Elftal

30. Juni 2014

oranjegekte
[Code Oranje: Waren die Oranjefans zu Beginn der WM eher pessimistisch, sind – wie hier in einem Vorgarten bei Rotterdam – mittlerweile immer größere Teile des Landes orange gefärbt, Quelle: Roel van Deursen/cc-by]
Die niederländische Elftal besiegte bekanntlich gestern Abend bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien das Nationalteam von Mexiko mit 2:1 und zog ins Viertelfinale ein.

Bei der diesjährigen WM ist die Elftal damit eine der wenigen europäischen Mannschaften, die sich bisher behaupten konnten. Der Weltmeister Spanien sowie Italien, England, Portugal und Griechenland sind bereits ausgeschieden. Frankreich, die Schweiz, Belgien und Deutschland stehen im Achtelfinale. Nicht zuletzt die klimatischen Bedingungen machen den Europäern zu schaffen. Erstmals bei dieser WM hat der Schiedsrichter daher auch zwei Trinkpausen zugelassen – bei 30 °C und rund 70 Prozent Luftfeuchtigkeit auch dringend nötig. Zeitungen titeln dann auch „Niederlande gewinnen Hitzedrama von Fortaleza“ oder „Auch müde Europäer können gewinnen“. Die Trainer nutzten die Trinkpausen auch, um strategische Anweisungen zu geben: „In der zweiten Trinkpause konnte ich Plan B erklären. Das passte sehr gut“, so Van Gaal nach dem Spiel.

Was auch in diesem Spiel nicht fehlen durfte, waren Schiedsrichterentscheidungen, über die es sich zu diskutieren lohnt. So gab es in dem Spiel gegen Mexiko einige knifflige Szenen mit möglichen Fouls an Arjen Robben. Insgesamt viermal ging er theatralisch zu Boden. Nach dem Spiel gab er zu: In der ersten Halbzeit habe er sich einmal fallen gelassen, wofür er sich entschuldigte. Aber der Elfmeter, der schließlich das Siegtor brachte, sei korrekt gewesen. Darüber, wie viel gegnerischer Fuß und wieviel schauspielerisches Talent im Spiel war, wird nun heftig diskutiert. In englischen Wettbüros konnte man vor der WM sogar Geld darauf setzen, ob Robben für eine Schwalbe bei diesem Turnier eine gelbe Karte bekommen würde.

Verwandelt wurde der Elfmeter von Klaas-Jan Huntelaar. Der hatte seine letzten drei Elfmeter in der Bundesliga verschossen. Doch im niederländischen Team war man sich einig, dass Huntelaar die Ruhe habe, den Ball zu verwandeln. Und so fragte Robben ihn gestern auch, ob er den Elfmeter nicht übernehmen wolle. Huntelaar wurde damit „vom Elferdeppen zu Hollands Retter“ und „vom WM-Touristen zum Helden“. Besonderes Interesse hat die Frage hervorgerufen, wohin Huntelaar verschwunden sei, bevor er eingewechselt wurde: Er musste dringend zur Toilette. Die Hamburger Morgenpost titelte daher: „Matchwinner Huntelaar kam vom Klo“.

In den Niederlanden verfolgten gestern durchschnittlich über 8 Millionen Zuschauer das Spiel vor den Bildschirmen, den Schlusspfiff erlebten sogar über 9 Millionen – von 17 Mio Einwohnern insgesamt. Wie viele Fans das Spiel draußen oder in Kneipen verfolgt haben, ist noch nicht bekannt. Das Parkpop-Festival in Den Haag wurde für das Spiel unterbrochen und der Zeitplan angepasst, sodass die 190.000 Besucher das Spiel auf großen Leinwänden verfolgen konnten. Und auch auf dem Museumplein in Amsterdam fanden sich 45.000 Menschen zum gemeinschaftlichen Fußballschauen zusammen. Auch in Deutschland war die Begeisterung groß: über 17 Millionen Zuschauer verfolgten das Spiel und stellten damit einen neuen Rekord für ein Spiel ohne deutsche Beteiligung auf.

Das nächste Spiel steht am Samstag gegen Costa Rica an. Die beiden Mannschaften haben noch nie gegeneinander gespielt. Trotzdem haben Robben und Huntelaar schon Erfahrung mit Costa Rica: 2001 verloren sie bei der U20-Weltmeisterschaft in Argentinien in der Gruppenphase 3:1 gegen Costa Rica. Auch der Trainer war ein Bekannter: Louis van Gaal.

Mehr zur niederländischen Fußballgeschichte in unserem Dossier zu Deutsch-niederländischen Fußballrivalitäten.

[gefunden bei NiederlandeNet]

gelöscht

30. Juni 2014

Der flotte @KLM-Tweet ist inzwischen gelöscht. Da haben unsere Kaufleute von nebenan wohl schnell kalte Füße bekommen. Ansonsten sind die Niederlande gestern Abend ausgeflippt, was man als Fußballfan ja verstehen kann. Guckst Du zB hier.

