2. Grafschaft Open Air

12. September 2015

2. Grafschaft Open Air
5 Stunden mit Adel Tawil Andreas BouraniGlasperlenspiel
Nordhorn  –  Festwiese der Bentheimer Eisenbahn, Otto-Hahn-Straße 1

Heute – ab 18 Uhr, Einlass 16.30 Uhr
Karten 39,90 € VVK

Grafschaft-Open-Air

Aktuelles auf der Facebook-Seite des Festivals.. Das bis spät nachts trockene Wetter hier.

Vor dem Festivalgelände gibt es gebührenpflichtige Parkplätze.

Die Bentheimer Eisenbahn AG setzt  zusätzliche Busse auf ihren Linien 100, 200 und 400 ein – also leider nur innerhalb der Grafschaft Bentheim. Diese Zusatzbusse und alle anderen Busse der Bentheimer Eisenbahn AG können heute ab 12:00 Uhr gegen Vorlage des Festival-Tickets in Richtung Nordhorn genutzt werden. Auch für Rückfahrten um 23:30 Uhr und 00:30 Uhr ist gesorgt.

(hier übrigens zusätzliche Hintergründe zum GOA16 bei Sabine Nuffner)

Alle vier

12. September 2015

Diese Facebook-Gruppe heißt “Brennpunkt Lingen”. Hier wird heiß diskutiert. Zum Beispiel, wie wir Lingener mit neuen Mitbürgern umgehen. Diese Diskussion ist wichtig! Dass sich dabei gelegentlich Mitglieder in eine politische Ecke gedrängt fühlen, mag an ihren eigenen Beiträgen liegen. Selbst dass einige dabei aufgeschnappte Halbwahrheiten posten, akzeptiere ich. Auch, dass einige meinen, dass die Gruppe “Brennpunkt Welt” heißen müsste. Geschenkt. Mir geht es um die Flüchtlinge, die nun mal hier ankommen und wie wir im Brennpunkt Lingen und in der Stadt Lingen (Ems) damit umgehen.
 
Was mich wütend macht:
Bildschirmfoto 2015-09-12 um 00.53.06Viele Mitglieder hier kenne ich persönlich. Vier davon treten hier immer wieder lautstark auf. Alle vier wohnen in vom Staat (also von uns Lingener Steuerzahlern) bezahlten Wohnungen. Alle vier haben ihre Waschmaschinen von der Stadt Lingen bezahlt bekommen. Sie zahlen keinen Cent Miete. Ihre Strom- und Gasrechnung begleicht die Stadt. (also wir). Sie haben wie die Flüchtlinge ein von uns bezahltes Smartphone und ihre Kinder sind tagsüber gut in Schulen, KiTas und Horts untergebracht. Von unseren Steuergeldern! Die vier zahlen keinen Cent dafür!
 
Sie zahlen keine Einkommensteuer, weil sie aus verschiedenen Gründen keine nennenswerten Einkünfte haben. Diese vier, die bestimmt genau wissen, dass ich sie meine, beklagen sich hier lauthals über kostenlosen Wohnraum für Flüchtlinge. Diese vier posten ihre FB-Beiträge, dass wir alle wegen der Flüchtlinge länger arbeiten müssen. Obwohl sie selber gar nicht arbeiten. Oder sie posten Beiträge gegen Gotteshäuser, gleich welcher Art. Obwohl alle vier mit Religion erklärterweise gar nichts am Hut haben. Trotzdem fordert einer von den Vieren, Kirchen in Afrika zu bauen.
 
Hier in Lingen kümmern wir uns nun um die Flüchtlinge, die ankommen. Egal warum! Denn die haben echt Schrecklicheres erlebt als die vier alle zusammen!

Häuser des Jahres

12. September 2015

Dienstagabend  wurden im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt die Häuser des Jahres 2015 prämiert. Eine Idee, die ich in kleinerem, lokalen Rahmen gern einmal in unserer Region verwirklicht sehen möchte: „Das Haus des Jahres in Lingen“. Ganz hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auch wenn vor vier Jahren der qualitätsfördernde Vorschlag unserer Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“, in Lingen wie in Dutzenden anderer Klein-, Mittel- und Großstädte einen lokalen Gestaltungsbeirat ins Leben zu rufen um bessere Architektur zu erreichen, am Nein der Ratsmehrheit und ihrer Behauptung scheiterte, dafür sei Lingen zu klein – Lingen „die Stadt des Abrisses vor Nachdenken“. …

Genau in einem Jahr wird Lingens Stadtrat neu gewählt; dann werde ich’s noch einmal versuchen, falls ich denn gewählt werde.

HausdesJahres2015Die Auszeichnung „Haus des Jahres“ wurde zum fünften Mal vom Callwey Verlag und dem Deutschen Architektur Museum Frankfurt  vergeben. Unter 228 Einsendungen wählte die Jury 50 Projekte, die im Rahmen einer Publikation bei Callwey vorgestellt werden, darunter einen Preisträger und sechs Anerkennungen.

Mit dem ersten Preis 2015 wurde das „Haus Kalkschmieden“ von Bernardo Bader Architekten ausgezeichnet. Ein eingeschossiges Satteldachhaus, welches die Jury durch seine Einfachheit überzeugen konnte: „Poetische Normalität“.Interessant finde ich die Erkenntnis, das nur ein deutscher Architekt ausgezeichnet wurde, die anderen kamen aus der Schweiz, aus Österreich und Italien. Wer unter den 228 Einsendungen aus dem deutschen Nordwesten kam, weiß ich nicht und ich habe auch keinen Weg herausgefunden, dies in Erfahrung zu bringen.

Was sonst noch am Dienstagabend im DAM war, liest man reich bebildert im Callwey-Blog:

„Der Schriftsteller Wladimir Kaminer, der als Laie in der Jury saß, „bezeichnet sich selbst als „professionell Ahnungsloser“ und macht sich so seine ganz eigenen Gedanken zum Bauen und teilt die Häuser in vier Elemente FEUER – WASSER – LUFT – ERDE auf um für sich selbst eine Ordnung zu schaffen. Als jemand der nicht im Architekturbetrieb tätig ist, jedoch die Gesellschaft und das Treiben des Alltags sehr genau beobachtet und uns pointiert-ironisch den Spiegel vorhält, war Wladimir Kaminer auch gestern Abend ein großartiger Gastredner.

Architektur kann man auch humorvoll beobachten und beschreiben. Wahrscheinlich wurde selten zuvor so herzlich und viel bei einem Vortrag über Architektur gelacht wie gestern Abend im DAM. Dieser Schuss Humor fehlt so manches mal im hektischen Zeit- und Kostenplan getriebenen Architekturalltag.

Um den Spannungsbogen über den Tag langsam aufzubauen gab es…“

[weiter hier  im Callwey-Blog]

(Foto: Haus des Jahres 2015, 1. Preis „Behauste Scheune“, Bernardo Bader Architekt, Dornbirn, Österreich © Foto: Adolf Bereuter, Dornbirn)