oder?

18. Februar 2015

Heute beginnt die Fastenzeit. Dieser 40-tägige Zeitraum, der auch Passionszeit genannt wird, bereitet auf das christliche Ostern vor.  Fasten als Gestaltungselement des Lebens gibt es in zahlreichen Religionen in vielfältigen Formen und Ritualen. Für die Fastenzeit werden Christen traditionell drei Dinge mit auf den Weg gegeben: zu beten, zu fasten und zu geben. Die Gläubigen sollen sich in dieser Zeit besonders gegen Not und Ungerechtigkeit einsetzen. Das können sie tun, indem sie zum Beispiel die Hilfswerke – beispielsweise das Hilfswerk Misereor unterstützen, das alljährlich in der Fastenzeit seine sog. Fastenkollekte durchführt. Dabei ist das Hungertuch, ein zentraler Bestandteil der MISEREOR-Fastenaktion. Es ist „ein Bild, das uns und unsere Lebensweise spiegelt und hinterfragt“. Jedes Jahr verwenden Gemeinden und Schulen die Szenen des Bildes, um sich mit Themen der sozialen Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. In diesem Jahr gestaltete der chinesische Künstler Dao Zi das Hungertuch.

Er hat sich von den Versen der Bergpredigt inspirieren lassen: „Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz.“ Gott hat mit der Schöpfung reichlich Güter in unsere Verantwortung gegeben. Offenkundig ist für alle genug da. Wem dienst du? Gott oder dem Gold? Wie viel ist genug für mich? Wie sollten wir leben, damit alle „gut leben“ können?  Das 20. Misereor-Hungertuch unterscheidet sich von seinen Vorgängern durch Reduktion auf wenige Formen und Farben. Es ermöglicht einen meditativen Zugang.

Auch wenn man den christlich-meditativen Ansatz nicht teilt, kann die Zeit etwas Gutes für die ganz persönliche Lebensweise bringen. Maßhalten und Verzicht sind schon ganz ordentliche Ziele. Oder?

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7 Antworten to “oder?”

  1. Bernhard Schulte said

    Misereor hat sich erlaubt, zur Landwirtschaftspolitik Stellung zu nehmen. Seitdem ist das Hilfswerk bei den Bauern total im „Verschiss“.
    Da spielt es auch keine Rolle, dass sich „hintenrum“ die Absurdität dieser Politik zeigt. Einerseits müssen die Ställe immer größer werden, um „effizient“ wirtschaften zu können. Andererseits ist das Angebot an Schlachtschweinen so groß, dass keine kostendeckenden Preise mehr erzielt werde können. (Siehe hierzu Bericht in der NOZ vom 16. 02.: „Schweinehalter suchen Gespräch mit Großschlachtereien“)
    Die Lieschen-Müller – Weisheit, dass Angebot und Nachfrage den Preis regulieren, scheint für den Agrarsektor nicht zu gelten.
    Unter diesen Voraussetzungen wird Misereor beim Einsammeln von Spenden wohl auf die „spendenfreundlichen“ Bauern verzichten müssen!

    • Jan said

      Misereor hat sich erlaubt. Das ist natürlich eine bodenlose Frecheit was sich Misereor da sich gegenüber den Bauern erlaubt. Wo kommen wir dahin, wenn sich das Hilfswerk eine eigene Meinung kund tut. Das geht gar nicht. Fehlt nur noch, dass die Bauern auch noch eine Entschuldigung von Misereor fordert. Herr Schulte, was ist den so falsch an der Kritik von Misereor an die Landwirtschaftpolitik der Bauern?

  2. CTS said

    Tja, dass hat was mit der Gier zu tun,immer grösser immer besser,immer mehr Geld,ein Problem unserer Zeit,dies ist ein Bummerang ,der vor langer Zeit,von der Landwirtschaft…upps Agrarindustrie selber geworfen wurde,und den gibt es jetzt von hinten an den Schädel….vielleicht hilft es ja…leichte schläge auf den Hinterkopf ;)mitleid????fehlanzeige……

    • bernhardbarkmann said

      wollen wir wieder eine Diskussion um Landwirtschaft anfangen?
      Also ich lerne: Gier hat mit der Landwirtschaft zu tun? Wie selbstkritisch!
      Kann sich denn keiner mehr an die 70er oder 80er Jahre erinnern? Was hatten wir denn da?
      Eine große Menge an Marktmechanismen, die die europäische Landwirtschaft vor unliebsamer Konkurrenz schützen sollte. Damals gab es Butterberge, Milchseen etc. Ackerbohnen und Erbsenanbau wurde hoch subventioniert. Das gefiel der Gesellschaft nicht und die Landwirtschaft wurde auf Markt getrimmt. Heute haben wir fast keine schützenden Marktinstrumente und kaum einer ist mehr da, der die große internationale Wettbewerbsfähigkeit lobt.

      Ganz ehrlich? Ich verlasse mich liebe auf mich und die Marktgesetze als auf irgendwelche stattlichen Stützen, die eine unbestimmte Halbwertszeit haben.

      • Bernhard Schulte said

        @ Bernhard Barkmann: „Ganz ehrlich? Ich verlasse mich lieber auf mich und die Marktgesetze …“ Also gilt für Sie auch das Marktgesetz nicht, wonach Angebot und Nachfrage den Preis regulieren? Vion, Tönnis & Co zahlen Ihnen freiwillig einen höheren Preis als sie Ihrem Nachbarn und Kollegen zahlen müssten?
        Wenn Sie bereit wären, die Pressemitteilung von Misereor genau und vorurteilslos zu lesen, kämen auch Sie und Ihre Kollegen zu der Erkenntnis eines notwendigen Wandels in der Agrarpolitik.
        Ausdrücklich betone ich, dass Kommentare a la CTS in keiner Diskussion hilfreich sind und nur zu Frustrationen führen.

        • CTS said

          Bernhard Schulte:Manchmal ,muss mann den Finger auch mal in die Wunde legen,auch wenn es weh tut….oder wollen sie mir sagen,dass es nicht so ist…..,dass Profitgier in manchen Fällen Hirn frisst….und die Profitgier ,wird nunmal immer grösser,Überangebot etc….woher kommst den dieses Überangebot,weil jeder meint ,immer schneller,immer günstiger Waren auf den Markt schmeissen zu müssen,und wenn es dann zum Preisverfall ,durch Überangebot kommt dann jammern jene,die Mitschuld am Überangebot haben…..und entschuldigung ,wenn die Wahrheit,wie sie nun mal ist,bei ihnen zu frustrationen führt…aber für meine eigende MEINUNG ,auch wenn sie nicht so professionell ,sondern mit einfachen Worten vorgetragen wird,wie zum bsp…beim Herrn barkmann ,dafür werde ich mich nicht entschuldigen….dass es so aber nicht weitergehen kann ,darin sind wir uns aber doch alle einig….oder???

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