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Barilla

29. Juni 2014

Barilla

Noch ein aktueller Beitrag zur Fußball-WM: Dieser Tweet des Nudel-Herstellers Barilla. Es gibt bei @Barilla noch mehr sehenswerte WM-Pasta-Werbung.

Volksverhetzung

29. Juni 2014

Tobias RichterZurückgewiesen hat das Landgericht Osnabrück am Donnerstag die Berufung von Tobias Richter (Jg. 1981), seit 2013 Vorsitzender des niedersächsischen NPD-Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim. Das Amtsgericht Meppen hatte den Rechtsextremen wegen Volksverhetzung, Gewaltdarstellung und Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt.

Auch das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der letztjährige NPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Mittelems (Plakatfoto lks) seine Facebook-Seite im Sommer 2013 auf das Youtube-Video einer Neonazi-Band verlinkt hatte. In dem Film wurde die Ermordung eines Juden als „gute Tat“ beschrieben. Mit der Verurteilung bestätigte das Landgericht Osnabrück das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichtes Meppen in vollem Umfang. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte aus Haselünne kann bis Donnerstag Revision gegen das Urteil einlegen.

Im Oktober vergangenen Jahres war Richter auch Organisator eines Auftritts des Berliner Neonazi-Sängers Michael Regener („Lunikoff“), ehemals Sänger der verbotenen kriminellen Band „Landser“, in der Gaststätte „Zur Singenden Wirtin“ im emsländischen Groß Berßen. Richter zeichnet auch verantwortlich für den Neonazi-Online-Shop „Das Zeughaus“, der schwerpunktmäßig Devotionalien des wegen Volksverhetzung verurteilten Meppener Neonazi-Musikers Daniel Giese („Stahlgewitter“) vertreibt. Als „Zeughaus“-Anschrift ist auf der Homepage eine Postfachadresse in Santa Ponsa, einem Ort im Südwesten von Mallorca, angegeben. (Quelle)

Maus

29. Juni 2014

 

Tag der Architektur

28. Juni 2014

Nicht nur für die Veranstalter ist klar: „Das letzte Juni-Wochenende wird wieder ein Fest der Baukultur: die Architektenkammern laden wie in jedem Jahr zum Tag der Architektur ein. 2014 ist das Motto „Architektur bewegt“.“

In Lingen werden dabei zwei Projekte vorgestellt: Die neu, umstrittene Mensa am Hochschul-Campus an der Kaiserstraße („Die Mensa wurde unabhängig von der benachbarten historischen Bausubstanz des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes errichtet.“) sowie  das Schöpfwerk an der Mühlenbachstraße, kurz vor der Mündung des Mühlenbachs in die Ems. Ein Besuch dieses Bauwerks von Vickers Krieger lohnt sich allein schon wegen des Satzes „Die schräg verlaufenden Schneckenpumpen geben das vieleckige Gestaltungsprinzip der Einhausung vor.“

Die Lingener Mensa ist ja sonst aufgrund unerfindlicher Gedankengänge der Leitung des Studentenwerks Osnabrück für Lingener generell verschlossen und bekanntlich auch sonst viele Monate eines Jahres geschlossen. Morgen kann man also die Chance einer kostenlosen Mensa-Führung um 11 und 15 Uhr nutzen. Im Schöpfwerk (Bildergalerie hier) finden die Führungen um 12, 14 und 16 Uhr statt (Treffpunkt jeweils am Ende der Mühlenbachstraße, s.u.).

Weitere sehenswerte Projekte in unserer westniedersächsischen Region (zB Nordhorn, Bad Bentheim, Schüttorf) können über die -leider wenig benutzerfreundliche- Internetseite der Architektenkammer gefunden werden. Die Vorhaben in Meppen (Schulgelände) und Papenburg (Renovierung einer Denkmalvilla) lohnen nach meiner Einschätzung eher keine Anreise. Statt dessen verspricht ein Besuch der vorgestellten Bauwerke im benachbarten Westfalen Spannendes, wo beispielsweise Rheine, Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Wettringen und Westerkappeln mit modernen Bauwerken den Tag der Architektur 2014 mitfeiern [mehr].

 

Bildschirmfoto 2014-06-28 um 10.04.49

Anfangsverdacht

27. Juni 2014

Ein wenig Polit-Gossip: Erst einmal ist es nur ein Anfangsverdacht. Aber die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat Korruptionsermittlungen rund um die Stadtwerke Neuss aufgenommen. Ermittelt wird gegen den Geschäftsführer Heinz Runde (CDU) des kommunalen Unternehmens im Rheinland sowie gegen sieben weitere Personen, hatte die Staatsanwaltschaft vor zwei Wochen bestätigt und hinzugefügt, die Faktenlage sei noch relativ dünn.

