Salt resultats

21. Dezember 2015

Spanien hat gewählt, also auch Lingens katalonische Partnerstadt Salt. Hier die Resultate und ein Link zum Bessersehen. Salt wählte mehrheitlich links. Die Resultate der Provinz Girona finden sich hier, die der Region Catalunya hier und die Geamtergebnisse aus Spanien hier.

Stärkste Kraft in Salt wurde EN COMU, also vereinfacht gesagt das katalonische Bündnis der neuen Linkspartei Podemos mit der traditionellen Linkspartei IU [mehr…], dicht gefolgt von ER CATSI, der mit  mit der kleinen Catalunya Sí verbundenen republikanischen katalonischen Regionalpartei (18,9%) sowie der sozialdemokratischen PSC mit 18,7 %. Vierstärkste Kraft wurde mit 17,8 % das Wahlbündnis Democràcia i Llibertat (DL). Die im Vorfeld in manchen Umfragen landesweit bereits zum Gewinner deklarierten rechtsliberalen Ciudados (C’s),  die katalonischen Unabhängigkeitsbestrebungen ablehnt, kam mit 11,9% in der Partnerstadt auf Platz 5, überflügelte damit aber die Regierungspartei PP von Ministerpräsident Mariano Rajoy, die nur noch rund 9,3% erreichte, etwas mehr als halb so viel wie vor vier Jahren.

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Gronau

21. Dezember 2015

Mehr als 100 Jahre stand er aufrecht. Er war nicht nur irgendein Schornstein sondern auch ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Baumwollspinnerei Gronau (BSG). Knapp 68 Meter hoch mauerten ihn Handwerker im Jahre 1911, gaben ihm Wände mit einer Stärke von 1,25 Metern. Er erlebte dann das Aufblühen Gronaus als Textilstadt – und den Niedergang der Textilindustrie.

Am Samstag wurde auch sein Ende besiegelt: 14 Kilo Sprengstoff machten in Sekunden aus dem Wahrzeichen 660 Kubikmeter Bauschutt. Die Sprengung des Kamins bedeutet für Günter Vaartjes das Ende langer Arbeit: 13 Jahre hatte der  Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Gronau, für den Erhalt des Schornsteins gekämpft. „Vorbei“, sagte er nach der Sprengung. Gronaus letzter Kamin der Textilindustrie ist Geschichte.

Hier das youtube-Video. Für mich ist es allerdings ein bisschen reichlich kitschig geraten. Bei der Gelegenheit eine Frage zur Lokalgeschichte in die Runde: Was macht eigentlich unser Lingener Spitzbunker?

(Quelle: GN)