Produktgruppe 54.6

21. Juli 2015

RathausDie öffentliche Hand versucht seit einigen Jahren, ihren Dienst mediengerecht für die allgemeine Wahrnehmung etwas aufzupeppen. Dazu zählt, dass es jetzt in den Kommunalhaushalten reichlich aufgeblasen „Produkte“ heißt, auch wenn nichts produziert wird und sich die Dienstleistung auch in Grenzen hält. Doch manchmal wird etwas richtig Schönes produziert, bei dem der Freiherr von und zu Guttenberg seine wahre Copy-and-paste-Freude hätte.

Also lies‘ Du und finde den Fehler!

„Produktgruppe 54.6
Haushaltsplanentwurf der Stadt Lingen (Ems) 2016.

„Seite 117 von 136

Parkplatzbewirtschaftungsmaßnahmen sind ein wirkungsvolles Instrument zur Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens von Autofahrerinnen und Autofahrern und fördern somit eine umweltverträglichere Verkehrsmittelwahl.

Es werden die vorhandenen Gestaltungsspielräume genutzt, um die jeweils unterschiedlichen betrieblichen Rahmenbedingungen wie beispielsweise Bedienungsangebot des ÖPNV sowie an der Verbindungsqualität mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV), zu berücksichtigen. Parkraumbewirtschaftung meint u.a. gebührenpflichtiges Parken im öffentlichen Straßenraum und verfolgt mehrere Ziele:

1.Effizientes Parken

In innerstädtischen Straßenräumen ist die Nachfrage nach Parkraum höher als das ebenerdige Parkraumangebot; die Folge ist ein umfangreicher Parksuchverkehr. Hier setzt die Parkraumbewirtschaftung an: Sie beeinflusst das Stellplatzangebot und die Nachfrage und trägt so zu einer ausgeglichenen Parkraumbilanz bei. Daher wird sie heute in allen deutschen und europäischen Großstädten zur Verkehrsplanung eingesetzt.

2.Stadt- und Umweltverträglichkeit

Der Verkehr soll effizient und zugleich stadt- und umweltverträglicher organisiert werden – das ist die Maxime des Stadtentwicklungsplans Verkehr Berlin, der die verkehrspolitische Strategie des Senats formuliert. Dies gilt auch für den „ruhenden Verkehr“, das Parken. Die Parkraumbewirtschaftung verringert die Lärm- und Abgasbelastungen durch den Parksuchverkehr. Das Parkraumangebot steht dabei immer in Flächenkonkurrenz zu den anderen Nutzungen des Straßenraums wie Fußgänger- und Radverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr oder Wirtschaftsverkehr und es konkurriert mit Flächenansprüchen für Freiraum und Grün. Die Aufenthalts- und Gestaltungsqualität des öffentlichen Raumes wird durch Kfz-Stellplätze oft beeinträchtigt.

1.Zufriedene Bewohner und zufriedene Gewerbetreibende

Eine Parkraumbewirtschaftung nützt in erster Linie den Bewohnern, aber auch den Kunden, Besuchern und Lieferanten des bewirtschafteten Gebiets. Die Dauerparker (vor allem Beschäftigte) werden zum Umstieg auf Bus und Bahn bewogen. In manchen Fällen können Stellplatzflächen für andere Nutzungen zur Verfügung gestellt werden, etwa für Ladezonen, Radfahrstreifen oder Fahrradabstellplätze.

54.6.633

StVO, StVG

54.6.633.01 54.6.633.02 54.6.633.03 54.6.633.04 54.6.633.05 54.6.633.06 54.6.633.07 54.6.633.08 54.6.633.09 54.6.633.10

Parkbucht Ko.-Ad.-Ring Arbeitsamt Parkbucht Ko-Ad.-Ring Schnittker Parkbucht Ko-Ad.-Ring Turnhalle Parkbucht Ko-Ad.-Ring Fachhochschule Parkbucht Ko-Ad.-Ring Jugendzentrum Parkplatz Pestalozzistraße Parkplatz Wilhelmshöhe Parkbucht Ko-Ad.-Ring/ Am Wall Süd ab 2013 (alt Halle IV) Parkplatz Halle IV (alt: Parkplatz 1Bahnhof) Parkplatz 1 Bahnhof (alt: Parkplatz P11 Bahnhof)

Leistung
Produkt
Auftragsgrundlage

Gestaltung der Umwelt / Verkehrsflächen und -anlagen, ÖPNV 54 Produktbereich Parkeinrichtungen 54.6 Produktgruppe Unterhaltung und Bewirtschaftung von Parkraum 54.6.633 Produkt“

[Der erste, der den Fehler gefunden hat, bekommt ein Robertsblog-Präsent! Mitglieder der Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ und ihre Angehörigen sind aus diesem Quiz ausgeschlossen; sie kennen nämlich die Antwort, und wir haben alle herzlich gelacht; Foto: © milanpaul]

4 Antworten to “Produktgruppe 54.6”

  1. Carsten said

    „Stadtentwickkungsplan Berlin“

  2. Christopher said

    Mal Abgesehen von dem Fehler der mich grade nicht interessiert, finde ich diese Aussage mehr als interessant:

    „Die Dauerparker (vor allem Beschäftigte) werden zum Umstieg auf Bus und Bahn bewogen.“

    Selbst wenn man jemals auf z.B. Bus umsteigen würde wollen, wäre es zu vielen Zeiten gar nicht möglich. Ich denke da besonders an die Anbindung morgens zu den ersten Zügen um 5.56 und 6.04. wo sicherlich so mancher „Beschäftigte“ mit unterwegs sind. Aber, keine Busverbindung. Und mit dem Fahrrad ist bei diesen für jedermann zugänglichen Fahrradstationen auch kaum eine Alternative.

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