Zahlreiche Ermittlungsbeamte hatten Tags zuvor 16 Räume in Neuss und Umgebung durchsucht, unter anderem den Unternehmenssitz der Stadtwerke sowie Firmen und Wohnungen, dem Vernehmen nach auch die von Heinz Runde. Die Auswertung der beschlagnahmten Akten und Computerdaten werde mehrere Monate in Anspruch nehmen, erklärte anschließend der zuständige Pressesprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft war Medienberichten zufolge durch ein anonymes und „sehr detailliertes“ Schreiben auf den möglichen Korruptionsfall aufmerksam gemacht worden. Aus diesem Schreiben hätten sich Anhaltspunkte für Bestechlichkeit, Untreue und wettbewerbsverzerrende Absprachen bei Ausschreibungen ergeben.

Inzwischen scheint es womöglich weitere Anhaltspunkte gegen Runde zu geben. „Seit den ersten Berichten über den Vorgang haben wir weitere Hinweise in sehr großer Zahl bekommen. Beinahe jeden Tag gehen Briefe ein, die ein erstaunliches Detailwissen offenbaren und die wir sorgfältig prüfen“, hieß es nämlich vergangene Woche seitens der Wuppertaler Staatsanwälte.

Der im Mittelpunkt der Ermittlungen stehende, aus Darme stammende Heinz Runde war in den 1980er Jahren Sozialdezernent der Stadt Lingen (Ems), ist dann vor -gefühlt- 25 Jahren zur Stadt Neuss gewechselt und später in der CDU-dominierten Stadt im Rheinland Geschäftsführer der lokalen Stadtwerke SWN geworden; inzwischen ist er Vorsitzender des vierköpfigen Geschäftsführergremiums der SWN. Heinz Runde – so der Verdacht der Ermittler – soll in dieser Eigenschaft  Schmiergelder durch Abzeichnen überteuerter Rechnungen angenommen haben; er habe sich gleichzeitig Arbeiten an seinem Haus kostenfrei von Firmen ausführen lassen, die im Gegenzug Aufträge von den Stadtwerken bekamen.

Allemal auffällig ist, dass Runde im gleichen Schützenverein „Grenadierzug Sportfreunde 1987“ Mitglied ist wie derjenige Bauunternehmer, der ihn bestochen haben soll.

Bei den „Sportfreunden“ ist auch ein Geschäftsführer einer ehemaligen RWE-Tochterfirma tätig.  2009 hatten sich nach einer heftigen kommunalpolitischen Diskussion in Neuss die RWE Rhein-Ruhr AG mit 24,9 % an der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH beteiligt. Bestandteil der Beteiligung war auch die Übertragung der Neusser RWE-Stromkunden und des Mittelspannungsnetzes auf die Stadtwerke Neuss. Die Boulevardzeitung EXPRESS berichtete  dazu in der letzten Woche, was ihr ein „Insider“ aus dem Neusser Rathaus gesagt habe: „Runde hat sich damals beim Verkauf der Stadtwerke-Anteile sehr für RWE eingesetzt.“ Dabei sei etwa das Angebot der Stadtwerke Düsseldorf besser gewesen.

Zu den Vorwürfen schweigt er bisher, was sein gutes Recht ist. Bei der Stadt Neuss gilt für Heinz Runde die Unschuldsvermutung, deshalb bleibt er zunächst weiter Stadtwerke-Chef.

Bei einer  Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Neuss hatte Heinz Runde vor drei Wochen nur kurz erklärt, er habe sich nichts vorzuwerfen. Das aus Kommunalpolitikern bestehende Gremium beschloss, eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer Sonderprüfung zu beauftragen. In einer weiteren Sondersitzung hat das Gremium gestern über eine mögliche Äußerung des 65-Jährigen Runde und eventuelle arbeitsrechtliche Schritte beraten.

Bildschirmfoto 2014-06-27 um 00.39.49Die „Neuss-Grevenbroicher-Zeitung“ berichtet heute dazu: „Heinz Runde bleibt trotz Korruptionsverdacht weiter an der Spitze der Stadtwerke-Geschäftsführung. Das beschloss gestern der Hauptausschuss als Gesellschafterversammlung in einer nicht-öffentlichen Sondersitzung, nachdem Runde die Forderung der Politik erfüllt und sich in einem achtseitigen Schreiben dezidiert zu den Vorwürfen geäußert hat, die auch Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungen sind. Weil Runde jeden dieser Vorwürfe bestreitet, stand aus Sicht der Politik Aussage gegen Aussage. Somit sah der Ausschuss keinen Ansatzpunkt für arbeitsrechtliche Maßnahmen gegen den SWN-Chef.“ [mehr]

 

