Deichkind

31. März 2015

Deichkind
Tourneeauftakt
Niveau Weshalb Warum ?!

Lingen (Ems)  –  EmslandArena
Mittwoch, 8. April, 20 Uhr
Karten ab 31,50  zzgl. VVK

 

Helmut Dietl +

30. März 2015

Heute starb starb der große deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Filmemacher Helmut Dietl in München an seinem Krebsleiden. Schtonk war sein erster Kinofilm. [Danke für Führers Hund.]

Eric Clapton! 70!

30. März 2015

Eric Clapton RAH 2015 - Wheres Eric FINALEric Clapton ist 70! Die Süddeutsche feiert ihn: „Der Blues ist in diesem Gitarren-Großmeister zur Lebensform geworden, im engsten Sinne des Wortes.“ Vom 14. bis 21.  Mai wird Eric Clapton an sieben Abenden (fast) nacheinander in der ausverkauften Londoner Royal Albert Hall auftreten. Einzigartig. Man darf annehmen, dass „Slow Hand“ seine unnachahmlichen Soli sieben Tage durchspielt und zwischendurch die Besucher wechseln

Zuvor erscheint am 8. Mai mit „Forever Man“ seine aktuelle Werkschau und fast die beeindruckende Karriere des mit 20 Grammys ausgezeichneten Musikers in einem Paket von 51 Songs zusammenfasst.

pannenkoekenhuizen

29. März 2015

In kaum einer anderen Kultur hat der Pfannkuchen einen so hohen Stellenwert wie in den Niederlanden. So wird in Pfannkuchenrestaurants, sogenannten „pannenkoekenhuizen“, eine andernorts unerreichte Anzahl an Pfannkuchen-Variationen angeboten – von Käse, Schinken, Speck und Dönerfleisch über Marmelade und Schokoladenstreusel bis hin zu Äpfeln und Rosinen ist alles dabei. Auf süßliche Pfannkuchen gibt es Zuckerrübensirup und Puderzucker als typische niederländische „Toppings“, in der herzhaften Variante kann auch schonmal Erdnusssoße auf die runden Fladen geschmiert werden. Im gesamten Land gibt es anno 2015 rund 360 spezieller Pfannkuchenrestaurants.

Grundrezept für Pfannkuchen

Zutaten:
100 g Weizenmehl
100 g Buchweizenmehl
400 ml Milch
2 Eier
TL Zucker

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Rührschüssel zu einem Teig verrühren. Anschließend Butter oder Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, den Teig portionsweise hinzufügen und ihn von beiden Seiten goldgelb backen. Wahlweise können in den Teig auch Apfel-, Käse oder Schinkenstückchen eingebacken werden. Die fertigen Pfannkuchen können nach Belieben mit Puderzucker, Sirup, Apfelkompott oder anderen „Toppings“ serviert werden.

Pfannkuchen – eine niederländische Erfindung?

Historiker vermuten, dass der Pfannkuchen nicht von einer einzelnen Person oder einem Volk erfunden wurde, sondern – aufgrund der Einfachheit des Grundrezepts – in verschiedenen Kulturen zeitgleich entstand. Die ersten Meldungen über ein Pfannkuchen-ähnliches Gericht stammen aus China und Neapel im zwölften Jahrhundert – von dort nahmen Kreuzfahrer das Rezept mit in Richtung Westen. Die Hauptzutat soll laut Überlieferung Buchweizen gewesen sein.

Topping: Uns schmeckten die Pfannkuchen am besten klassisch mit Sirup (nl.: Stroop) und Puderzucker
Topping: Uns schmeckten die Pfannkuchen am besten klassisch mit Sirup (nl.: Stroop) und Puderzucker, (Foto:: NiederlandeNet/cc-by-nc-sa)

Als Ursprung für den Pfannkuchen, wie wir ihn heute kennen, wird allgemein das europäische Mittelalter gesehen. Die Niederlande und Belgien bauten seit dem 13. Jahrhundert Buchweizen an. Als weitere Zutaten für den Pfannkuchen dienten Wasser, Eier und Milch. Zubereitet wurde der Teig auf heißen Steinen. In den folgenden Jahrhunderten entwickelten sich die verschiedensten Pfannkuchen-Rezepte. Von eher süßen, fluffigen Varianten mit vielen Eiern bis hin zu herzhaften, flachen Versionen war alles dabei. Heute ist der Pfannkuchen in vielen Ländern der Welt ein beliebtes Gericht, oft haben sich dort jeweils eigene Zubereitungs- und Verzehrweisen entwickelt. So wird der Pfannkuchen in Australien vornehmlich als Nachspeise gegessen, in den USA hingegen am liebsten zum Frühstück verspeist. Und in Tunesien verwendet man den Pfannkuchen auch gerne als Besteckersatz.

