umgehend

8. April 2015

BBUDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerk Emsland (AKW Lingen 2) scharf kritisiert. Von der zuständigen rot-grünen Landesregierung in Hannover fordert der Verband, dem auch der Elternverein Restrisiko Emsland angehört, die sofortige und endgültige Stilllegung des AKW Emsland. Gleichzeitig ruft der BBU zu weiteren Protesten gegen alle Atomkraftwerke und Atomanlagen in ganz Niedersachsen und anderswo auf.

„Störfallrisiken und ständige Atommüllproduktion in allen Anlagen sind verantwortungslos und nicht hinnehmbar“, so Udo Buchholz vom Vorstand des BBU.

Das fast 30 Jahre alte AKW Emsland war am Karfreitag nach einer Leckage vom Netz gegangen. Anti-Atomkraft-Organisationen wie das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der BBU richteten spontan Forderungen an den AKW-Betreiber RWE sowie an die verantwortliche Atomaufsicht in Hannover:

Das AKW soll umgehend ganz vom Netz genommen werden, bevor es wegen fortschreitender Materialermüdung zu immer weiteren Problemen kommt. Seitens der Anti-Atomkraft-Bewegung wird betont, dass Pannen am Primärkreislauf grundsätzlich sehr bedenklich sind.

Der BBU kritisiert, dass das AKW Emsland bereits am Dienstag (7. April) wieder in Betrieb genommen wurde. Für den engagierten Verband ist nicht nachvollziehbar, wie über die Osterfeiertage eine umfassende Schadensprüfung und Reparatur erfolgt sein soll. „Offenbar haben die AKW-Betreiber dem zuständigen Umweltminister Wenzel (Grüne) das Heft aus der Hand genommen, um die schnelle Wiederinbetriebnahme durchzupeitschen. Minister Wenzel muss jetzt beweisen, ob er die Interessen der Atomindustrie vertritt, oder ob für ihn die Sicherheit der Bevökerung absoluten Vorrang hat“, so BBU-Vorstandsmitglied Buchholz.

Der BBU weist darauf hin, dass schon vor dem jüngsten Störfall im AKW Emsland weit über 100 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen in einer Resolution von der Landesregierung in Hannover die sofortige Stilllegung des AKW Emsland und der benachbarten Brennelementefarik gefordert haben. Dieser Resolution haben sich in den letzten Tagen weitere initiativen angeschlossen. Weitere Informationen zur „Lingen-Resolution“ unter www.bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202015/28.01.15.pdf.

Weiterhin weist der BBU darauf hin, dass am Sonntag, 26. April, also am 29. Jahrestag der Tschernobyl-Atomkatastrophe, in Lingen (Ems) ein Anti-Atom-Schweigekreis stattfinden wird. Veranstalter ist der Elternverein Restrisiko Emland. Die Aktion beginnt um 18.00 Uhr vor dem Alten Rathaus in Lingen (Ems). Auch der BBU ruft zur Teilnahme auf.

Weitere Informationen über die Gefahren der Atomindustrie u. a. unter www.bbu-online.dewww.ippnw.dewww.antiatomgruppe-osnabrueck.dewww.sofa-ms.de,  www.urantransport.de.

wehren

8. April 2015

AlteneschwohnheimDas Oldenburger Studentenwerk prüft den Verkauf einzelner Wohnheime. Man sieht „Probleme mit der Wirtschaftlichkeit“. Ganz oben auf der Prüflliste steht das Studentenwohnheim an der Alteneschstraße, dessen Sanierung 490.000 Euro kosten würde und dem die konservative NWZ das Etikett marode verpasst. Die Bewohner wollen sich wehren – und sammeln Unterschriften. Doch „noch führt die Internetseite des Studentenwerks Oldenburg (SWO) das Wohnheim an der Alteneschstraße 13 und 15, sein kleinstes, auf. Noch. Denn die ersten Kaufinteressenten haben sich die beiden rund 120 Jahre alten ehemaligen Schulgebäude bereits angesehen. Bei einem Verkauf würden die vier Wohngemeinschaften wohl aufgelöst werden. Doch ihre 24 Bewohner und Bewohnerinnen wehren sich.

Überraschend ist das nicht. Die Altenesch-WGs waren schon immer speziell. Nicht lange nachdem das SWO in den 1980ern mit Landesmitteln die Gebäude erwarb und die Klassenzimmer zu Wohnungen umbaute, machten die Studenten ihrem Vermieter klar, dass sie sich entgegen der SWO-Praxis künftig selbst ihre Nachmieter aussuchen werden. Bis heute ist das so.

Und trotz mehrfachem Wechsel in der Belegschaft der beiden denkmalgeschützten Häuser hat sich an ihrem Selbstbewusstsein nichts geändert. Das sei eine Gruppe, die sich schon immer…“

[weiter bei der taz]

Millionen

8. April 2015

maerchenstunde_gabriel_vorratsdatenspeicherung_vds_byheight_730px-300x146Zu Sigmar Gabriel und der Vorratsdatenspeicherung beim Nationalsozialistischen Untergrund hatte wetter bei netzpolitik.org eigentlich fast alles gesagt. Ein Detail fehlte jedoch: Auch ohne Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung erhielt die Polizei viele Millionen Verbindungsdaten. Trotzdem wurden weitere Morde nicht verhindert.

