Ein bisschen…

9. September 2014

…spät vielleicht, weil es schon am 30. Juli veröffentlicht wurde. Aber lesen Sie selbst:

„Was ist passiert? Am 29. April dieses Jahres kritisierten die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner in der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ die Verbindungen deutscher Journalisten zu transatlantischen Lobbyverbänden. Darunter auch die Zeit-Journalisten Josef Joffe und Jochen Bittner. Diese haben dann eine Einstweilige Verfügung gegen die Sendung erwirkt und das ZDF hat das Video aus ihrer Mediathek gelöscht. Zensur pur würde ich sagen.

Dabei steht in Artikel 5 Grundgesetz zum Thema „Garantie der Meinungs- und Informationsfreiheit“:

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äussern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Aber Zensur findet eben doch statt !!!“*

* Begleittext auf Youtube.

3 Antworten zu “Ein bisschen…”

  1. Gerade als Rechtsanwalt sollte man mit solchen Aussagen vorsichtig sein. Vielleicht lohnt es sich, die Hauptverhandlung abzuwarten. Und wenn das Gericht bestätigt, dass im ZDF die Unwahrheit gesagt hat und eben nicht „nur“ unsauber gearbeitet hat, dann haben die betroffenen Journalisten jedes Recht, sich zu wehren.

  2. Bernhard Schulte said

    Versuche, die öffentliche Meinung durch die Medien zu manipulieren, gibt es doch immer wieder – auch in der NOZ.
    Stand da z.B. doch am 25. Juli auf Seite 4 (Politik):
    „Rüstungstechnik: Europa könnte zurückfallen.“
    Und weiter: „Nach Einschätzung des Leiters des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri läuft die europäische Rüstungsindustrie Gefahr, ihre führende Position bei modernen Technologien zu verlieren. (…) Die entscheidende Frage wird sein: Können die Europäer die Investitionen aufrechterhalten (…) die nächste Generation von Waffen zu entwickeln?“
    Dazu fiel mir nur folgender, am 28. Juli veröffentlichter Leserbrief in der LT ein:
    Zu Zeiten des kalten Krieges in den 50er – 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts beklagte man heftig das ungehemmte internationale Wettrüsten. Wenn heute das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri die europäische Rüstungsindustrie in der Gefahr sieht, ihre Führungsrolle zu verlieren, wirkt da irgendwie absurd.
    Die Frage des Sipri -Direktors Ian Anthony, ob die Europäer die Investitionen in Forschung und Entwicklung aufrecht erhalten können, wirkt doch geradezu wie Lobbyarbeit für die Rüstungsindustrie. Ich schlage einen neuen Slogan für die Friedensforschung vor:
    Frieden schaffen durch Superwaffen.
    Und solche dusseligen Aussagen werden durch die Presse, auch unsere Tageszeitung, unkommentiert übernommen.

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