OMM in Tecklenburg

3. Januar 2016

OM_Landschaft_mit_weisser_BankSeit einigen Wochen gibt es in der Region ein neues Museum: Das Otto-Modersohn-Museum in Tecklenburg. Otto Modersohn, dessen Namen das neue Ausstellungshaus trägt, ist einer der bedeutenden deutschen Landschaftsmaler des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der 1865 im westfälischen Soest geborene Künstler hinterließ ein umfangreiches Werk, das nun in Teilen in Tecklenburg zu sehen ist. Gezeigt werden vor allem zwischen 1885 und 1892 entstandene Arbeiten, die Modersohn bei Aufenthalten bei seinem in Tecklenburg lebenden Bruder malte.

Die Gründung des Museums geht zurück auf ein Angebot, das Rainer Noeres vom Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude (OMMF) wohl spontan am 27. März 2014 am Ende eines Vortrags machte, den er in Tecklenburg über “Otto Modersohn in Tecklenburg“ hielt:
Wenn sich in Tecklenburg Menschen fänden, die ein Haus anböten, würde sein OMMF „mit Freuden“ Bilder und Zeichnungen aus dem Frühwerk des Künstlers zur Verfügung stellen, die eindrucksvoll die Bedeutung seiner westfälischen Heimat, insbesondere seine Begegnung mit dem Tecklenburger Land für seine Abkehr vom Akademismus und seine Hinwendung zur zeitgenössischen Landschaftsmalerei vor Augen führten.

Es ging dann sehr schnell, wie die Webseite berichtet. Der Künstler hatte sich in den Jahren 1885, 1886, 1888, 1891, 1892, 1917, 1919, 1927 und 1931 jeweils längere Zeit in Tcklenburg bei seinen Verwandten aufgehalten. Logierte er 1885 und 1886 noch bei seiner Tante, so besuchte er 1888, 1891 und 1892 seinen älteren Bruder Wilhelm, der in Tecklenburg Amtsrichter war und mit seiner Frau Elisabeth Modersohn ein stattliches Haus (das heutige „Haus des Gastes“) bewohnte. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Legge konnte neben jenem Haus seines Bruders das Haus Markt 9 erworben werden.  Direkt nebenan ist das neue Museum, das von einer Stiftung und einem Förderkreis getragen wird.

Es wurde renoviert und verfügt über fünf Ausstellungsräume. Das Otto-Modersohn-Museum in Tecklenburg hat eine breite Basis mit Werken des Malers, der zu den Mitbegründern der berühmten Künstlerkolonie Worpswede gehörte. Die meisten Ausstellungsstücke stammen aus dem Frühwerk Modersohns und kommen – wie von Rainer Noeres versprochen – vom Modersohn-Museum in Fischerhude. Es sind vornehmlich Zeichnungen und Ölbilder, aber auch Skizzen- und Tagebücher.

Auch der Kreis Steinfurt hat seine Modersohn-Werke zur Verfügung gestellt.  Hinzu kommen Leihgaben aus Privatbesitz.

Schon in den ersten Wochen seit seiner Eröffnung hat  das neue Museum Kunstinteressierte aus ganz Deutschland angelockt. Die Initiatoren hoffen auf jährlich 15000 Besucherinnen und Besucher. Von Oktober bis März ist das Museum am Samstag und Sonntag, in den anderen Monaten von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 18 Uhr, geöffnet [mehr Informationen…]

Weiters auf der Internetseite des Otto-Modersohn-Museums Tecklenburg.

(Otto Modersohn: Landschaft mit weißer Bank; Tecklenburg 1892; Frühling in Tecklenburg, Tecklenburg 1888 )

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