ernst gemeint

31. August 2014

Bausünde

Zum Amusement der geneigten Leserschaft zunächst ein Zitat aus der Niedersächsischen Bauordnung: „Bauliche Anlagen dürfen nicht verunstaltet wirken und dürfen auch das Gesamtbild ihrer Umgebung nicht verunstalten.“ Das abgebildete Bauvorhaben am Altenlingener Weg in Lingen (Ems) ist ebenso ernst gemeint wie schrecklich misslungen. Es ist übrigens fertig gestellt; ich betone dies, weil in den von mir dazu geführten Gesprächen der letzten Tage angenommen wurde, die Fassade sei erst provisorisch gestaltet.

Man fragt sich, welche gestalterischen und städtebaulichen Vorgaben ein Bauvorhaben nach Ansicht der lokalen Bauverwaltung erfüllen muss, wenn es so wie hier in ein traditionelles Baugebiet hineingeflanscht wird. Haben Sie eine Idee? Man sollte in den städtischen Gremien nachfragen.

Den Teufel im Leib.

30. August 2014

teufelimleib_schreihals_kbDen Teufel im Leib.
Affekt und Bewegung in der italienischen Grafik des 16. Jahrhunderts

28195 Bremen
Kunsthalle Bremen, Am Wall 207

27. August bis 23. November 2014
Öffnungszeiten

In ihrer aktuellen Ausstellung „Den Teufel im Leib. Affekt und Bewegung in der italienischen Grafik des 16. Jahrhunderts“, die vom 27. August bis zum 23. November 2014 im Alten Studiensaal des Kupferstichkabinetts zu sehen ist, zeigt die Kunsthalle Bremen vier Dutzend grafische Arbeiten von italienischen Künstlern der Renaissance. Ein Katalog ist erschienen  und im Museumsshop erhältlich. Die Webseite der Kunsthalle Bremen schreibt:

„Heilige und allegorische Figuren schreiten aus dem Bild heraus. Schlangengleich gewundene Leiber von schwindelerregender Dynamik fesseln den Blick. Vom athletischen Fahnenschwinger bis zum frei fallenden Körper, von der schreienden Furie bis zur stillen Ohnmacht der Jungfrau Maria – die italienische Grafik des 16. Jahrhunderts hat jede nur denkbare Form der seelischen und körperlichen Bewegung aufs Papier gebannt. Bis heute versetzen die Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte den Betrachter ins Staunen. In der Schilderung der Affekte und der menschlichen Bewegung überboten sich die Künstler gegenseitig, um ihre Beobachtungsgabe, ihren Erfindungsgeist und ihre technische Virtuosität unter Beweis zu stellen.

Die Ausstellung mit Arbeiten aus dem bedeutenden und weitgehend unbekannten Bestand der italienischen Grafik im Kupferstichkabinett ist eine Reise durch zentrale Epochen der Kunstgeschichte: von der Hochrenaissance über den Manierismus bis hin zum einsetzenden Barock. Zu den vertretenen Künstlern zählen unter anderem Marcantonio Raimondi, Parmigianino, Ugo da Carpi, Andrea Andreani, Federico Barocci und Agostino Carracci.“

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Terminhinweise zur Ausstellung:
9. September 2014, 18 Uhr: Kunsthappen: Laokoon kämpft mit den Schlangen – Kupferstiche und Holzschnitte von Marco Dente, Nicolas Beatrizet, Niccolò Boldrini und Sisto Badalocchio
16. September 2014, 19 Uhr: Freundeskreis Kupferstichkabinett: Marcantonio Raimondis „Der Bethlehemitische Kindermord (nach Raffael)“ – Variationen und Nachfolge eines Hauptwerks der italienischen Renaissancegrafik
21. September 2014, 15 Uhr: Kuratorenführung mit Dr. des. Kai Hohenfeld 
23. September 2014, 19 Uhr: DIE JUNGEN
30. September 2014, 18 Uhr: Vortrag: „Ein Magnet für die Augen“ – Die Faszination für Bewegungsmotive in der italienischen Grafik des 16. Jahrhunderts
11. Oktober 2014, 11 Uhr: Mitgliederakademie. Hinter den Kulissen, zusammen mit Dr. Katharina Erling
mehr…

Hat mir gefallen

29. August 2014

Hat mir gefallen, diese Zuschrift gestern in der Tagespost. Als Antwort auf diesen Beitrag vor einer Woche.

Foto

Freiheit statt Angst

28. August 2014

cropped-Freiheit-statt-Angst-2013

U.a. unter dem Twitter-Hashtag #ZeitfürFreiheit sammelt das Bündnis Freiheit-statt-Angst Stimmen gegen Überwachung. Sie wollen wissen: Warum lohnt es sich, auf die Straße zu gehen und gemeinsam die Stimme zu erheben? Hier 10 Antworten:

Roger Willemsen

Roger Willemsen, Publizist
Es hat Jahrhunderte gedauert, um Freiheitsrechte zu erkämpfen, die wir nun in wenigen Jahren kampflos aufgeben sollen? Zum Glück gibt’s Widerstand! Zum Glück gibt’s Demonstranten! Nicht auszudenken, wir ließen das alles bloß noch geschehen! Spende folgt!

