Frankfurter Buchmesse ’16

14. Juni 2015

Die Frankfurter Buchmesse 2016 mit den Ehrengästen Niederlande und Flandern wirft einen weiteren Schatten voraus. Nachdem heute verkündet wurde, dass die Boekenweek 2016 „Deutschland“ als Thema haben wird (NiederlandeNet berichtete), organisierte ein großer niederländischsprachiger Verlag jüngst eine Art Speed Dating mit Vertretern großer deutscher Verlage und hierzulande noch unbekannten Autoren.

FBM16„Ich wollte deutsche Verlage gerne mit unseren besten Schriftstellern zusammenbringen“, sagte Mizzi van der Pluijm, Organisatorin der Veranstaltung und Direktorin des Verlags Atlas Contact, in das Mikrofon des NOS-Deutschlandkorrespondenten Jeroen Wollars. Stattgefunden hat die Begegnung in einem Münchener Restaurant, wo rund ein Dutzend Vertreter deutscher Verlage an langen Tischen niederländischen Autoren wie Adriaan van Dis, P.F. Thomése, Nelleke Noordervliet, Midas Dekkers oder Hanna Bervoet gegenübersaßen. Laut van der Pluim allesamt „Menschen, die möglicherweise Nachfolger jener Namen werden, die jeder in Deutschland schon kennt.“ Das es abseits von den gemeinten großen drei Cees NootenboomHarry Mulisch und Margriet de Moor noch weiteres niederländisches Potential gäbe, sei wichtig aufzuzeigen, so die Atlas Contact-Direktorin.

Anlass für den Schriftsteller P.F. Thomése, an der Veranstaltung teilzunehmen, ist neben dem Wunsch, hierzulande bekannter zu werden auch seine Bewunderung für Deutschland und seinen Büchermarkt. „Für einen Autoren ist Deutschland wie nach Hause kommen. Denn das Interesse an Literatur ist dort noch viel größer als bei uns, wo doch der Unterhaltungssektor leider triumphiert hat.“ Das Thomése in Deutschland momentan noch recht unbekannt ist, könnte sich bald ändern. Auf der Matching-Veranstaltung in München habe er laut NOS nämlich durchaus das Interesse mancher deutscher Verlage wecken können.

Manche Verlagsvertreter bilanzieren die Veranstaltung aber eher verhalten. Ob sie einen Nachfolger von Mulisch oder Nootenboom gefunden hätte wollte der NOS-Reporter wissen: „Nicht wirklich, wenn ich ehrlich bin.“ Adriaan van Dis, den Gewinner des renommierten niederländischen Libris Literatuur Prijs in diesem Jahr, wundert es dabei nicht, dass er und seine Kollegen nicht unbedingt mit offenen Armen in Deutschland empfangen werden: „Vor 15 Jahren stand die niederländische Literatur für eine ganz eigene Stimme – es war etwas anderes. Sie war ungezogen, mehr auf die Außenwelt bezogen. Aber das sieht man mittlerweile auch in Deutschland.“ Deshalb sei es anstrengender, als niederländischer Autor auch in Deutschland langfristig Erfolg zu haben.

Bis zur Frankfurter Buchmesse 2016 haben die Autoren noch ein wenig Zeit, ihren Namen hierzulande mehr Bekanntheit zu verschaffen. Die Buchmesse mit den Gastregionen Niederlande und Flandern (NiederlandeNet berichtete) wird vom 19. bis zum 23. Oktober 2016 stattfinden.

(gefunden auf Niederlande.Net}

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