Richtung Gras

13. Januar 2016

„Wer künftig Gras benötigt“, schreibt heute Abend die ZEIT, „um etwa seine chronischen Schmerzen zu lindern, soll es leichter haben. Das Gesundheitsministerium schlägt in einem Referentenentwurf vor, die strengen Auflagen für Medizinalhanf zu lockern. Gleich eine ganze Behörde soll sich darum kümmern.

Eine Cannabisagentur mit zunächst fünf Mitarbeitern soll jegliche Mengen von legal in Deutschland geerntetem Marihuana und Haschisch aufkaufen. Die Behörde wäre dafür zuständig, die Qualität des Cannabis zu kontrollieren und zu überwachen, seine Verpackung zu begutachten und zu garantieren, dass das Gras als Medikament gut verfügbar ist. Sie soll auch regeln, wie der pflanzliche Rohstoff an Großhändler geliefert und rasch und sinnvoll verteilt werden kann.

Was sich anhört wie ein staatlich organisierter Drogenmarkt, ist der Versuch chronisch Erkrankten zu helfen. Denn der Vorschlag für eine „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ sieht keineswegs eine generelle Legalisierung vor. Es geht allein darum, es Patienten zu erleichtern, schneller und günstiger an Medikamente zu kommen, die auf den Inhaltsstoffen des Hanfs basieren….“ [weiter bei der ZEIT]

Wie kommentiert ZEIT-Leser „Dr. John Becker“ trefflich: „Ein Blick in die richtige Richtung, mehr aber leider nicht.“

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