JU

3. November 2014

Neue -vertrauliche- Live-Aufnahmen aus der örtlichen Politik. Am Wochenende tagte der Bezirksparteitag Emsland-Osnabrück der Jungen Union. Hier zusammenfassende Bilder…

Und heute Abend traf sich die BN-Fraktion im Lingener Rathaus zu ihrer 146. Sitzung. Auf dem Weg dahin der Blogbetreiber vorneweg, gefolgt von Marc Riße…

 

404-Leere

3. November 2014

Flankiert durch die jeglicher nachhaltiger Kritik abholden NOZ-Lokalausgaben, können Emsländer in Amt und Würden so unglaublich bräsig sein. Sie leben das Landrat-Lebensmotto: Keiner weiß es, aber wir sind unter Gottes Sonne wirklich die Besten. Kritik stört und hat da eben keinen Platz. Außerhalb der Grenzen unseres mental-emsländischen Archipels weiß es zwar keiner, aber wir wissen es.

Ein Musterbeispiel dafür ist seit Jahren die Lingener  „Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd“. Die ist traditionell selbst dann unfähig, eigene Fehler zu erkennen, auch wenn man Sie mit der Nase drauf stößt. Es könnte daran liegen, dass sie sich nicht anstrengen muss. Schon länger hat man den Eindruck, Euch stören doch nur die Fahrgäste, liebe „VGE“ – oder? Hier einmal mehr… ach, lesen Sie selbst den lesenswerten Offenen Brief an die VGE-Süd von Inga Bertel (Foto) in der unaufgeregten Facebook-Gruppe „Lingen diskutiert„:

BertelLiebe Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd,

erstmal vielen Dank an alle, die zur Zeit die NachEule wiederbeleben. Das ist eine wirklich gute Idee. Besser wäre es natürlich, man würde uns Nutzer der ersten Stunde auch wieder ansprechen und nicht nur den Sauf-Tourismus zwischen den Discotheken bewerben bzw sich nur darauf konzentrieren.
Aber vielleicht ist es auch richtig, sich primär um die jüngeren Partygänger als Zielgruppe zu bemühen. Aber, warum gibt es dann von euch die Fahrpläne als „ausgedruckte“ Bildatei? Wo ist eure Päsenz beim Kunden, wo führt ihr den Dialog?

Verlinkt doch mal wenigstens die „Fahrplaner App“. Die gibt es nämlich für Android- und iOS-Geräte! Das sind sog. Smartphones, sowas benutzen die hippen jungen Leute heutzutage. So hört man. Die genannten gibts hier, AppStore: Und hier, Google Playstore:

Wobei das nicht daran ändert, dass das „Update“ beispielsweise nicht unter den Haltestellen zu finden ist. Und der „Joker“ in Lingen ebensowenig. Ihr müsst doch keine Fahrpläne und Auskunftsdienste als Verlaufsdokumentation für die Busfahrer erstellen! Die Kunden als potentielle Fahrgäste müssen schnell und zielsicher erkennen, wie und wo sie einsteigen und mitfahren können.

Die gesamte Homepage der VGE-Süd unter www.vge-emsland-sued.de ist ein Witz! Fängt beim Layout an und hört mit der Einbindung der www.fahrplan.de Seite als „Fahrplanauskunft“ noch lange nicht auf: „Die Zahlen die hier genannt werden basieren auf dem Stand vom 14.12.2009.“? Das glaube ich euch sofort.

Die gesamte Seite ist für den Stand der Technik für das augenscheinliche Veröffentlichungsjahr 2011 schon eine Blamage. Aber drei Jahre später mit dem gleichen starren Überwurf für Inhalte von Kooperationspartnern und Verbundsmitgliedern sich weiter so durchzumogeln, das geht einfach nicht!

Stichwort „Liniennetzplan“ (Das Logo von Adobe Acrobat ist, nebenbei erwähnt, völlig veraltet und der hinterlegte Hyperlink läuft auf der Adobe-Seite in eine 404-Leere). Aber richtig gut ist Folgendes: Aufgrund dieser vielen Fremdinhalte steht auf eurer eigenen Homepage, „Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir für die Fahrplanangaben trotz sorgfältiger Übernahme keine Gewähr übernehmen können.“ – Wer sollte denn bitte sonst Verantwortung übernehmen oder zeigen? Dass dann im Liniennetzplan auch noch die Hälfte der Buslinien fehlt – oder wird die Lili bewusst von reise-freunde.de ignoriert? – macht dann den Braten auch nicht mehr fett. Schön wäre es jedoch, wenn ihr unter „Infos zu Fahrscheinen“ auch brauchbare Informationen hinterlegen könntet, beispielsweise den Preis der verschiedenen Tickets!!!! Unglaublich….

Bitte, bitte, bitte – liebe Verkehrsgemeinschaft Emsland Süd (Eigentlich jetzt mit oder ohne Bindestrich??)! Organisiert einfach weiter die Schülerbeförderung; da kann sich nämlich niemand aussuchen, ob er oder sie mitfahren will und legt die Organisation eines kundenorientierten Bussystems in unserem schönen Altkreis endlich in fähige Hände.
Und die Homepage? Löschen. Neumachen. Inklusive der E-mailadresse vge.verkehrsgemeinschaft@ewetel.net – Eine @ewetel.net-Adresse, ich fasse es nicht.
Inga Bertel, eine potentielle Kundin

Mein ps-Zusatz zur LiLi. Wer eigentlich erklärt den Busfahrern, wie man eine Strecke abfährt? Pünktlich an Haltestellen sein, nicht Minuten eher durchbrausen…

(Foto facebook)

Windows?

3. November 2014

polizeituxNetzpolitik.org meldet:

Seit gut zehn Jahren arbeitet die Polizei in Niedersachsen mit Linux-Rechnern, das könnte jedoch bald der Vergangenheit angehören. Laut einem internen Schreiben des niedersächsischen Landespolizeipräsidenten, das wir hier veröffentlichen, steht am 7. November eine Entscheidung über “das zukünftige Betriebssystem für die polizeilichen Clients” – in etwa 12.000 PCs – an, die planmäßig bis 2018 umgesetzt werden soll. Und die Tendenz wird in selbigem Schreiben bereits vorweggenommen:

Aktuell gehen wir davon aus, dass es auf Basis einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu einer Systementscheidung entsprechend dem Landesstandard zugunsten Microsoft kommen wird  […]

Aus Hintergrundinformationen haben wir erfahren, dass die Realität noch definitiver aussieht, die Entscheidung für einen Wechsel von Linux nach Windows stünde unmittelbar bevor. Aber aufgrund von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, die Windows gewinnen soll? Diese Absurdität fällt wohl jedem auf, der an Open Source Software versus proprietäre Software denkt. So viel Support-, Schulungs- und Wartungskosten kann es doch kaum geben, dass dies den Kauf proprietärer Lizenzen und eventueller ebenso proprietärer Anwendungsprogramme rechtfertigt, oder? Vor allem, wenn erstere seit Jahren in Gebrauch ist.

Daher haben wir beim zuständigen niedersächsischen Innenministerium nachgefragt, wie diese Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zu Stande kommen und (keine) Antwort erhalten:…“

[weiter bei Netzpolitik.org]