Koschi

12. Januar 2016

KoschiKopfschüttelnder Zwischenruf: Keine Musikveranstaltungen mehr im Koschinski. Wegen Lärmbelästigung der direkten Nachbarn hat das Ordnungsamt der Stadt ein Bußgeldverfahren eröffnet, und es droht ein Bußgeld bis zu 5.000 Euro, schreiben Wirtin Nina und Wirt Onni in einer Nachricht an die „lieben DJay-Nutten,  Beat- und Ahoi Boys, Guter Ton Michi und die Koschi-Treuen“.  Also ist in Lingens Amüsiermeile nur noch synthetisches Feten-Tralala im Palacio. Originalmucke is‘ nicht mehr, keine aufgelegten Platten, kein  Musikerstammtisch, eben kein Programm. Im Koschi in der Schlachterstraße gibt es bis auf weiteres nur noch Bier & Co.

Dabei waren erst im letzten Jahr neue, lärmschützende Fenster eingebaut worden. Doch es half nach Ansicht der bassgeplagten Nachbarn und des lokalen Ordnungsamtes nichts und da unser zentraler Mittelpunkt im südlichen Emsland mit „fast 57.000 Einwohner“ als raumordnerisches „Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen„, ja das „Immer-mehr-faktische-Oberzentrum“ und wie es in diesen (natürlich nur mir) unsäglich-klebrigen erscheinenden Jubelnummern erklingt, zwar mit 2 Mio Euro jährlich die EmslandArena und den immer etwas unflott daherkommenden LWT mit einer weiteren dreiviertel Million bezuschusst, aber unfähig oder unwillig ist, einen Ausgleich zwischen Nachbarn und den Koschi-Leuten zu erreichen, ist jetzt Ruhe. Trotz 3000 Facebookusern, denen das Koschi einfach nur gefällt.

 

der alte Hase

12. Januar 2016

BeranekAktuelles aus dem Stadtrat:

Jürgen Beranek (Foto lks) ist nach –mir ausgesprochen frustreich erscheinenden- Jahren zum Jahresbeginn aus der SPD aus- und bei uns BürgerNahen (BN) eingetreten. Der BN-Vorschlag, ihn nicht als stellvertretenden Ratsvorsitzenden abzuwählen, fand keine Unterstützung bei der CDU-Ratsmehrheit und die SPD-Fraktion ist sowieso nur noch sauer.

Zur Erinnerung: 2011, bei Beginn der Wahlperiode gestand die CDU-Ratsmehrheit der SPD zwar nicht das geforderte  Bürgermeisteramt, aber doch das protokollarisch hervorgehobene Ehrenamt eines 2. stellv. Ratsvorsitzenden zu. Also kündigte mir CDU-Fraktionschef Uwe Hilling in einem Telefongespräch an, man wolle daran festhalten und deshalb dem von den Sozialdemokraten, der „zweitstärksten Fraktion im Rat“ angekündigten Abwahlantrag gegen Jürgen Beranek zustimmen. Ich kann das nachvollziehen, auch wenn ich es menschlich nicht gut finde, Jürgen Beranek, den „Alterspräsidenten“ des Stadtrates, so zu behandeln.

Allerdings wird es mit der Abwahl von Jürgen Beranek nichts werden, was ich den Leserinnen und Lesern dieses kleinen Blogs im Vertrauen sage. Jürgen Beranek hat nämlich inzwischen einen Brief an OB Krone geschrieben und ist darin von seinem stellvertretenden Ratsvorsitzenden-Amt zurückgetreten. Hat eben Stil, der alte Hase.

Übrigens hat die CDU gleichzeitig unserem BN-Vorschlag zugestimmt, die Vorsitzenden der Ratsausschüsse so kurz vor den Kommunalwahlen nicht zu verändern. Jürgen Beranek ist Vorsitzender eines Ratsausschusses und wird das bleiben. Das ist in Ordnung und auch die SPD will da mitmachen. Mit anderen Worten: Das von den BürgerNahen vorgeschlagene interfraktionelle Gespräch braucht daher morgen nicht stattzufinden.

Janßen

Beraneks Nachfolgerin soll wohl Susanne Janßen (SPD, Foto lks) werden. Das ist praktisch. Sie sitzt künftig auf Jürgen Beraneks Platz am Kopf des Ratssitzungssaals und er wechselt auf ihren Platz, direkt neben der BürgerNahen Margitta Hüsken.

Vielleicht aber kehrt Jürgen Beranek auch bald ganz nach vorn zurück: Sollte er nämlich bei den Kommunalwahlen ’16 kandidieren und genau heute in acht Monaten ein Mandat erringen, könnte er womöglich -wie schon 2011- als Alterspräsident die nächste Wahlperiode eröffnen.

(Fotos: Stadt Lingen (Ems)