Schnapsidee

6. Februar 2015

Über den Bau der Ulanenstraße (wikipedia ganz romantisch: „Uhlandstraße„) ist in den vergangenen Jahren heftig gestritten worden. Ich konnte und kann dem Projekt schon deshalb nichts abgewinnen, weil es nicht Aufgabe der Stadt Lingen sein kann, für einen Millionensumme die Umgehung einer Bundesstraße zu bauen und zu bezahlen. Außerdem entlastet sie beispielsweise den Stadtteil Brögbern überhaupt nicht. Nun ist die Ulanenstraße für viel Geld fertig und mit einem Radweg versehen, der aber an der Straße „Im Brooke“ endet, also da, wo der Bereich der Lingener Umgehungsstraße beginnt.

Die Situation für Radfahrer und Fußgänger in diesem Bereich ist nicht leicht, doch die jetzt beschlossene Sperrung für Radfahrer und Fußgänger geht nicht. Die Schnapsidee von OB Krone, CDU & Co, die Anbindung von der Waldstraße bis an die Umgehungsstraße für Radfahrer und Fußgänger zu sperren, verstößt gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung für die Umgehungsstraße (B 70/B 213) aus den 1980er Jahren; denn der sah eine Nutzung der Straße „Im Brooke“ für alle Verkehrsteilnehmer vor. Die Stadt Lingen darf diese Vorgabe nicht einseitig ändern. Zu Recht regt sich daher Protest. Schlicht und treffend gleichermaßen. Guckst Du:

Bildschirmfoto 2015-02-05 um 21.51.23

(Foto: robertsblog)

4 Antworten to “Schnapsidee”

  1. Tom said

    btw:
    Robert, es ist einfach gut, dass es dich (und dein Blog) gibt.
    lg
    Tom

  2. Emsland said

    Da kann ich dem Blogger auch mal ausnahmsweise Recht geben. Man sollte sich bei dem Thema mal einiges von den Holländern abschauen.

  3. heiner11 said

    Ist dieser Beitrag der Versuch des Blogbetreibers, den Karren (siehe Foto) aus den Dreck zu ziehen.
    Konkret:
    Meine Erinnerung mag mich täuschen, aber in der LT stand zu diesem Thema zu lesen, dass das Radfahrverbot „einstimmig“ in irgend einem Unterausschuss des Stadtrates beschlossen worden sei.
    Wenn dies so war, frage ich mich, wie der BN-bürgernahe-Ohr am Volke-Volksvertreter abgestimmt hat?

    Oder gilt für Neu-Holthausen jene Doktrin, die BN-Vordenker M.Riße seinerzeit den tumben Krematoriums-Kritikern aus Brögbern entgegengehalten hat:

    Wer uns nicht gewählt hat, muss sehen, wo er bleibt!

    • M. Riße said

      Vordenker? Zuviel der Ehre, Heiner.
      Natürlich habe ich im Verkehrsausschuss dagegen gestimmt. Und Atze Storm im Planungs- und Bauausschuss auch.

      Das mit Brögbern kann so nicht stimmen, denn die Brögberner konnten uns gar nicht wählen, weil wir dort keinen Kandidaten für unsere bürgernahen Ideen finden konnten.

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