Gesundheit

26. August 2015

ProduktfinderGestern haben die Medien angekündigt, dass im kommenden Jahr die Beiträge für die Mitgliedschaft in den gesetzlichen Krankenkassen -ausschließlich zulasten der Versicherten- durchschnittlich um 9 Euro/Monat steigen werden. Es ist also Zeit, über die Mitgliedschaft in Krankenkassen zu sprechen. Da passt es sehr gut, dass just in diesen Tagen die Stiftung Warentest eine Vergleichsuntersuchung der Krankenkassen veröffentlicht hat. Ihn nachzulesen und für Geldbeutel und Gesundheit zu nutzen, kostet allerdings 3 Euro.

Das aber lohnt. Denn seit diesem Jahr unterscheiden sich die Krankenkassen nicht nur durch ihre Leistungen und ihren Service, sondern auch durch den Preis. Ein Kassen­wechsel kann mehrere hundert Euro Ersparnis pro Jahr bringen. Der Pro­dukt­finder der Stiftung Warentest zeigt Beitrags­sätze, Leistungen und Service von 78 Kassen und damit für 96 Prozent der gesetzlich Versicherten. Dazu lässt sich mit dem Kassen-Rechner genau ermitteln, wie viel Euro ein Wechsel bringt.

Kassen­wechsel spart hunderte Euro

Die wichtigste Nach­richt für Versicherte: Ein Kassen­wechsel ist seit diesem Jahr noch interes­santer: Bis fast 450 Euro pro Jahr Ersparnis sind drin. Die erzielt, wer 4 125 Euro oder mehr brutto im Monat verdient und von einer Kasse mit 15,5 Prozent Beitrags­satz zu einer mit 14,6 Prozent wechselt. Bei einem Verdienst von 2 000 Euro bringt ein Wechsel immerhin noch ein Plus von mehr als 200 Euro. Der Produktfinder enthält alle aktuellen Beitrags­sätze.

Unterschiede auch bei Leistungen und Service

Außerdem können Sie im Produktfinder schnell recherchieren, welche Kasse welche Extraleis­tun­gen bietet: Um besonders viel Geld geht es etwa bei einer Kinder­wunschbe­hand­lung (künst­liche Befruchtung) oder Osteo­pathie. Dabei schrauben die Kassen kontinuierlich an ihrem Leistungs­angebot. Das zeigt unten stehende Tabelle. Der Produktfinder ist in dieser Hinsicht immer aktuell. Das gilt natürlich auch für den Service der Krankenkassen, etwa die Anzahl der Geschäfts­stellen, die persönliche Beratung durch Kassen­mit­arbeiter zuhause und die Vermitt­lung von Terminen beim Fach­arzt.

Filtern Sie nach dem Frei­schalten der Daten­bank die Krankenkassen zunächst nach Ihren Wünschen. Das können besondere Leistungen rund um die Impfung, Schwangerschaft, besondere Heil­methoden oder Zahn­vorsorge sein. Meist reichen drei Filterklicks in der Daten­bank, um die für Sie am besten geeigneten Kasse zu finden. Die Test­ergeb­nisse Ihrer individuellen Testsieger können Sie sich bequem als PDF auf dem eigenen Rechner speichern. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten der Daten­bank auch Zugriff auf die Test-Artikel der Zeit­schrift Finanztest zum Thema „Krankenkassen“. Steht die neue Wunsch­kasse fest, können Sie mit dem Kassen­rechner schnell rausfinden, wie viel Geld Sie bei einem Wechsel sparen würden. Der anschließende Wechsel ist kinder­leicht. So klappt der Wechsel.

In Deutsch­land gibt es übrigens 123 gesetzliche Krankenkassen. 32 von ihnen sind nur für Angehörige bestimmter Betriebe wähl­bar. In der Daten­bank finden Sie 78 der 91 Krankenkassen, die für die Allgemeinheit „geöffnet“ sind. Diese 78 Kassen decken 96 Prozent aller Beitrags­zahler ab.

Wer das Recht zum Kassen­wechsel hat

StiftungWarentestNimmt eine Kasse erst­mals einen Zusatz­beitrag oder erhöht diesen, dürfen Versicherte umge­hend kündigen. Die Kündigungs­frist beträgt zwei Monate zum Monats­ende. Beispiel: Wenn Sie bis Ende Januar eines Jahres bei Ihrer alten Kasse schriftlich kündigen, beginnt die Mitgliedschaft in Ihrer neuen Kasse zum 1. April. Kündigen Sie wegen einer Beitrags­erhöhung, müssen Sie in dem Zeitraum zwischen Kündigung und Beginn der Mitgliedschaft in der neuen Kasse aber noch den erhöhten Beitrag zahlen. Mit der gleichen Frist können Sie kündigen, wenn Sie mindestens 18 Monate lang Mitglied einer Kasse waren. Dann spielt es keine Rolle, ob ihre Kasse Zusatz­beiträge erhebt oder nicht.

Ein Wechsel bringt keine Nachteile

Keine Angst: Keine Kasse darf gesetzlich Versicherte ablehnen, wenn sie hinein wollen. Auch eine laufende Behand­lung ist kein Wechselhindernis. Sie müssen auch nicht befürchten, in einer güns­tigen Kasse schlechter versorgt zu sein. Etwa 95 Prozent der Leistungen sind bei allen Krankenkassen gleich.

(Quelle: PM Stiftung Warentest)

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