Visitenkarte

3. April 2015

ov-chipkaartEs ist für unsereins deutlich schwieriger geworden, sich in Bussen und Bahnen in den benachbarten Niederlanden zu bewegen. Nachdem im vergangenen Sommer die Papiertickets im gesamten Land abgeschafft wurden und man Busse und Bahnen seitdem nur noch per Chipkarte benutzen kann (NiederlandeNet berichtete), ist das System für uns ausländische Touristen oftmals nicht einleuchtend. Eine Mehrheit im niederländischen Parlament spricht sich jetzt für die Einführung eines Touristentickets für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr aus. Auch das niederländische Kabinett unterstützt die Pläne.

„Zu Ostern erwarten die Niederlande wieder hunderttausende Touristen aus aller Welt, im gesamten Jahr soll der Vorjahreswert von 14 Millionen Gästen erneut erreicht werden. Die meisten von ihnen besuchen traditionell die Hauptstadt Amsterdam und bleiben dann meist auch bis zum Ende ihres Aufenthalts dort. Politiker mehrerer Parteien wollen dies ändern und es für die Touristen attraktiver machen, auch andere Ort im ganzen Land zu besuchen. Dem entgegen steht nach ihrer Meinung bislang auch das für Ausländer wenig transparente Ticketsystem für Bus und Bahn mit sehr komplizierten Fahrscheinautomaten. Und wenn man es geschafft hat, sich eine Chipkarte zu kaufen, muss man das Ein- und Auschecken in den Bussen, Straßen- und U-Bahnen sowie an den Bahnhöfen lernen. Sofern man Teile der Strecke mit einem privaten Bus- oder Bahnanbieter bereist, muss man außerdem für jeden Anbieter einen neuen Einzelfahrschein erwerben.

Die Lösung soll ein Touristenpass sein, der für einen oder mehrere Tage gültig bleibt und zum Reisen im gesamten Land berechtigt. Erik Ziengs von der rechtsliberalen VVD kam als erster mit diesem Vorschlag und konnte bislang viele Kolleginnen und Kollegen davon überzeugen. Nach Ansicht Ziengs’ muss eine solche Touristenkarte eine „echte Visitenkarte der Niederlande“ werden.“                                   […weiter bei Niederlande.net]

Dass es spezielle Touristenangebote wie zB eine „Ems-Vechte-Karte“ in unserer Region nicht gibt, wissen wir. Angesichts von Eifersüchteleien und Provinzgehabe der Anbieter der Verkehrsleistungen wird sich daran auch nichts ändern, nehme ich an.  Außerdem ist unser Bus- und Bahnsystem ohnehin so schmal gehäkelt, dass Gäste sicherlich glauben, wir seien noch im Postkutschenalter. Ergänzt wird dies künftig und besonders zielgerichtet durch die CSUCDUSPD-Maut, die die Niederländer künftig davon abhalten wird, uns zu besuchen. Dann bleiben wir eben unter uns. Dafür brauchen wir keine Visitenkarte.

(Quelle/Material aus NiederlandeNet. Foto: öPNV-Chipkarte in den Niederlanden.  Quelle: Elger van der Wel/cc-by-nc-sa)

Griechenland

3. April 2015

1) Regeln sind Regeln

2) Schulden müssen bezahlt werden

3) Keine Tricks.

Norddeutschland von oben

3. April 2015

Bildschirmfoto 2015-04-02 um 21.40.44Vielleicht nicht unbedingt etwas für jugendliche Heißsporne, die zweiteilige Reihe des NDR an Ostern über „Norddeutschland von oben„. Zu sehen sind „beeindruckende Luftaufnahmen, aufgenommen mit Spezialkamera und Hubschrauber, Flugbilder von Küsten, Seen- und Moorlandschaften, Wäldern und Flussauen. Gedreht wurde die zweiteilige Dokumentation von April bis November 2014. Sie zeigt großartige  Bilder und Geschichten von Menschen von der Nordsee bis an die Ems. Die innovativen Ideen der Bewohner verändern das Leben dort, ihr Einsatz für Natur und Tiere sichert den Bestand, sie bewahren alte landestypische Traditionen. Den Menschen liegt die Zukunft ihrer Heimat am Herzen.“

Auch unser Region findet sich wieder und dies nicht nur in schönen Aufnahmen: Die Raffinerie in Holthausen (Foto oben) und das neueste Technikdenkmal der Republik: „Die Teststrecke des Transrapid durchzieht wie ein steinernes Denkmal das Emsland. Das Zukunftsprojekt der Superlative ist seit 2011 stillgelegt. Aber die Magnetbahn-Technologie ist nicht verschwunden. Ralf Effenberger und sein Team wollen die induktive Ladetechnik, bei der Energie drahtlos übertragen wird, für Elektroautos nutzbar machen.

Das Emsland und die angrenzenden Kreise Cloppenburg und Vechta haben die größte Dichte an Mastbetrieben in Deutschland. Die anfallende Gülle wird auf den Äckern als Dünger ausgebracht. Gewässer und Grundwasser leiden an der Überdüngung. Blaualgenplagen und Fischsterben im Dümmer waren die Folge. Naturschützer und der einzige Berufsfischer am Dümmer haben deshalb ein Experiment gestartet mit dem Ziel, den Fischbestand in dem See zu erhöhen.“

„Norddeutschland von oben“  im NDR-Fernsehen: Teil 1: „Von der Nordsee an die Ems“, im NDRFernsehen, Karfreitag., 16.50 Uhr, Teil 2: „Von der Ostsee in den Harz“, Ostermontag, 16.45 Uhr.

 

(Foto und Quelle: NDR)