Kinder, Kinder

8. September 2014

Moin, ist Montag und der Blogbetreiber retur. Er reibt sich bei diesem Sicherheitswahn die Augen:

„Während man in Berlin die Kinder an Miniwasserwerfern spielen lässt, werden über den großen Teich in Ferguson Fingerabdrücke von den Kleinen gesammelt. Wohl aus Sicherheitsgründen. Noch keine 10 und alle vom Staat schon als potenzielle Verbrecher klassifiziert. Schöne neue Welt.

The free fingerprinting kits are part of the long-running national push to fingerprint children in the name of public safety, and are a new tone-deaf low from the region’s cops.“

Bildschirmfoto 2014-09-08 um 07.33.01

(via BoinBoing)
[gefunden bei Kraftfuttermischwerk]

Gedenken

8. September 2014

RuthFoster_holohoaxerDie Stadt Lingen (Ems) und das Forum Juden-Christen laden ein, im Rahmen eines Traueraktes am morgigen 9. September der Lingener Ehrenbürgerin Ruth Foster (Foto) zu gedenken. Beginn ist um 17 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof in Lingen.
Ruth Foster verstarb am 5. August 2014 im Alter von 92 Jahren in London. Die Verstorbene war das letzte in Lingen geborene Mitglied der jüdischen Familie Heilbronn. Die Familie wurde 1941 nach Riga deportiert, wo der Vater, Wilhelm Heilbronn, im Mai 1942 von den Nazis erschossen wurde. Caroline Heilbronn, ihre Mutter, wurde im Sommer 1944 im Zuge der so genannten „Dr. Krebsbach-Aktion“ im Wald von Bikerniecki ermordet.
Ruth Foster überlebte als einziges Familienmitglied das Ghetto Riga, das Konzentrationslager Stutthof sowie den Todesmarsch von Stolp in Pommern nach Lauenburg, wo sie von den Truppen der Alliierten befreit wurde. Sie kehrte im August 1945 nach Lingen zurück und emigrierte 1947 mit ihrem Mann, Adolfo Freudenheim, nach London, wo sich das Ehepaar den Namen „Foster“ gab.
Der Initiative und dem Engagement Ruth Fosters in den 1980er Jahren ist es zu verdanken, dass die Schicksale vieler Lingener Juden nach dem Krieg aufgeklärt werden konnten und nicht in Vergessenheit gerieten. 1993 erwies Ruth Foster ihrer Geburtsstadt die große Ehre, die Ehrenbürgerschaft anzunehmen.
Im Rahmen der Trauerfeier wird auf dem Jüdischen Friedhof ein Gedenkstein für Ruth Foster enthüllt. Männer sollten an eine angemessene Kopfbedeckung für den jüdischen Friedhof denken.
(Quelle)