keine gute

27. Februar 2015

Bildschirmfoto 2015-02-26 um 20.51.52Die Volksbank will das ehem. Coop/Extra-Supermarkt-Gebäude in der Lookenstraße abreißen und dort einen Neubau errichten. Ich bin schon deshalb nicht glücklich, weil der Bebauungsplan geändert wurde, der dort in der obersten Etage Wohnraum vorsah. Den aber wollte die Volksbank zunächst aber nicht mehr, nachdem der Bebauungsplan vor drei Jahren in einem Schritt zu ihren Gunsten geändert worden war.

Jetzt -kurz vor Beginn des knapp 18monatigen Bauvorhabens- geht es um die dringende Frage, wie die große Baustrelle erschlossen wird; denn das ist eine ganz knifflige Sache. Den Vorschlag der StadtverwBildschirmfoto 2015-02-26 um 23.03.18altung feiert sie gerade in einer laaaaangen Pressemitteilung als großartige Lösung feiert. Denn die Baustellen-Lkw sollen tatsächlich durch die ganze Marienstraße bis zur Zufahrt zwischen dem Juweliergeschäft Vielmeyer und dem Spieleparadies Adelmann fahren, dort in diese Zufahrt abbiegen und dann zur Baustelle. Knapp 200m durch den Fußgängerbereich Marienstraße und 100m zur Baustelle (Foto 1).

Das ist gar keine gute Idee, finde ich: Denn die Marienstraße ist doch gerade erst neu gepflastert und man braucht kein Prophet zu sein, sie sich  nach 15-18 Monaten Baustellenverkehr vorzustellen. Auch die Vorgabe, dass Baustellenfahrzeuge nur bis 10 Uhr morgens die Straße befahren dürfen, ist gut gemeint, wird aber nicht funktionieren, wenn andere Lieferfahrzeuge nahezu ganztags die Marienstraße befahren dürfen. Es wird vielmehr zu einer erheblichen Belastung für die Anrainer und Fußgänger in der Marienstraße Bildschirmfoto 2015-02-26 um 23.05.23kommen, die man vermeiden soll und kann.

Gegen die Alternatividee, die Feuerwehrzufahrt zwischen Lookentor und dem Haus Marienstraße 11 entlang der Eiscaféterrasse zu nutzen, also jedenfalls einen Teil der Marienstraße nicht zu befahren (Foto 2), lehnt der Eigentümer des Lookentor ab; er kann sich dabei auf den Bebauungsplan stützen, der in dem Bereich nur ein eingeschränktes Geh- und Fahrrecht für direkte Anlieger erlaubt.

Hinter vorgehaltener Hand heißt es dann schließlich, die -von mir favorisierte- Lösung, die Baustelle über die Straße Am Pulverturm und durch die Lücke zwischen dem Brillengeschäft Löchte und dem Reformhaus Ebken den Baustellenbereich zu erschließen -also mit einer knappen Querung der MArienstraße-  (Foto 3), scheitere an alten, persönlichen Streitereien zwischen Bauherrn und einem prominenten Anliege, der einst ausgerechnet das jetzige Baugrundstück an den Bauherrn verkauft hat. Dabei könnte sie auch einen vor Jahren bereits im Stadtrat beschlossenes Grundstückstausch verwirklichen und die Ruine der ehedem ein kleines Musikgeschäft beherbergendes Gebäude nördlich der Marienstraße beseitigen helfen.

Wir sehen: Alles ist eigentlich ein Fall für ein Stadtoberhaupt, der die Streithähne an einen Tisch zu holen hat, um so im Gespräch eine Einigung zu erzielen, von der alle etwas haben und die allen nützt. Oder?

 

