Ansehen

18. September 2014

Unter dem Segel „Wir machen was gegen Kinderporno“ und „Kindesmissbrauch“ segelt dieses Land gerade in autoritär-undemokratische Gewässer.  Fefe schreibt über das Projekt der Großen Koaltion:

Das Lex Edathy ist draußen.

Künftig soll auch strafbar sein, wer nur „unbefugt“ Fotos eines nackten Kindes „herstellt“ oder „verbreitet“ – ohne, dass das Kind irgendwie posieren müsste.

Und hier ist, was sie gegen „Cybermobbing“ zu tun versuchen:

Künftig soll es strafbar sein, unbefugt Fotos herzustellen oder zu verbreiten, die „dem Ansehen der Person erheblichen Schaden“ zufügen. Mit anderen Worten: Fotos von Polizisten beim Prügeln sind ab jetzt verboten. Schon das Herstellen.“

Nahezu alle bundesdeutschen Medien warnen heute vor dem populistisch angestrichenen Gesetz (zB). Nur Christof Haverkamp von der Neuen Osnabrück Zeitung kommentiert, die Pläne möchten ungenau und unpraktikabel sein, aber man solle erst mal das Gesetz verabschieden. Ggf müsse „der Justizminister“ (?!) nachbessern.

Ein Journalist plädiert für im Zweifel Zensur. Das soll ihm erst mal jemand nachmachen.

Evaluierung

18. September 2014

Die taz informiert über den Versuch eines Ministers, seine Verwaltung in den Griff zu bekommen:

„Im Streit um jahrelange Verzögerungen beim Abriss des Atomkraftwerks Stade zieht Niedersachsens grüner Umwelt- und Energieminister Stefan Wenzel jetzt „personelle Konsequenzen“. Die „gesamte Atomabteilung“ seines Ministeriums müsse sich einer „Evaluierung“ unterziehen, sagte Wenzel am Mittwoch in Hannover vor JournalistInnen der Landespressekonferenz – schließlich stehe die „Glaubwürdigkeit“ seines Hauses in Frage.

Denn das AKW Stade beschert Wenzel seit Wochen miese Schlagzeilen: Schließlich hat die ihm unterstellte Atomaufsicht monatelang verschwiegen, dass aus dem Primärkreislauf des seit 2003 stillgelegten Reaktors radioaktiv verstrahltes Wasser ausgetreten ist. Zwar hat der Atomstromkonzern Eon…“

[weiter auf der taz-Internetseits]

Morgenland Festival 2014

18. September 2014

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Morgen beginnt in Osnabrück –in schwieriger ZEIT– das diesjährige Morgenland Festival. Es gibt die Veranstaltung seit 10 Jahren! Geschätzte 1.000 Musiker aus Iran, Irak, Aserbaidschan, Syrien, dem Libanon, aus Armenien, Xinjiang/China, Israel und der Türkei haben in der Hasestadt aufgespielt. Die Verantwortlichen schreiben: „Ungezählte Momente berauschender Musik, ungezählte Musiker, die zu Freunden geworden sind. Ungezählte Kämpfe um Visa, Gastspiele, manchmal fast Mission Impossibles, in Iran, Syrien, Jordanien, der Türkei, nicht zuletzt ein ganzes Festival in Kurdistan/Irak 2013.

Wir wollen 10 Jahre Morgenland mit Ihnen feiern und laden Sie herzlich zu unserem Jubiläums-Programm ein! Erleben Sie Alim Qasimov erstmals im Duo mit Kayhan Kalhor, einen musikalischen Dialog zwischen Kinan Azmeh und Giora Feidman, Dhafer Youssef, Djivan Gasparyan, Aynur gemeinsam mit der NDR Bigband. Das syrisch-tunesische Ensemble Hewar trifft das Renaissance-Ensemble Capella de la Torre, der aserbaidschanische Jazzpianist Salman Gambarov seinen deutschen Kollegen Florian Weber. Natürlich fehlen auch die Morgenland All Star Band und das Morgenland Chamber Orchestra nicht!“

Auch dieses Jahr gibt es ein Gastspiel, diesmal jedoch direkt hinter der nächsten Landesgrenze: Im benachbarten Deventer in den Niederlanden.

Die Schirmherrschaft über das Jubiläumsfestival hat übrigens Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier übernommen.

Entdecken Sie das Morgenland Festival Osnabrück und feiern Sie mit!