aktuell bereits

13. April 2015

Heute schon Verwaltungsprosa gelesen? Nun, hier beispielsweise dramatisiert die Lingener Stadtverwaltung ihre unerhört anstrengenden Herausforderungen, denen sie sich „seit längerer Zeit in Lingen“ und in hartem werktäglichen, mehrstündigem Einsatz widmet. Und das liest sich so:

„Die Zahl der in die Bundesrepublik Deutschland einreisenden Flüchtlinge ist in den letzten 1 1⁄2 Jahren stark angestiegen. Über einen Verteilungsschlüssel erfolgt eine Zuweisung der Flüchtlinge auf die einzelnen Kommunen. Für die Stadt Lingen (Ems) bedeutete dies in der Vergangenheit die Zuweisung von 67 Flüchtlingen im Jahr 2013, 2014 waren es bereits 147 Flüchtlinge. Hinzu kommen die Flüchtlinge, die seit längerer Zeit in Lingen leben.

Zu Beginn des Jahres 2015 wurde angekündigt, dass der Stadt Lingen bis Ende des 3. Quartals weitere 230 Personen zugewiesen werden; nach aktuellen Mitteilungen ist diese Personenzahl bereits bis Ende des 2. Quartals aufzunehmen. Es ist damit zu rechnen, dass für das 2. Halbjahr eine ebenso große Zahl von Flüchtlingen zugewie- sen wird und in der Stadt Lingen mit Wohnraum zu versorgen ist. Folglich ist für das gesamte Jahr 2015 mit ca. 460 Personen zusätzlich zu den aktuell bereits ca. 500 in Lingen (Ems) lebenden Flüchtlingen zu rechnen…“

[mehr hier in dieser, dann doch eher nichtssagenden Verwaltungsvorlage]

ps „Übrigens geht die Zahl der Asylsuchenden aus dem Kosovo seit Anfang März 2015 stark zurück: Kamen zu Beginn des Februars noch bis zu 1.500 Asylsuchende aus dem Kosovo pro Tag, lag ihre Zahl im März bereits nur noch bei rund 150 täglich. Anfang April ist sie auf unter 100 Personen pro Tag gesunken.

Der starke Anstieg in den ersten Monaten des Jahres 2015 ist dabei zu einem großen Teil auf die kurzfristig hohen Zahlen von Asyl-Antragstellern aus dem Kosovo zurückzuführen, die Anfang des Jahres nach Deutschland gekommen sind. Dieser Trend ist jedoch bereits wieder rückläufig.

Im März nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 28.681 Asylerstanträge entgegen. Im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es 9.839 Erstanträge, was einen Anstieg um 191,5 Prozent bedeutet. Mit 11.147 Erstanträgen war im März der Kosovo Hauptherkunftsland und verwies Syrien (4.420 Erstanträgen) auf Rang zwei, Albanien (2.955 Erstanträgen) steht an dritter Stelle. Auch die Zahl der Folgeanträge stieg im März gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 134,1 Prozent auf 3.373 Folgeanträge. Damit gingen im vergangenen Monat insgesamt 32.054 Asylanträge beim Bundesamt ein.“ (Quelle)

 

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