Berlinale

5. Februar 2015

Das größte Publikumsfilmfestival der Welt Berlinale 2015 hat begonnen. Die Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, Jury-Präsident Darren Aronofsky und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick haben heute Abend Uhr die 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin im Berlinale Palast eröffnen. Im Rahmen der Eröffnungsgala wurde die Internationale Jury vorgestellt, zu der neben Darren Aronofsky (Regisseur, USA) Daniel Brühl (Schauspieler, Deutschland), Bong Joon-ho (Regisseur, Südkorea), Martha De Laurentiis (Produzentin, USA), Claudia Llosa (Regisseurin, Peru), Audrey Tautou (Schauspielerin, Frankreich) und Matthew Weiner (Produzent und Drehbuchautor, USA) gehören. Anke Engelke führte als Moderatorin durch den Abend. ZDF/3sat übertrug die Gala  live.

Im Anschluss an die Eröffnungsgala wurde die Weltpremiere von Isabel Coixets Nadie quiere la noche (Nobody Wants the Night) präsentiert [Trailer unten].  Die spanische Regisseurin stellte den Film gemeinsam mit ihren Darstellern Juliette Binoche, Rinko Kikuchi und Gabriel Byrne persönlich in Berlin vor.

Auf dem Roten Teppich zeigten sich die Mitglieder der Internationalen Jury sowie die Jury für den Preis Bester Erstlingsfilm, zu den weiteren internationalen und nationalen Gästen des Abends gehörten:

Ken Adam, Barbara Albert, Alberto Barbera, Harry Baer, Meret Becker, Iris Berben, Senta Berger, Christian Berkel, Alexander Beyer, Sebastian Blomberg, Paolo Branco, Matthias Brandt, Anna Brüggemann, Inga Busch, Marie Bäumer, Adriana Chiesa, August Diehl, Ken Duken, Nina Eichinger, Hannelore Elsner, Veronica Ferres, Florian David Fitz, Thierry Frémaux, Inka Friedrich, Maria Furtwängler, Monika Hansen, Toni Garrn, Geoffrey Gilmore, Fritzi Haberland, Piers Handling, André M. Hennicke, Hannah Herzsprung, Henry Hübchen, Hannes Jaennicke, Julia Jentsch, Sibel Kekilli, Udo Kier, Nikolai Kinski, Burghardt Klaußner, Naum Kleiman, Herbert Knaup, Sebastian Koch, David Kross, Maren Kroymann, Joachim Król, Steffi Kühnert, Günter Lamprecht, Alina Levshin, JBerlinale15an Josef Liefers, Anna Loos Liefers, Peter Lohmeyer, Tom Luddy, Heike Makatsch, Mišel Matičević, Jacob Matschenz, Eva Matthes, Ulrich Matthes, Sunnyi Melles, Daniela Michel, Claudia Michelsen, Elfi Mikesch, Axel Milberg, Ursela Monn, Wotan Wilke Möhring, Anna Maria Mühe, Ulrich Noethen, Karel Och, Jana Pallaske, Christiane Paul, Franziska Petri, Max Riemelt, Armin Rohde, Lars Rudolph, Udo Samel, Andrea Sawatzki, Katrin Sass, Jenny Schily, Tom Schilling, Katharina Schüttler, Robert Stadlober, Miriam Stein, Lena Stolze, Anna Thalbach, Rüdiger Vogler, Lia van Leer, Justus von Dohnáhnyi, Gräfin Vera von Lehndorff, Nora von Waldstätten, Katharina Wackernagel, Christoph Waltz, Alice Waters, Kai Wiesinger, Lavinia Wilson, Natalia Wörner, August Zirner u.v.m.

Außerdem hat sich deutsche politische Prominenz angekündigt, darunter Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen; Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern; Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit; Bernd Neumann, Staatsminister a.D.; Tim Renner, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten.

Mehr auf der Internetseite der Berlinale.

 

BorWin2

5. Februar 2015

Neues von der Energiewende:

„Mit einer mehrjährigen Verspätung konnte am vergangenen Montag die Anbindung des Windparks „BorWin2“ vor der Nordseeinsel Borkum an das Stromnetz abgeschlossen werden. Der staatliche niederländische Netzbetreiber TenneT, der seit 2010 einen großen Teil des deutschen Höchstspannungsnetz betreibt, konnte in dieser Woche vermelden, dass die 200 Kilometer lange Gleichstromanbindung für den 45 Kilometer vor Borkum errichteten Offshore-Windpark des Betreibers Trianel fertig gestellt wurde.

„TenneT realisiert damit einen Meilenstein im Hinblick auf die Offshore-Ausbauziele der Bundesregierung, denn mit BorWin2 sind nunmehr bereits vier Anbindungen mit einer Gesamtkapazität von rund 1.400 Megawatt fertiggestellt“, teilte der Stromnetzbetreiber Ende Januar stolz mit. Tatsächlich sind aber noch nicht alle 40 Anlagen des Windparks an das Seekabel angeschlossen – dies soll in den kommenden Wochen bis Anfang Mai nach und nach erfolgen. Erst dann soll der Windpark in der Lage sein, die volle Gesamtleistung von 200 Megawatt Leistung zu produzieren und so rund 200.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Mit der Fertigstellung des Netzanschlusses können mehr als 30 Stadtwerke und Regionalversorger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz aufatmen. Sie betreiben gemeinsam die im Frühsommer 2014 fertiggestellten Anlagen des ersten „rein kommunalen Offshore-Windparks in Europa“ und warteten seitdem auf die Inbetriebnahme von Seekabeln und Konverterstationen der Firma TenneT. Dementsprechend erbost äußerte sich Ende 2014 auch ein Mitglied des Betreiberkonsortiums, Bochums Stadtwerke-Chef Bernd Wilmert gegenüber der WAZ: „TenneT schafft es einfach nicht, die Netzanbindung zustande zu bringen. Das Geld bekommen wir derzeit über die Offshore-Haftungsumlage, also indirekt von den deutschen Stromkunden. Das ist eine unbefriedigende Situation.“

Auch die Zeitung Energie & Management stellte TenneT Anfang dieser Woche kein gutes Zeugnis aus: „Borkum West ist für TenneT wirklich kein Ruhmesblatt. Seit vergangenem Frühjahr sind alle 40 Propeller vom Hersteller Areva Wind errichtet, was fehlt, ist der seeseitige Netzanschluss.“ Sollten im Mai wie geplant alle 40 Turbinen verkabelt sein, hat sich die ursprüngliche Inbetriebnahme des Offshore-Parks um gut drei Jahre verzögert. TenneThatte den Anschlusstermin zwischenzeitlich zehnmal verschoben und musste bislang eine Haftungsumlage in Höhe von 220 Millionen Euro an den Betreiber des Windparks bezahlen, berichtet die WAZ.

Es ist nicht das erste Mal, dass TenneT mit seinem Stromnetz in der Kritik steht. Auch bei den Offshore-Projekten „Bard Offshore 1“ und „Riffgat“ hatte TenneT große Probleme mit dem Anschluss der Windanlagen an das Netz. Dabei fehlte dem niederländischen Staatsunternehmen zum Teil Geld für die Verwirklichung der Projekte. Hinzu kamen aber auch immer wieder Lieferprobleme, die die Projekte und damit auch die Realisierung der deutschen Energiewende beeinträchtigten und verzögerten. Die niederländische und die deutsche Seite hatten sich dabei immer wieder gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben (NiederlandeNet berichtete).

[Quelle NiederlandeNet]

Hier das TenneT-Werbevideo.