Als ur-niederländisch kann der Pfannkuchen also (leider) nicht bezeichnet werden. Für die Niederländer jedoch kein Grund, um nicht jedes Jahr im März einen nationalen Pfannkuchentag zu feiern. Initiiert wurde er 2007 als Werbeaktion von einem Pfannen- und einem Backmischungshersteller und wird seither jedes Jahr in etlichen Restaurants und vielen niederländischen Grundschulen begangen. In den USA, Australien und England ist der Pfannkuchen-Tag übrigens schon länger bekannt.

von Paul Hegers auf Niederlande.Net. [Danke!]

Tipp:
Wenn ich original Twentse Boekweit Pannenboken essen will, fahre ich in die Watermolen bei Huis Singraven, direkt westlich von Denekamp. Da passt alles. Guten Appetit!

Zeitumstellung

29. März 2015

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verschenken

28. März 2015

Ex-Trennung-Berlin

Gefunden auf „Notes of Berlin“ [Entdeckt von STEFAN in der Esmarchstraße im Bötzowviertel im Prenzlauer Berg. Mehr]

Polygenos

27. März 2015

polygenosVor gut einem Jahr rettete die Genossenschaft Polygenos  das „Poly-Haus“ in Oldenburg (Foto lks). Seitdem kämpft sie darum, das Haus als Treffpunkt für alternative Stadtkultur zu erhalten. Die taz berichtet aktuell über den Stand des Lehrstücks. Titel: Angepackt statt abgerissen.

„Zwischen Pferdemarkt und Lappan gelegen, hat das „Poly-Haus“ in Oldenburg einen prominenten Standort. Aber so richtig will sich das Gebäude nicht in seine Umgebung aus modernen Neubauten einfügen. Die Fassade ist verwittert. Überreste alter Efeuranken durchziehen das Mauerwerk wie graue Adern. Ja, das Poly-Haus ist in die Jahre gekommen. Aber trotzdem ist es ein belebter Ort. Das Gebäude ist seit einem Jahrzehnt ein Treffpunkt für die alternative Szene der Stadt. Vor allem durch den Club Polyester im Erdgeschoss des Gebäudes, von dem es auch seinen Namen hat. Mit seinem Kulturprogramm aus Konzerten, Lesungen und Slam-Poetry ist er zu einem festen Anlaufpunkt geworden. Die Gäste mögen ihr liebevoll genanntes „Poly“, und damit auch das Haus.

Entsprechend groß war dann im Herbst 2013 auch das Echo, als es hieß: Gebäude sanierungsbedürftig, zu hohe Kosten, Verkauf. „Investoren waren sofort da, aber die hätten das Haus abgerissen und neue Fassaden hochgezogen“, erzählt Nicole Gast. Sie gehörte zu den ersten Unterstützern, die sich damals…“

[weiter über das Oldenburger Projekt im Beitrag der taz]

Wer Interesse an Polygenos hat, kann sich beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 26. April vor Ort ein Bild machen. Es gibt Live-Musik, eine Ausstellung und ein Kinderprogramm. Näheres unter: www.polygenos.de

Blaupause

26. März 2015

Eine bemerkenswerte Entschließung hat die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHK) am 12.03.2015 auf ihrer Vollversammlung verabschiedet. In der Resolution, übrigens einstimmig verabschiedet, mahnt die IHK eine bessere Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt an. Dabei sagt sie auch, welchen Beitrag sie selbst leisten will, um diese Integration zu befördern. Dazu gehören u.a. eine verstärkte Sensibilisierung der Wirtschaft für Migranten, Vermittlungen von Jugendlichen in Ausbildung oder Ausbildungsvorbereitung sowie eine Beratung hinsichtlich der Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen. Die IHK unterstützt ausdrücklich die Position von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), wonach u.a. die Zuwanderung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erleichtert werden soll.

