Drachenbrut

7. November 2014

Ach, welch‘ herrliche Gratwanderung. Der Lammert wird einem fast  sympathisch, trotz der falschen Partei. Wolf Biermann heute früh im Bundestag – Zu 25 Jahre Mauerfall, zur Biermann’schen Silberhochzeit, Oktoberrevolution und auch zu anderen Festivitäten heute. Schönen Tach noch…

 

6 Antworten zu “Drachenbrut”

  1. Michael Sänger said

    Wieso ist der Lammert in der „falschen Partei“? Ist das jetzt ironisch gemeint oder ernsthaft?

  2. bernhardbarkmann said

    Die Anhänger der Linken fanden den Auftritt Biermanns alles andere als gut.
    Es gibt einige, die sich gewünscht hätten, Biermann wäre nicht mehr so verbittert und hätte eine Hand der Versöhnung ausgestreckt.

  3. Henk Muhammad Wilders said

    Verblüffend die Erkenntnis, dass die Linken den Biermannauftritt nicht gut fanden. Aber mal im Ernst, warum sollte gerade der ehemalige Staatsfeind die Hand zur Versöhnung ausstrecken? Dieses Signal hätte die Partei doch schon 1989 durch ihre vollständige Selbstauflösung an das (eigene) DDR-Volk senden können. Sie entschied sich damals unter hohem Kreideverbrauch lediglich für den (in der Folge) dreimaligen Namenswechsel.

  4. Bernhard Schulte said

    Wolf Biermann hat mit seiner Verurteilung des DDR – Regimes sicherlich Recht. Ob Ort und Anlass der Unmutsäußerung allerdings in Ordnung waren, steht wohl auf einem anderen Blatt.
    Ob es einem gefällt oder nicht: Die Partei „Die Linke“ ist nun mal eine legitime, demokratisch in den Bundestag gewählte Partei.
    Es kann doch nicht angehen, dass in diesem Parlament die Mitglieder einer legitimen Partei beleidigt oder beschimpft werden. Wo bleibt da die öfter zitierte „Würde des Hohen Hauses?“ Bei allem Verständnis für Biermanns Unmut: Das war der falsche Ort, um diesen Unmut zu äußern.
    Man stelle sich vor, jemand hätte dort über CDU, CSU oder SPD so hergezogen. Ein Aufschrei der Empörung wäre durch das Land gegangen.

    • Michael Sänger said

      In diesem „Hohen Haus“ ist schon ganz anders übereinander hergezogen worden. Gegen manche Äußerungen von Herbert Wehner oder Franz-Josef Strauß nehmen sich die Äußerungen von Biermann geradezu zahm aus. Was ich nicht verstehe, warum sich Biermann hat zu dieser Veranstaltung einladen lassen? Dachte man in Kreisen des Bundestagspräsidenten, dass ein Wolf Biermann ein „netter Farbklecks“ in dieser Veranstaltung sein würde, der gefälligst singen aber nicht reden soll?
      „Man stelle sich vor, jemand hätte dort über CDU, CSU oder SPD so hergezogen. Ein Aufschrei der Empörung wäre durch das Land gegangen.“ Aufschreie der Empörung sind in der Regel Rituale. Es schreien immer nur die auf, die getroffen werden. Und aus diesen Reihen kommt dann bald wieder ein Angriff auf die andere Seite und dann schreien die empört auf. So ist das nun mal seit 1949 in diesem „Hohen Hause“! Die Reaktion von Biermann auf den Tadel von Lammert (Er solle singen und nicht reden) war einzig richtig!

  5. Steffi heider said

    …und das alles auch noch an deinem Geburtstag, Robert! Glückwunsch nachträglich… Ich weiß es so genau, weil wir unseren Ehrentag gemeinsam begehen.

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