Harald Müller gestorben

18. Dezember 2015

ihk_mueller-harald-emco-foto_maHarald Müller ist tot. Der Lingener Unternehmer starb heute nach langer, mit großer Tapferkeit ertragenen Krankheit. Mit Harald Müller ist eine der prägenden Unternehmerpersönlichkeiten unserer Stadt gegangen. Seit 1975 stand er an der Spitze des von seinem Vater gegründeten EMCO-Unternehmens mit inzwischen weltweit über 1000 Mitarbeitern, davon etwa die Hälfte in Lingen. Die Firmengruppe ist mit ihren Geschäftsfeldern Emco (Bau, Klima, Bad, Elektroroller), den Novus-Büroartikeln und dem Spezialbereich Dahle (u.a. Aktenvernichter und Papierschneidemaschinen) breit aufgestellt. Zuletzt wagte sich Harald Müller vor fünf Jahren auf den Markt der Elektroroller; die hatte er in China entdeckt und war sofort Feuer und Flammer. Überhaupt war der Lingener einer der Ersten, der schon vor 30 Jahren Kontakte in das fernöstliche „Reich der Mitte“ knüpfte. Bemerkenswert war auch, dass der Unternehmer immer wieder auch fertigungsaufträge an die Behindertentagesstätte des Lingener Christophoruswerks vergab. Damit schuf er „eine Brücke für die behinderten Menschen in den normalen Arbeitsalltag hinein“, lobte dazu Lingens OB Dieter Krone, als er Harald Müller vor drei Jahren im Auftrag des niedersächsischen Ministerpräsidenten den Verdienstorden des Landes überreichte.

Neben der unternehmerischen Leistung ist der Name des Verstorbenen seit Jahrzehnten mit der Lingener Kunstszene verbunden. Harald Müller war ein großartiger Mäzen, vielleicht der größte in der Region. Unvergessen ist das Symphoniekonzert der Halleschen Philharmonie, mit der Harald Müller vor 20 Jahren den Wiederaufbau des abgebrannten EMCO-Werks II am Hessenweg feierte. Es war das am besten besuchteste Symphoniekonzert, das je in Lingen ausgeführt wurde. Er förderte den Kunstverein, überreichte 2010 den Kunstpreis an Birgit Megerle  und sponserte das TPZ. Vor allem: Ohne ihn gäbe es das einzigartige Kulturforum St. Michael nicht. Er verhinderte dessen geplanten Abriss und machte aus der aufgegebenen, spröden Reuschberger Kirche einen Platz für Kunst und Kultur. Hoffen wir, dass sein Wunsch in Erfüllung geht und diese Stätte erhalten bleibt.

Ach ja, 1998 sponserte er, als ich ihn fragte, auch einen Trikotsatz für die damalige E-Jugend des TuS Lingen und finanzierte maßgeblich die Fahrt der Nachwuchsfußballer in die damals noch auserkorene neue Partnerstadt Salt. Das machte er ganz vertraulich und mit einem sympathischen „Psst, nicht drüber reden!“…

Harald Müller wird sehr vielen in unserer Stadt fehlen.

4 Antworten to “Harald Müller gestorben”

  1. Anne Coßmann -Wübbel said

    Er möge in Frieden ruhen. Seiner Frau und den Kindern wünsche ich viel Kraft .

  2. Max Beushausen said

    es tut mir sehr leid das zu lesen. mein Beileid gehört der Familie,Freunden. Ich Wünsche ihnen viel kraft in den kommenden tagen.

  3. Ghibely said

    Der ganzen Familie wünsche ich das Sie seiner immer erinnern als ein sozial engagierten Mensch der das wohl ALLER stets im Blick hatte. Ich habe gern mit Ihm 24 Jahre zuletzt als Geschäftsführer der Novus und Dahle eng Zusammengearbeitet mit Erfolg und Harmonie. Ruhe nun in Frieden.
    Bruno Ghibely

  4. Klaus Langer said

    Liebe Ulrike, Liebe Kinder von Harald.
    Mit große Bestürzung habe ich vom Tod von Harald gehört.
    Ich wünsche Euch viel Kraft den Verlust von Harald zu verkraften.
    Er war ein besonderer Mensch,
    Ein stiller Gruß
    Klaus Langer

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