UNICEF

17. Dezember 2015

UNICEF-Schirmherrin Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten,  hat heute den Fotografen Georgi Licovski aus der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien ausgezeichnet.

Das Siegerfoto des internationalen Fotowettbewerbs UNICEF-Foto des Jahres 2015 zeigt die schiere Verzweiflung von Flüchtlingskindern an der griechisch-mazedonischen Grenze. Der Fotograf Georgi Licovski (epa) hielt den Augenblick fest, als dort am 21. August 2015 zwei Kinder zwischen vordringenden Menschenmassen und Grenztruppen von ihren Eltern getrennt wurden.

Mazedonien: Schiere Verzweiflung | © Georgi Licovski/epa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem zweiten Preis wurde die Reportage des schwedischen Fotojournalisten Magnus Wennman (Aftonbladed) ausgezeichnet, der schlafende Flüchtlingskinder im Nahen Osten und auf dem Weg nach Europa fotografierte. Die Leidensfähigkeit, die Kriege Kindern und Eltern abverlangen, steht im Mittelpunkt der dritten Auszeichnung. Sie ging an die in Jerusalem lebende US-amerikanische Fotografin Heidi Levine (Sipa Press) für ihr Portrait eines schwer verletzten palästinensischen Vaters und seines kleinen Sohnes. Der internationale Fotowettbewerb „UNICEF-Foto des Jahres“ wird von der Zeitschrift GEO und der DZ BANK unterstützt.

„Georgi Licovski fängt in seinem Bild wie in einem Brennglas die Verzweiflung von Kindern auf der Flucht ein“, erklärte die Schirmherrin von UNICEF Deutschland Daniela Schadt bei der Präsentation des UNICEF-Fotos des Jahres 2015 in Berlin. „Das Foto ist eine Momentaufnahme, die Europas Dilemma und Europas Verantwortung zugleich festhält.“

„Die Fotografen des Wettbewerbs dokumentieren eindringlich, was Menschen einander und ihren Kindern antun“, sagte Prof. Dr. Klaus Honnef, Vorsitzender der Jury unabhängiger Fotoexperten. „Durch ihre hohe Kunst, ihre Beobachtungsgabe und Einfühlung bezeugen sie aber auch den Mut, die Zuversicht und den Behauptungswillen der Kinder – jenseits der Klischees des Nachrichtengeschäfts.“ )Quelle PM; Foto: © Georgi Licovski/epa)

Der Rechtsextremist Frank Steffen, der in den Medien stets nur Steffen S. heißt, ist der mutmaßliche Attentäter auf Henriette Reker, also die Oberbürgermeisterkandidatin in Köln, die direkt vor der Wahl niedergestochen wurde. Überrascht waren die Polizisten im Oktober bei der Durchsuchung der kleinen Wohnung des Tatverdächtigen in Köln-Nippes. In seinem Computer fehlten die Festplatten. Und nicht nur das. Die Ermittler konnten auch keine Notizen, Dokumente oder Papiere finden, berichtete der WDR kurz nach dem Mordanschlag.

Jetzt gibt es dafür eine Erklärung oder besser einen ungeheuerlichen Verdacht: War der Attentäter auf die OB-Kandidatin  ein V-Mann des Verfassungsschutzes oder hatte er jedenfalls Kontakte zum Verfassungsschutz? Die Bundestagsfraktion von Bündnis’90/Die Grünen wollte detailliert Auskunft und hat nachgefragt, ob es Verbindungen des Tatverdächtigen zu den Verfassungsschutzbehörden des Bundes oder der Länder gab, und die Antwort der Bundesregierung auf die detaillierte  „kleine Anfrage“ lautet:

Zu 14 c)
Die Bundesregierung ist nach sorgfältiger Abwägung zu der Auffassung gelangt, dass eine Beantwortung der Frage nicht erfolgen kann. Der Informationsanspruch des Parlaments findet eine Grenze bei geheimhaltungsbedürftigen Informationen, deren Bekanntwerden das Wohl des Bundes oder eines Landes gefährden kann.

Mit anderen Worten und kurz gesagt: Ja.

Und jetzt die Preisfrage: Welche Lehren sind aus dem NSU-Verfassungsschutz-Skandal gezogen worden?