5 Antworten to “keine gute”

  1. ulrike said

    Die Streckenführung über die Pulverturmstraße mit anschließend kurzer Querung der Marienstraße wäre die bei weitem eleganteste Lösung.
    Denn die größte Gefahr für die neue und teure Pflasterung liegt in der Kurve , die die schweren Laster zwischen Vielmeyer und Adelmann fahren müssen.
    Die hochkant stehenden Klinkersteine werden sich quer drücken , wie es bei dem Bau der Mall in der Anschlussstelle Post- zur Marienstraße passiert war.Eine Stolperfalle ersten Grades.
    Nun will die Stadt die Beschädigung des neuen Pflasters
    vermutlich durch Anlegen einer “ Fahrinne “ laut Lingener Tagespost zu vermeiden suchen. Ich denke ,daß es sich um Platten handelt, wie sie sich hinter dem Schomakerhaus zur Kreuzkirche hin befinden.
    Wenn die Marienstraße bis zum Adelmannhaus damit „tapeziert“ ist wird über einen längeren Zeitraum der Anblick der Einkaufsstraße ruiniert sein
    Der anliegende Einzelhandel , der schwer zu kämpfen hat , was die vielen Leerstände in der Stadt zeigen, wird sich bedanken.
    Es bleibt die Frage, wer die evtl. auftretenden Pflasterungsschäden bezahlen wird.
    Hoffentlich nicht die Anlieger..

  2. […] erreichen sollen, viel Aufmerksamkeit auf sich, was zuletzt in einem aktuellen Eintrag von RobertsBlog sehr deutlich gemacht […]

  3. Emsland said

    Dass hier kein neuer Wohnraum entstehen wird, ist mehr als enttäuschend. Wenn man mal aufmerksam den Wohnungsmarkt verfolgt, wird man erkennen, wie leicht zentrumsnahes Wohnen z. B. in Meppen im Gegensatz zu Lingen ist. Leider

  4. kib said

    RK: ….der die Streithähne an einen Tisch zu holen hat, um so im Gespräch eine Einigung zu erzielen, von der alle etwas haben und die allen nützt. Oder?

    Ja! „Bockigkeit“ bringt -auch hier- niemanden weiter. Ich sehe aber nicht nur den OB in der Pflicht. Es sollte auch im Sinne der VB sein, dass die Baumaßnahmen möglichst geräuschlos (also vom Baulärm abgesehen) ablaufen.
    Soweit ich informiert bin, soll die Fahrrinne nach wenigen Wochen entfernt werden. Ulrike hat natürlich recht: Hübsch anzusehen ist sie sicher nicht, aber allemal besser als eine Beschädigung des Pflasters. Dabei bleib aber die Frage unbeantwortet, ob eine Fahrrinne (egal wie lang sie ausgelegt wird) bauphysikalisch ausreichend ist, um die Pflasterung/den Untergrund zu schützen.

    Ich habe den Verdacht, dass die Koordination/ Kommunikation suboptimal gelaufen ist: Oder hat die VB sich kurzfristig überlegt zu bauen? Wohl kaum. Schön wäre es gewesen, wenn die Pflasterung in diesem Bereich später erneuert worden wäre: Der Schwerlastverkehr hätte die Steine endgültig „runtergerockt“, die VB hätte sich an der Sanierung großzügig beteiligt (dafür kann man sich unter PR-Gesichtspunkten prima feiern lassen) und – fast alle- wären zufrieden. Naja, nur fast, denn Großbaumaßnahmen in Innenstädten (also auf engem Raum) werden immer problematisch bleiben.
    Ich sehe gerade: Ich habe sehr viele Konjunktive gebraucht.

    Robert, ist es Dir, der CDU, den Mitarbeitern im Rathaus oder sonst wem möglich ggf. den chronologischen Kontext (Neugestaltung Fußgängerzone in diesem Bereich vrs. Baupläne der VB) zu recherchieren? Versuch das bitte mal: Hey, und wenn andere schneller sind (gar besser vernetzt) , ist das nicht weiter schlimm: Es gibt Dinge, die sollte man nüchtern-analytisch betrachten und vernünftig angehen. Ich behaupte, dass Politik das oft gar nicht zulassen kann und will. Soll sie ja auch gar nicht… 🙂

    Immerhin wollen wir (damit meine ich jetzt auch Dich) ja für unserer Stadt Lingen alle das beste: Du betreibst deshalb diesen Blog und wir lesen ihn.

    Schönes Wochenende und @ Eva: Stimmt, ich freu mich jeden Morgen, dass die Vögel den Frühling anzwitschern.

  5. kib said

    Im Zweifel ist diese ganze Angelegenheit ein Fall für den Bund der Steuerzahler.
    Ich behalte mir vor, das Thema im Auge zu behalten. Robert Du bist gerade mit der Parkhügel- Bespaßung beschäftigt, oder? Auch wichtig- wie Sophie Hass immer so schön bei „Mord mit Aussicht“ sagt. 🙂

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