der Teilnehmer zu mir kam und meinte, dass Duisburg für mich eine Nummer zu groß sei und er mich „Presseschwuchtel“ beobachtet und abstechen wird, sobald er mich alleine später treffen wird. Die anwesenden Polizeibeamten darauf angesprochen, reagierten jedoch anders als ihre Kollegen und zuckten nur mit den Schultern und den Worten: „Sie als Pressevertreter provozieren die Rechten ja auch und müssen sich daher nicht wundern.“ So berichtet Marcus Arndt im neuen Blog des Deutschen Journalistenverbandes DJV.

AugenZeugenblogÜbergriffe auf Journalisten, Schlagen, Prügeln, Treten kommen bei rechtsradikalen Demos immer öfter vor.  Die rechtsradikalen Demonstrationen werden immer aggressiver und gewalttätiger. Es steht also zu befürchten, dass die Anzahl der Straftaten schnell weiter wächst. Wir glauben, dass wir entschiedenes Handeln der Politik und Sicherheitskräfte gegen die permanente Verletzung der Pressefreiheit nur erreichen, wenn wir Zahlen und Fälle dokumentieren können. Auf dieser Seite kommen Augenzeugen zu Wort, schildern ihre Erlebnisse und Zusammenstöße mit den Feinden der Pressefreiheit. DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall fragt nach, fühlt Politikern auf den Zahn und schildert, was es mit dem wachsenden Unbehagen am rechten Rand der Gesellschaft mit den Medien und dem Journalismus auf sich hat. Ziel ist es, für einen fairen Umgang mit Berichterstattern zu werben und gleichzeitig Verantwortliche in der Politik für die wachsende Problematik zu sensibilisieren.