unter schwerem Atemschutz

12. Mai 2015

Feuerwehr

Na?
Auch erst gelächelt über die Einsatzkräfte der Feuerwehr Emsbüren?

Aber hinter der „pm“ (Pressemitteilung) aus der heutigen Lokalzeitung steckt ein gar nicht zu belächelndes Problem. Seit Ende 2012 ist die Leitzentrale für Polizei, Feuerwehr und Krankennotrufe im 60km entfernten Osnabrück zentralisiert. Die Folge in diesem Fall: Da wird einfach mal die falsche Feuerwehr alarmiert und in die falsche Straße geschickt. Wäre die Leitzentrale noch vor Ort in Lingen, wäre das schwerlich passiert.

Wie versicherte die Lingener Polizei es fälschlich vor zweieinhalb Jahren, als die Polizeieinsatzzentrale Lingen ab- und Anrufe aus dem Altkreis nach Osnabrück geschaltet  wurden? „Das wird aber kein Bürger merken“.

Der Brandeinsatz in Emsbüren „unter schwerem Atemschutz“ zeigt etwas anderes und auch sonst wird nicht selten davon berichtet, dass lange gewartet werden muss, bis in der Osnabrück Leitzentrale der Notruf überhaupt angenommen wird. Der Emsbüren-Salzbergen-Fall betraf „nur“ ein Auto. Nicht auszudenken, wenn Menschen betroffen wären.

Meine These: Zentralisierungen sind immer und ausnahmslos mit mehr Bürokratie (hier mit einer eigenes gegründeten „Kommunalen Anstalt des öffentlichen Rechts“ und mietender Polizei) und vor allem Nachteilen für die Bevölkerung oder brennende Autos verbunden. Die weitere Behauptung, es würden „Kosten gespart“, klingt zwar immer gut, wird aber nie geprüft.

(Textausschnitt aus: Lingener Tagespost, 12.5.15)

ps Dass Polizei, Feuerwehr und Krankeneinsätze übrigens in einer einzigen Leitzentrale auflaufen und bearbeitet werden, ist unter Datenschutzgesichtspunkten ebenfalls ein Problem; auch wenn die Protagonisten dieser gemeinsamen Einrichtung dafür den mediensympathischen Begriff „bunte Leitzentrale“ verwenden. Bunt ist da nämlich gar nichts; denn wer möchte immer schon gleich auch die Polizei informieren, wenn nur Hilfe benötigt wird? Aber das ist ein anderes Thema….

3 Antworten to “unter schwerem Atemschutz”

  1. Marius Hellhake said

    Der Beitrag ist von oben bis unten voller Fehler.
    1. Feuerwehr und Rettungsdienst im Emsland werden nicht aus Osnabrück alarmiert sondern wie gehabt aus der Rettungsleitstelle des Landkreises Emsland im Kreishaus in Meppen. Durch die Vernetzung der Leitstelle in Meppen mit der Leitstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim in Nordhorn kann es höchstens passieren das ein Notruf in Nordhorn entgegengenommen wird, wenn in Meppen alle Disponenten belegt sind.
    2. Daraus ergibt sich, das es KEINE gemeinsame Leitstelle mit der Polizei gibt und auch im Landkreis Emsland nie gab.
    3. Nur die Leitstelle der Polizei ist vor einiger Zeit nach Osnabrück ausgelagert und dort zentralisiert worden. Über Sinn oder Unsinn lässt sich streiten.
    4. Zeiten, in denen die Feuerwehren des Altkreises Lingen aus Lingen alarmiert wurden sind schon lange vorbei.
    5. Der Fehler muss nicht unbedingt kann aber natürlich bei der Leitstelle gesucht werden. Das Problem ist aber, das sich viele Leute die einfach nur nach ihrem Navi im Auto fahren nicht mehr bewusst sind, wo genau sie sich gerade befinden und dann sehr oft falsche oder sehr ungenaue Ortsangaben am Telefon gemacht werden und so dann halt auch mal die falsche Feuerwehr zum falschen Einsatzort alarmiert wird. Was natürlich in jedem Fall möglichst zu vermeiden ist.

    • Nach meinen Informationen ist der Notruf zuerst bei der Osnabrücker Leitzentrale aufgelaufen. Ob er dann über Meppen gelaufen ist, weiß ich nicht.

      • Steffen H. said

        Dann hat der Anrufer schon mal den ersten Fehler gemacht, nämlich die 110 anzurufen, für Feuer gibt es ja schließlich seit 1948 bzw. 1973 bundeseinheitlich die 112. Das Problem der falschen Ortsangaben habe ich auch schonmal persönlich erlebt, alarmiert aus meiner jetzigen Integrierten Leitstelle. Das passiert halt, wird aber eigentlich durch das Einsatzleitsystem vermieden (habe ich einen Straßennamen in mehreren Orten weist das System den Disponenten auf eine genauere Abfrage hin). Wenn nun aber der Anrufer nicht weiß wo er ist (und wenn man das nicht weiß, dann sollte man wirklich darüber nachdenken seinen Lappen in Meppen oder jeder anderen Führerscheinstelle zur sicheren Verwahrung abzugeben), dann bringt es mir auch nichts wenn jede Kuhbläcke ihre eigene Leitstelle hat. Und bezahlen möchte ich das auch nicht.

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