Lennart Foppe

26. Juni 2014

Lennart Foppe
White Line
Lingen (Ems) – Homeworks Interior, Burgstraße 26
Vom 27. Juni bis 31. Juli 2014

Während der Ladenöffnungszeiten
Vernissage am 27.6., 19 Uhr bis 22 Uhr.
„Wir freuen uns auf Euer Kommen.“

Foppe
Foppe3

Camp Gyno

25. Juni 2014

Aller Anfang ist schwer – erst recht für junge Teenagerinnen, die ihre Periode bekommen. Das dokumentierte vor fast einem Jahr ein genauso offenherziger wie lustiger Spot des US-Unternehmens Hello Flo. Mit einer fulminanten Geschichte vermittelte die Firma die Vorzüge ihrer Produktpalette.

Jetzt gibt es Teil 2. Genauso prall. Es darf sich gewundert werden über die sonst oft so prüden Amis.

 

(gefunden bei Horizontnet)

Störfall

25. Juni 2014

HagedornMai2014Jetzt befördere ich spontan den heutigen Blog-Kommentar von Theobald Tiger aus Altenlingen in diesem kleinen Blog und mache aus ihm einen -in der Sache notwendigen- Beitrag. T. Tiger schreibt über Aktuelles in der Lingener Kommunalpolitik:

„Wer ist eigentlich Vorsitzende/r des Umweltausschusses?

Dieser Volksvertreter sollte sich einmal ein Beispiel am Politik- und Demokratieverständnis von Herrn Riße nehmen! Wie kann man es sein, dass über den Störfall bei der Firma Hagedorn in nichtöffentlicher Sitzung informiert worden ist (LT von heute berichtet)?

Betreiber und Aufsichtsbehörde sagen doch, dass es gar kein Störfall gewesen sei. Da wundert man sich doch umso mehr über diese Geheimniskrämerei der Stadtverwaltung und der Ausschussmehrheit! Eine Behandlung in nichtöffentlicher Sitzung zwingt meines Wissens die Beteiligten zur Verschwiegenheit. Sollte dies erreicht werden?

Die Begründung der Verwaltung, “weil der Vorfall schon länger zurückgelegen habe” (LT), ist jedenfalls haarsträubend: Die giftigen Stickoxide sind am 26. Mai diesen Jahres aus der Anlage ausgetreten, das war gerade mal vor vier Wochen!

Haarsträubend ist auch, wie hier einvernehmlich von Betreiber und Aufsichtsbehörde mit dem Begriff “Grenzwerte” umgegangen und argumentiert wird: Da werden deutliche Überschreitungen einfach als erlaubte Ausnahme bezeichnet und durch Verweis auf Tagesmittelwerte als unbedenklich heruntergerechnet. Selbst wenn diese Interpretation nach der “Technischen Anleitung Luft” rechtlich gedeckt ist, bleibt für Mensch und Umwelt ein Gefühl der Unsicherheit.

Da wünscht man sich mehr Volksvertreter, die sich nicht alles gefallen lassen!

Beide Fälle, das Ignorieren des Verkehrsausschussvorsitzenden Marc Riße und die Respektlosigkeit gegenüber den Bürgern im Umweltausschuss, zeigen zusätzlich, dass OB Krone die Verwaltung mit ihren althergebrachten Strukturen nicht im Griff hat und es nicht schafft, eigene Akzente zu setzen. Weiß er eigentlich noch, welche Parteien ihn bei seiner Wahl unterstützt haben?“

ps Vorsitzender des Umweltausschusses ist übrigens CDU-Ratsmitglied Karl Storm (nicht zu verwechseln mit BN-Mann Atze Storm). Marc Riße hat für „Die BürgerNahen“ übrigens im Umweltausschuss die Behandlung des Hagedorn-Störfalls (Foto oben) in nicht-öffentlicher Sitzung moniert. Vergeblich.

Das undemokratische, peinliche und den Regeln widersprechende Verfahren ist übrigens 30 Jahre alt. Es wurde häufiger im Umweltausschuss prkatiziert.  Noch in lebhafter Erinnerung ist mir beispielsweise die Geheimhaltungsmanie der Stadtverwaltung nach dem Störfall von Tschernobyl, wo die deutlich erhöhten Bequerel-Strahlenwerte [Aktuell dazu dies] auf Lingener Spielplätzen nicht veröffentlicht werden durften, „um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen“. Damals, in der Vor-Internetzeit, gründete sich auf Initiative des Umweltaktivisten Gerd Otten aus dem benachbarten Dorf Langen der Elternverein Restrisiko Emsland e.V. , kaufte selbst Messgeräte und veröffentlichte die so ermittelten Strahlenwerte in einem wöchentlichen Rundbrief.

Alles Weitere, was zu sagen ist, kommentiert Wilfried Roggendorf heute in der Lokalzeitung.