90.!

22. Mai 2014

Auf besonderen Wunsch ein Video von Charles Aznavour, der am 22. Mai 1924 in Paris geboren wurde. Er wird also heute 90 Jahre alt.

Gauck

22. Mai 2014

Das erste EU-Land hat abgestimmt: Laut Prognose sackte die antieuropäische Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders in den Niederlanden stark ab. Sie verlor im Vergleich zu 2009 fünf Prozentpunkte und liegt damit möglicherweise nur auf Platz vier. Offiziell bekannt gegeben wird die Wahl im Königreich der Niederlande erst am Sonntagabend. Stimmen die Prognosen, freut mich das. Außerordentlich. 

Was sonst zu den Thesen der Dumpfbacken zu sagen ist, sagte heute Bundespräsident Joachim Gauck. Einmal mehr ein starke Rede.

Museumsnacht

22. Mai 2014

Museumsnacht
Sögel  – Schloss Clemenswerth

Freitag, 23. Mai 2014  19.00 – 23.00 Uhr
Eintritt 10 Euro, Kinder 5 Euro, Familien 25 Euro

Zur morgigen Museumsnacht öffnet Schloss Clemenswerth seine Türen in den Abendstunden. Eingetaucht in sphärisches Licht laden das Schloss und die Pavillons zur nächtlichen Entdeckungstour ein. Neben den Ausstellungen erwartet Besucher in den Häusern verschiedene Kurzführungen und Aktionen.

Musik von Stanley van Sprang mit einer Mischung aus Lounge, Blues, Jazz und Latin rundet das Programm ab. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
mehr…
(Nebenbei: „Eingetaucht in sphärisches Licht…“? Nun, ich meine die barocke Schlossanlage Clemenswerth braucht keinen derartigen Schnickschnack…)

Partymeile

22. Mai 2014

Nächtliche Tweets aus Lingens Innenstadt:
22. Mai 2014 – 5.00 Uhr oben, kurz davor unten.

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Gebetsräume

22. Mai 2014

GebetsraumIm vergangenen Spätherbst habe ich in den städtischen Gremien gefragt, wie unsere Stadt Gebetsräume für Muslime in Lingen unterstützen könne. Grund war –nach empörten Diskussionen um das Verhalten eines salafistischen Dönerladenbesitzers im Jahr davor– eine im Stadtbild geradezu sichtbare Fundamentalisierung junger muslimischer Gläubiger und die Information, dass die salafistische Art, den Islam zu praktizieren, auch in Lingen für  junge Muslime attraktiver werde. Einfache Gesellschaftsbilder mit der Verbreitung intoleranter Thesen haben bekanntlich gerade für junge Menschen bisweilen einen großen Reiz.

Ich fand und finde daher, dass man sich in unserem Gemeinwesen schon darum sorgen darf, was eigentlich muslimische Gläubige in unserem Städtchen an Gebetsräumen vorfinden, falls  sie nicht die umstrittenen Bet- und Meditationsräume in der Großen Straße nutzen wollen. Denn zurzeit gibt es Gebetsräume eben nur im salafistischen Treff in der Großen Straße.

Meine Frage war natürlich ein Stich ins Wespennest und manch Bedenkenträger plädierte am 26. November nicht-öffentlich dafür, die Trennung von Kirche und Staat einzuhalten, einen sehr sorgsamen Umgang mit dem Thema, eine zurückhaltende Einstellung oder verstieg sich zu der Erklärung, eine Diskussion sei „nicht sinnvoll“. Gerade so, als ob es besser wäre, den Kopf vor sichtbaren Entwicklungen in den Sand zu stecken.

Mit Blick auf das Auftreten einzelner Muslime in der Großen Straße finde ich nach wie vor, dass wir als Gemeinschaft das Thema erneut aufgreifen sollten.  Wie schrieb mir in dieser Woche ein engagierter wie besorgter Bürger, bevor ich das Thema bei den BürgerNahen noch einmal diskutieren lassen wollte:

„Die Sache mit den Gebetsräumen läuft schwierig. Die meisten Leute, die ich deswegen angesprochen habe, sind der Meinung darum müssten sich die Muslime selber kümmern. Das wollen sie ja auch. Aber dadurch dass die Lingener Muslime aus so vielen unterschiedlichen Ländern kommen, ist es schwierig für sie sich zu organisieren.  Deshalb brauchen sie da etwas Unterstützung am Anfang.

Ich finde es immer noch wichtig, den Extremisten etwas entgegen zu setzen. Die laufen immer noch durch die Stadt und versuchen, Muslime in ihre Gebetsräume zu locken. Viele Muslime fühlen sich davon belästigt und lehnen das konsequent ab. Aber einige Menschen, die sich hier alleine und ohne Halt fühlen, gehen dorthin, um zu beten. Ich weiß, dass sich viele Muslime einen anderen Ort zum Beten wünschen. Ich habe jetzt einigen von ihnen angeboten, sich erst mal bei mir zu Hause zum gemeinsamen Gebet zu treffen . Aber das kann natürlich nur vorüber gehend eine Lösung sein.“

Recht hat er. Aber kennen Sie eine andere?

 

[Foto: Gebetsraum – Die Kuppel der Merkez-Moschee, Duisburg; CC Zairon]