Bildschirmfoto 2015-03-26 um 22.09.55Hervorzuheben ist aber vor allem die Forderung der IHK nach einem Bleiberecht für Flüchtlinge, die sich in Ausbildung befinden. Damit liegt die IHK Lüneburg-Wolfsburg auf einer Linie mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), die sich ebenfalls für solch ein Bleiberecht einsetzt, wie aus einer Pressemeldung des epd hervorgeht (mehr hier).

Die Resolution der IHK Lüneburg-Wolfsburg zur besseren Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt liest man hier.

Das IHK-Positionspapier ist eine Blaupause für notwendige Schritte in unserer Stadt, in der seit einiger Zeit mediengerechte Projekte wie bspw. Fairtrade [mehr…] oder das planlose de-facto-Verschenken von Grundstücken die notwendige, aktive Wirtschaftspolitik zur Sicherung der ökonomischen Zukunft verdrängt haben [mehr…]. 

Wiedereinführung

26. März 2015

gabriel_internetminister_nporg1-300x251Da unsere Innenpolitiker und nun auch unsere Internetminister ständig ihre Forderungen nach einer Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung plump wiederholen, müssen wir ja leider auch ständig unsere Argumente wiederholen. Judith Horchert kommentiert bei Spiegel-Online: Lassen Sie sich nicht für dumm abspeichern.

Von Politikern sind immer wieder dieselben „Argumente“ für die VDS zu hören, wobei bislang kein triftiges zu hören war. Es sind Behauptungen, die da vorgetragen werden: Die VDS sei notwendig für unsere Sicherheit. (Wurde nie bewiesen.) Die VDS schütze vor Terror. (Die Anschläge in Frankreich haben uns anderes gelehrt.) Oder: Naja gut, vielleicht schütze sie nicht wirksam vor Terror, aber sie helfe wenigstens immens bei der Aufklärung. (Forscher haben herausgefunden, dass die VDS bei der Aufklärung schwerer Verbrechen keinen messbaren Vorteil bringt.) Sie haben ein Recht darauf, in so wichtigen Dingen von Ihren Volksvertretern besser informiert zu werden. So lange manche Politiker aber bloß immer wieder dieselben Behauptungen aufstellen, halten wir immer wieder dagegen – mit Fakten

Kai Biermann kommentierte bei Zeit-Online die geplante Wiedereinführung: Ein fast unmögliches Gesetz.

Vor allem aber liegt im Dunkeln, wie ein solches Gesetz überhaupt funktionieren und vor dem Bundesverfassungsgericht und dem EuGH Bestand haben soll. Denn es gibt einen Punkt, den Befürworter wie Gabriel gern ignorieren: Der Europäische Gerichtshof (EuGH), der die EU-Richtlinie zu Vorratsdaten im April 2014 gekippt hatte, tat das vor allem mit einem Argument: Das anlasslose und massenhafte Speichern „ohne irgendeine Differenzierung, Einschränkung oder Ausnahme“ verstoße gegen Grundrechte. Selbst beim Kampf gegen schwere Straftaten brauche es eine Beschränkung der Eingriffe „auf das absolut Notwendige“, forderte das höchste europäische Gericht.

[Quelle: netzpolitik.org – Markus Beckedahl]

taz-Kommentar zum Flugzeugabsturz

„Ist es nationalistisch, Betroffenheit nach dem Absturz eines deutschen Jets zu zeigen? Nicht unbedingt, es zeigt erst einmal nur: Wir fühlen lokal. Uns geht nahe, was uns nahe ist.

Hundertfünfzig Menschen kommen beim Absturz einer Maschine der Fluggesellschaft Germanwings ums Leben. Wir sind schockiert, betroffen, traurig. Alle Zeitungen berichten groß, Merkel sagt alle Termine ab, auf allen Fernsehkanälen kommen Fachleute und Betroffene zu Wort. In den sozialen Netzwerken wird aber genau darüber genörgelt: Nur weil unter den Opfern vor allem Deutsche sind, zeigen wir so viel Betroffenheit. Das gleiche Unglück woanders wäre uns keine Zeile wert.

Das stimmt. Ein Flugzeugabsturz in Bangladesch wäre allenfalls ein Kurzmeldung. Das hat aber weder mit überbordendem Nationalismus noch mit internationaler Ignoranz zu tun, wie die weltwärts blickenden Kommentatoren über Twitter und Facebook geflissentlich unterstellen. Nein, das Airbusunglück der deutschen Fluggesellschaft geht uns nahe, weil es uns nahe ist. Wir identifizieren uns damit; es hätte uns selber treffen können,…“

[weiter bei der taz]

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