Premiere

14. Februar 2015

StolpersteineFreren

Jüdisches Leben im Emsland ist ausgelöscht. Von den emsländischen Juden haben nur wenige die Deportationen und Morde überlebt. Wo einst im Emsland Synagogen und Bethäuser standen, sind heute meist nur Erinnerungstafeln zu sehen. Allein in Lingen ist die Jüdische Schule und in Freren ist das Bethaus erhalten – überall sonst, ob Meppen, Aschendorf oder Sögel, sind selbst die baulichen Zeugnisse jüdischen Lebens Opfer der Pogrome im November 1938 geworden.

Morgen, Sonntag 15. Februar 2015 16 Uhr präsentiert der Kulturkreis impulse e. V. zusammen mit der Geschichtswerkstatt „Samuel Manne in der Alten Molkerei, Bahnhofstraße 79 in Freren die Filmpremiere „Entrechtet, ermordet, vertrieben und nicht vergessen – Vom Ende jüdischen Lebens im Emsland“. Dieser Film spannt den Bogen vom Umgang mit den Nazi-Verbrechen nach 1945, der heutigen Erinnerungskultur im Emsland mit den Spuren jüdischen Lebens bis hin zum latenten Antisemitismus heute.

Die Autoren des Films, Klaus-Peter Kolbe und Prof. Dr. Peter Marchal, stehen am Sonntag in Freren für eine Diskussion zur Verfügung. Der Film (DVD) kann auch für zwölf Euro erworben werden.

Noch ein Programm-Hinweis:
Am kommenden Aschermittwoch, 18.2., 19.30 Uhr findet in der Jüdischen Schule in Lingen (Ems), Konrad-Adenauer-Ring, das nächste Lehrhausgespräch statt mit Manfred Rockel über:
„Nach Auschwitz als Jüdin in Deutschland – eine Rückschau auf das Leben Hella Wertheims“ [mehr…]

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