Häuser des Jahres

12. September 2015

Dienstagabend  wurden im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt die Häuser des Jahres 2015 prämiert. Eine Idee, die ich in kleinerem, lokalen Rahmen gern einmal in unserer Region verwirklicht sehen möchte: „Das Haus des Jahres in Lingen“. Ganz hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auch wenn vor vier Jahren der qualitätsfördernde Vorschlag unserer Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“, in Lingen wie in Dutzenden anderer Klein-, Mittel- und Großstädte einen lokalen Gestaltungsbeirat ins Leben zu rufen um bessere Architektur zu erreichen, am Nein der Ratsmehrheit und ihrer Behauptung scheiterte, dafür sei Lingen zu klein – Lingen „die Stadt des Abrisses vor Nachdenken“. …

Genau in einem Jahr wird Lingens Stadtrat neu gewählt; dann werde ich’s noch einmal versuchen, falls ich denn gewählt werde.

HausdesJahres2015Die Auszeichnung „Haus des Jahres“ wurde zum fünften Mal vom Callwey Verlag und dem Deutschen Architektur Museum Frankfurt  vergeben. Unter 228 Einsendungen wählte die Jury 50 Projekte, die im Rahmen einer Publikation bei Callwey vorgestellt werden, darunter einen Preisträger und sechs Anerkennungen.

Mit dem ersten Preis 2015 wurde das „Haus Kalkschmieden“ von Bernardo Bader Architekten ausgezeichnet. Ein eingeschossiges Satteldachhaus, welches die Jury durch seine Einfachheit überzeugen konnte: „Poetische Normalität“.Interessant finde ich die Erkenntnis, das nur ein deutscher Architekt ausgezeichnet wurde, die anderen kamen aus der Schweiz, aus Österreich und Italien. Wer unter den 228 Einsendungen aus dem deutschen Nordwesten kam, weiß ich nicht und ich habe auch keinen Weg herausgefunden, dies in Erfahrung zu bringen.

Was sonst noch am Dienstagabend im DAM war, liest man reich bebildert im Callwey-Blog:

„Der Schriftsteller Wladimir Kaminer, der als Laie in der Jury saß, „bezeichnet sich selbst als „professionell Ahnungsloser“ und macht sich so seine ganz eigenen Gedanken zum Bauen und teilt die Häuser in vier Elemente FEUER – WASSER – LUFT – ERDE auf um für sich selbst eine Ordnung zu schaffen. Als jemand der nicht im Architekturbetrieb tätig ist, jedoch die Gesellschaft und das Treiben des Alltags sehr genau beobachtet und uns pointiert-ironisch den Spiegel vorhält, war Wladimir Kaminer auch gestern Abend ein großartiger Gastredner.

Architektur kann man auch humorvoll beobachten und beschreiben. Wahrscheinlich wurde selten zuvor so herzlich und viel bei einem Vortrag über Architektur gelacht wie gestern Abend im DAM. Dieser Schuss Humor fehlt so manches mal im hektischen Zeit- und Kostenplan getriebenen Architekturalltag.

Um den Spannungsbogen über den Tag langsam aufzubauen gab es…“

[weiter hier  im Callwey-Blog]

(Foto: Haus des Jahres 2015, 1. Preis „Behauste Scheune“, Bernardo Bader Architekt, Dornbirn, Österreich © Foto: Adolf Bereuter, Dornbirn)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s