Isabel Cole

Isabel Fargo Cole, Writers Against Mass Surveillance
Pauschale, verdachtsunabhängige Überwachung verstößt gegen die Menschenwürde und rüttelt an den Grundlagen der freiheitlichen Gesellschaft. Ein Staat, der seine Bürger als prinzipiell suspekt behandelt, der ihre Privatsphäre nicht respektiert und schützt, sondern willkürlich verletzt, der Ängste instrumentalisiert, um diese Haltung zu rechtfertigen, ist nicht demokratisch, sondern autoritär.

hu-koep kerstinWerner Koep-Kerstin, Humanistische Union
Edward Snowden erklärte vor einem Jahr: Mehr als Gefahren für Leib und Leben fürchte er, dass die Aufdeckung des Überwachungs-Skandals tagespolitisch im Sande verläuft. Zeigen wir am 30. August, dass Tausende in Berlin für ihr Recht auf den Schutz privater Kommunikation eintreten. Bürgerrechte sind nicht allein durch technische Verschlüsselungs-Finessen zu erlangen – wir müssen sie politisch einfordern.

FDP_Sabine_Leutheusser_SchnarrenbergerSabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Bundesjustizministerin a.D.:
Jeder Mensch will selbstbestimmt leben und seine Freiheit genießen. Anlasslose Überwachung der elektronischen Kommunikation und massenhafte Datenspeicherung machen den Menschen zum Objekt von Staat und Großkonzernen, schaffen Misstrauen und verletzen die Privatsphäre vollkommen unangemessen. Deshalb gegen Überwachung und für Freiheit statt Angst!”

Rolf GössnerRolf Gössner (Internationale Liga für Menschenrechte):
Edward Snowden hat mit seiner Gewissensentscheidung seine persönliche Freiheit riskiert, um die unsere zu schützen. Lasst ihn uns in praktischer Solidarität unterstützen; lasst uns gemeinsam für eine Kultur des Whistleblowing streiten, die es hierzulande nicht ansatzweise gibt. Dieses Land braucht dringend eine starke Bürgerrechtsbewegung und widerständige Menschen, die sich staatlicher Überwachung und Kontrolle tatkräftig und mit  Phantasie widersetzen – Menschen, die Bürger- und Menschenrechte, auch für das digitale Zeitalter, neu erkämpfen. ‘Freiheit statt Angst’ bietet eine gute Gelegenheit dazu.

Dr. André Hahn PorträtAndré Hahn, MdB (DIE LINKE)
Als Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages, jenem Ausschuss, der die Tätigkeit der deutschen Geheimdienste überprüfen soll, sowie durch meine Mitarbeit im NSA-Untersuchungsausschuss weiß ich um die Gefahren einer immer weiter ausufernden Überwachung. Um dem Einhalt zu gebieten, ist auch starker außerparlamentarischer Druck nötig. Deshalb hoffe ich auf viele Teilnehmer an der Demo. Ich bin dabei!

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Wolfgang Kubicki, MdL (FDP) Der Überwachungsstaat ist Ausdruck der Angst. Freiheit verlangt nach Offenheit und Mut. Wer Freiheit will, muss seinen Mut gegen die Angst setzen. Deshalb ist “Freiheit statt Überwachung” das Motto der Zukunft.

Johanna_Uekermann_Foto_by_Tobias-PietschJohanna Uekermann (Jusos)
Freiheit ist eines der wichtigsten Grundrechte. Die Ausspähung der Geheimdienste zeigt jedoch, dass unsere individuelle Freiheit mehr als je zuvor auf dem Spiel steht. In diesem Überwachungsskandal, der ein unheimliches Ausmaß bekommen hat, ist vollständige Aufklärung mehr als überfällig. Doch es passiert nichts. Deswegen ist es wichtig, dass wir am Samstag auf die Straße gehen und zeigen, dass wir das Schweigen und die vorgespielte Ahnungslosigkeit der Bundesregierung nichts länger hinnehmen.

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Mutlu Özcan, MdB (B90/Die Grünen)
1989 habe ich mich im Eindruck der friedlichen Revolution in Ostdeutschland entschieden, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen und politisch aktiv zu werden. Auch die seit vielen Jahren stattfindende Digitalisierung revolutioniert die Welt und stellt uns vor viele neue Herausforderungen in allen Lebensbereichen. Und hier gilt es dem Staat Grenzen zu setzen. Ich bin nicht bereit, meine Freiheit auf dem Altar der Sicherheit zu opfern. Deshalb gehe ich am 30.08.2014 für Freiheit statt Angst demonstrieren.

Notz_Konstantin-vonKonstantin v. Notz, MdB (B90/Die Grünen)
Die Snowden-Enthüllungen belegen: Geheimdienste und Unternehmen treten unser Recht auf informationelle Selbstbestimmung mit Füßen. Sie dringen in die letzten und intimsten Winkel unserer Privatsphäre vor. Wir wissen: Wer überwacht wird, ist nicht frei! Demokratie lebt durch angstfreie Meinungsäußerung und überwachungsfreie Räume. Diese zu verteidigen liegt in der Verantwortung von uns allen! Deswegen gehen wir auch in diesem Jahr wieder bei der „Freiheit statt Angst“ auf die Straße und sagen klipp und klar in Richtung Bundesregierung „Aufstehen statt Aussitzen“!

 

Hier alles zur Großdemonstration am kommenden Samstag in Berlin, 14 Uhr, Brandenburger Tor.

 

Kleine Kämpfer | #24

27. August 2014

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Foto: milanpaul

Kleine Kämpfer | #23

27. August 2014

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Foto: milanpaul

Kleine Kämpfer | #22

26. August 2014

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Foto: milanpaul

Kleine Kämpfer | #21

26. August 2014

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Foto: milanpaul

Kleine Kämpfer | #20

25. August 2014

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Foto: milanpaul

Kleine Kämpfer | #19

25. August 2014

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Foto: milanpaul