Bereits im Oktober 2012 berichtete netzpolitik.org: Funkzellenabfragen bei NSU-Ermittlungen: 20 Millionen Verbindungsdaten, 14.000 Namen und Adressen, 0 Täter

Insgesamt wurden 20.575.657 Funkzellendatensätze […] und 13.842 Datensätze zu Anschlussinhabern […] vornehmlich aus den bei bereits bei den Landespolizeibehörden gespeicherten Daten zusammengeführt.

Die Aufklärungsquote dieser Datenberge ist ja bekannt.

Das greift jetzt auch Tanjev Schultz in der Süddeutschen Zeitung nochmal auf: Sigmar Gabriel argumentiert für Vorratsdatenspeicherung

Nach dem neunten Mord im Jahr 2006 hatte die Polizei 32 Millionen Daten aufgehäuft, und zwar ganz ohne Vorratsdatenspeicherung. Ein Gericht hatte mehr als hundert Rasterfahndungsbeschlüsse ausgestellt. Auch Kommunikationsverbindungen spielten eine große Rolle: 16 Millionen Daten aus den Funkzellen an den Tatorten wurden gesammelt, doch die Ermittler fanden darin kein Muster, geschweige denn die Täter.

Damit dürfte sich auch das letzte Wort in Gabriels Satz als unwahr erwiesen haben.

{aus netzpolitik.org}

BarDo

8. April 2015

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Heute, am Donnerstag, den 9. April, öffnet die Kunsthalle in Lingen (Kaiserstraße 10a) wieder die Bar. Ab 18.00 Uhr gibt es Snacks, Drinks und jede Menge Kunst. Um jeweils 18.30 Uhr und 21 Uhr gibt es Führungen durch die aktuelle Ausstellung des Mannes aus der Lingener Hinterestraße: Harry Kramer „Ein Künstler aus Lingen“.  Der Eintritt ist frei.

Jazzfest Gronau ’15

8. April 2015

Es ist wohl das größte Musikfestival der Region: Das Jazzfest Gronau. Bei annähernd 50 Konzerten der 26. Ausgabe des Jazzfestes ist die Entscheidung nicht so ganz einfach, welches Konzert man besuchen möchte.

Mögen die Insider längst genau wissen, wann sie wo sein müssen, um ihre Favoriten zu erleben, verbleibt doch ein großer Teil von Musikfreunden, der sich einfach nur in diesem musikalischen Schmelztiegel tummeln will. Klicken Sie daher im Menü einfach an, was Sie musikalisch interessiert und Sie erfahren unmittelbar mehr über die Bands und ihre Auftritte. Einzelheiten zu Bands und Spielorten erfährt man durch einen Klick auf  „Programm 2015“. Hier in Kurzform für die Planungen der Überblick über das Programm des Jazzfestes 2015 mit den wesentlichsten Eckpunkten.:

Samstag, 25. April 2015
„The day before – rising stars on stage“
Julian Bohn Trio
Salip Tarakci
„Lemon Lights“

Sonntag, 26. April 2015
“Musik jenseits der hörbaren Töne”
“Trio Transformation”
Nippy Noya, Herman Kathan & Torsten Krill

Montag, 27. April 2015
“Der Mann mit der Mütze”
Gregory Porter
( support: Martin Tingvall Trio )

Dienstag, 28. April 2015
„Women in Jazz“
Randy Crawford & Trio
( support: Cecile Verny Quartett )

Mittwoch, 29. April 2015
Funk & Acid-Night
Maceo Parker
( support: Tristan )

Donnerstag, 30. April 2015
Jazzfest – Party
Club des Belugas
feat. Brenda Boykin & Anna.Luca

Freitag,  1. Mai 2015
Jazz’n Hip Hop
Jazzkantine

Jazz at the Pool
„Sunny Side Jazzband“
( Dixieland & Hot Jazz )
    

The Night of Jazz, Blues & More
( 18 Bands in der City von Gronau )

Samstag, 2. Mai 2015
An Evening of Soul, Funk & Pop
Stefanie Heinzmann
Flo Mega & the Ruffcats


Jazz in the City / Umsonst & draußen

7 Bands in der City von Gronau

Sonntag, 3. Mai 2015
The Jazz Frühschoppen
“The Dusty Lane Jazzband”

Jazz in the City / Umsonst & draußen
7 Bands in der City von Gronau

Geheimtipp: Sonntag 3. Mai, ab 18 Uhr
Jazz & Dine 

( …vorzüglich speisen bei exzellenter Musik…. )
„Swingle Singers“ (Hotel Schepers)
„Taxi“  (Hotel Driland)
„The Busquitos“  (Restaurant „Leone“)