Gedenkstätte Esterwegen
Hinterm Busch 1  –  26897 Esterwegen

Heute
11:00 – 13:00 Uhr

Konspirantinnen – Polnische Frauen im Widerstand 1939 – 1945
Filmvorführung (mit Einführung)

Vor 70 Jahren, am 12. April 1945, befreiten polnische Soldaten 1.728 kriegsgefangene polnische Soldatinnen der Untergrundarmee Armia Krajowa im Lager Oberlangen. Der Film von Paul Meyer dokumentiert anhand von Zeitzeuginnenberichten den Widerstand von Frauen im besetzten Polen 1939-1945.
Aus Anlass der Befreiung des Lagers Oberlangen vor 70 Jahren ist an diesem Tag eine Gruppe aus Polen und England zu Gast in der Gedenkstätte, darunter mehrere der 1945 im Lager Oberlangen befreiten Frauen. Zu Beginn der Veranstaltung wird Eugenia Maria Cegielska, Vorsitzende der Gruppe der Oberlangen-Frauen aus Warschau, kurz über ihre Erinnerungen berichten.
Eintritt: 3,00 €

15:00 – 17.30 Uhr

April 1945: Befreiung, Räumung und Massenmord – Das Ende der Emslandlager
Bebilderter Vortrag mit Kurt Buck und Film

Am 12. April 1945 befreiten alliierte Truppen als letztes der Kriegsgefangenenlager im Emsland das Lager Oberlangen. Am selben Tag übernahm der Gefreite Willi Herold das Kommando im Lager Aschendorfermoor , in dem die Gefangenen der Strafgefangenenlager im nördlichen Emsland zusammengezogen waren, und verübte vor dem Eintreffen der Alliierten ein Massaker. Nach einem bebilderten Vortrag über die Befreiung der Lager wird der Film “Der Hauptmann von Muffrika“ von Paul Meyer gezeigt.
Eintritt: 5,00 €

beruflich

11. April 2015

Aus dem Protokoll des Lingener Ratsausschuss für Soziales, Familie und Integration: “Herr Riße lobte das Konzept, für die Unterbringung von Flüchtlingen diese modularen Wohneinheiten zu verwenden.”
Mein empörter Fraktionskollege Marc Riße (Die Bürgernahen) schreibt mir eben:
DAS IST NICHT RICHTIG! Gelobt habe ich [in der Sitzung] die Bemühungen der Verwaltung und vielen anderen Beteiligten, die Integration von Flüchtlingen in Lingen deutlich engagierter zu versuchen als anderswo. Ich habe gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir in Lingen Kür statt Pflichtprogramm abliefern!
Außerdem habe ich vehement gegen den [Container-]Standort am Schwarzen Weg argumentiert. Weil eben nicht “Innenstadt”, wie in der Vorlage bezeichnet. Und aus rein praktischen Belangen der Flüchtlinge. Zum Beispiel, dass dort noch nicht mal in der Nähe eine LiLi fährt. Dazu habe ich gesagt, dass die meisten Flüchtlinge nicht mit dem eigenen Auto hier ankommen, sondern eher auf Socken.
Darüber hinaus habe ich meine Enttäuschung über den Abriss des Honsel Hauses [in Darme] geäußert und nachgefragt, was aus all den Wohn-Vorschlägen geworden ist, die die BN gemacht hat.
Außerdem habe ich eine Aufstellung der Immobilien gefordert, die der Stadt vorgeschlagen, angeboten, oder von ihr geprüft wurden. Mit einer Begründung, warum in jedem einzelnen Fall dort noch keine Flüchtlinge wohnen. Dieser Antrag fehlt im Protokoll fällig.  Ich bin sehr enttäuscht über das Protokoll. Gelinde ausgedrückt.“ Und dann twittert er
Bildschirmfoto 2015-04-11 um 01.40.07

Big Data

11. April 2015

DigitalePreisschilderKathrin Maurer schreibt auf netzpolitik.org: „Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat am vergangenen Wochenende ein interessantes Stück über Dynamische Preise veröffentlicht. Darin wird beschrieben, wie Geschäftsmodelle, die sich auf Big Data stützen, langsam auch für Endverbrauchende sichtbar werden. Denn auch im stationären Einzelhandel finden sich nun immer häufiger digitale Preisschilder, die aufgrund von sonstwo und sonstwie erworbenen Kundendaten oder bei aktivierten Smartphone-Gimmicks wie NFC en passant Preise ändern.

Der Wissenschaftler Gerrit Kahl vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz geht sogar davon aus, dass der Browser und das Gerät, mit dem Konsumenten ins Internet gehen, bereits heute von den Online-Shops ausgelesen werden – um die Daten in die Preisbildung einfließen zu lassen. Besucht ein Kunde die Website also über ein teures Mac-Book, zahlt er mehr. Teilweise werden Interessenten auch höhere Preise angezeigt, wenn durch die Ortungsfunktion klar wird, dass sie sich fern einem Geschäft aufhalten und deshalb auf den Internethandel angewiesen sind.

Abgesehen davon wird durch diese Umstellungen eine weitere Grundproblematik etabliert: Nämlich, dass man Zeit braucht, um Angebote zu vergleichen, die sich ständig ändern. Das betrifft dann nicht mehr nur Ausgaben, die man nicht jeden Tag hat, wie für technische Geräte oder Reisen, sondern auch die für Kaviar und Dosenbier bei Kaiser‘s. Darüber hinaus wird auch der Aspekt einer eigentlich eher abstrakten „Preisdiskriminierung“ zu einer ziemlich konkreten: Bisher orientiert sich beispielsweise der Preis an der Tankstelle noch am Ölpreis. Bald könnte dort in der Preisgestaltung jedoch berücksichtigt werden, ob man im Käfer oder im Rolls-Royce vorfährt. Eine Transparenzoffensive zu diesen Umstellungen existiert übrigens leider nicht, wie in diesem Artikel vom manager magazin klar wird. Dunja Riehemann, Marketingverantwortliche bei laut Eigenaussage einem der größten Dienstleistungsanbieter im Vorhersage-Markt, meint dort: „Mit dem Thema muss man in der Öffentlichkeit sehr vorsichtig umgehen. Die Deutschen sind da sehr skeptisch.“ “   [Ein Beitrag von  auf netzpolitik.-org. „CC-BY-SA-NC netzpolitik.org„.
Foto: Digitale Preisauszeichnung – sporst via flickr, CC BY 2.0]